TOP

Die Puppenspieler

poyband

Dieser zweiteilige Spielfilm basiert auf der Romanvorlage von Tanja Kinkel, die ich allerdings nicht gelesen habe und somit keine Vergleiche ziehen kann.
In beeindruckender Landschaft gedreht und schauspielerisch gut besetzt, führt die Handlung weit zurück ins Jahr 1484.
Deutschland befindet sich im Umbruch vom Mittelalter in die Renaissance, wo Inquisition und damit verbunden auch Hexenverbrennungen an der Tagesordnung sind….
Der junge Richard muss mit ansehen wie seine Mutter auf dem Scheiterhaufen verbrannt wird. In seiner Verzweiflung greift er zum Messer und attackiert den zuständigen Inquisitor. Nur durch das rasche Eingreifen seines Onkels Jakob Fugger, der Richard bei sich aufnimmt, kann er überleben. Richard wächst zu einem jungen Mann heran und ihm fehlt es an nichts, denn Jakob Fugger ist ein angesehener und wohlhabender Geschäftsmann, der ein großes Geflecht an Beziehungen aufgebaut hat, was ihm eine gewisse Machtposition bekleiden lässt, außerdem pflegt er auch zum Königshaus geschäftliche Beziehungen, die er dann für gewisse Zwecke nutzt…..
Im Verlauf der Handlung wird Jakob gewahr, dass der Inquisitor, den er damals mit dem Messer attackiert hatte und den er für den Tod seiner Mutter verantwortlich macht, immer noch am Leben ist und sein Ziel ist es, ihn ein für alle Male aus dem Weg räumen….
Jakob Fugger muss erneut eingreifen und ihn zurückhalten, denn die Mächtigen der Kirche, die Hintermänner dieser Gerichtsbarkeit von damals sitzen in Rom, wo der Machtkampf um den Stuhl des Papstes entbrannt ist…..
Mich hat der Zweiteiler „Die Puppenspieler“ gut unterhalten. Die Rolle des Jakob Fugger hat Herbert Knaup übernommen und die seines Zöglings Richard wird von Samuel Schneider gespielt, was  beides sehr gut passt.
Die Aufmachung dieses Historiendramas ist nicht nur landschaftlich eindrucksvoll auch die Gebäude wie Kirchen und andere Örtlichkeiten bilden ein passendes Ambiente. Da ich geschichtlich nicht so bewandert bin und mir nur der Name Fugger geläufig und als reale Person in Erinnerung ist, möchte ich zur passenden zeitlichen und geschichtlichen Einordnung keine Aussage treffen und nur die hier präsentierte Handlung als ganz unterhaltsam bezeichnen.
Fazit: Landschaftlich beeindruckendes und handlungsmäßig ganz unterhaltsames Historiendrama
Read More