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John Katzenbach: Die Grausamen

Offenbar gibt es schon reichlich spannungsgeladene und auch preisgekrönte Bücher von diesem Autor, für mich war „Die Grausamen“ mein erstes Buch, was ich von John Katzenbach gelesen habe.
Zum Inhalt:
Der Prolog befasst sich mit einer furchterregenden Nacht im Jahr 1996, denn da verschwandt die dreizehnjährige Tessa Gibson spurlos auf dem kurzen Nachhauseweg von ihrer Freundin Sarah….
Ein Zeitsprung von ca. 20 Jahren erfolgt dann und man lernt die beiden „ausgemusterten“ Ermittler Gabriel (kurz Gabe) Dickinson und Marta Rodriguez-Johnson kennen, die beide mit ihren Dämonen zu kämpfen haben und vom Polizeichef noch eine letzte Chance bekommen um als Ermittler tätig zu sein. Eine extra für sie geschaffene Abteilung soll sich mit „Cold Cases“, – immer noch offenen Kriminalfällen beschäftigen -. Die beiden Ermittler sind auf sich gestellt und sollen diese Fälle auf neue Aspekte hin untersuchen und man erwartet schnelle Erfolge…
Tatsächlich finden sich dann vier auffällige Akten, die zu zwei ehemaligen Detectives führen, die damals die Fälle bearbeitet haben. Während Gabe und Marta sich auf den Weg machen um die beiden zu den Fällen zu befragen, führt sie ein Weg ins Altenheim, wo einer der beiden lebt und an Demenz erkrankt ist, so dass die Befragung nichts erbringt, nur ein Wort bleibt im Raum hängen: “Tessa”.
Auch die Befragung des anderen damaligen Ermittlers führt zu nichts, den die vier Fälle sagen ihm so nichts, doch als die Frage nach “Tessa” aufkommt, reagiert völlig anders als erwartet…...
Gleich nachdem ich etwas über die extra geschaffene Abteilung für Cold Cases gelesen habe, erinnerte ich mich an die spannenden Fälle des Sonderdezernat Q von Jussi Adler-Olsen.
Doch so hoch punkten konnte allerdings  dieses Buch bei mir nicht wie die Fälle des Sonderdezernat Q. Wenn John Katzenbach sich auf die Aufarbeitung des durchaus spannenden Vermisstenfalles Tessa und die schwierige Arbeit der beiden Cold-Cases-Ermittler beschränkt hätte, dann wäre sicherlich mein Fazit anders ausgefallen. Aber zwischendrin gibt es in der Gesamthandlung zu viele „Hänger“ und die ständigen eingewobenen „Gedanken“ fand ich dann etwas textlastig. Allerdings war die „Auflösung“ für mich auch nicht ganz überraschend, denn die findet man heraus, wenn am ein wenig „zwischen den Zeilen“ liest ….
Also 3 von 5 Punkten würde ich hier vergeben, denn die Story an sich ist gut gewählt, hätte nur etwas anders rübergebracht werden müssen. In der wechselnden zeitlichen Einordnung findet man sich gut zurecht und auch die beiden „ausgemusterten“ Ermittler sind gut gezeichnet, so dass man sie sich im Handlungsverlauf direkt vorstellen kann.  Vielleicht gibt es ja einen „Nachschlag“, der etwas ausgefeilter ist,  denn die in der Rahmenhandlung verankerten Geschehnisse lassen doch noch Fragen offen…
Fazit: Guter spannender Story-Ansatz, der allerdings im Verlauf nachlässt, so dass ich hier 3 von 5 möglichen Punkten vergebe
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