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Viveca Sten: Flucht in die Schären

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Der Titel „Flucht in die Schären“ verheißt im Gegensatz zu der Postkartenidylle, die auf dem Cover abgebildet ist, schon mal nichts Gutes.
Im neunten Fall für Kommissar Andreasson spielt er eigentlich nur eine etwas untergeordnete Rolle. Seine gute Freundin und Staatsanwältin Nora Linde agiert diesmal mehr im Vordergrund. Obwohl genau genommen stimmt das auch nicht, denn dieses Hörbuch ist inhaltlich etwas anders aufgebaut, als man es sonst von Viveca Sten kennt….
Aber mit Wiedererkennungswert und einer sehr sympathischen Stimme liest Stephan Schad diesen nervenaufreibenden Fall vor:
Mina Kovač lebt seit geraumer Zeit in ständiger Angst vor ihrem brutalen, sie verprügelnden Ehemann Andreis. Sie hatte gehofft, dass durch die Geburt des kleinen Sohnes auch Andreis sein Verhalten ändert, denn nach den brutalen Übergriffen zeigt er sich immer von der reuigen Seite und schwört sich zu ändern.  Doch leider hält das nur kurze Zeit an, bis er dann wieder wegen einer Nichtigkeit explodiert und es an ihr auslässt….
Während das Schicksal von Mina und ihrem kleinen Sohn sich dann im Verlauf ändert und sie sich ihrem Mann durch Flucht entziehen kann und in einem Frauenhaus Unterschlupf findet, treten Nora und Leila, eine mit ihr zusammenarbeitenden Polizistin, auf den Plan, denn sie wollen Mina helfen. Das ist aber ein schwieriges und bald auch gefährliches Unterfangen, denn Andreis verlässt man nicht so einfach und er macht sich mit seinen Schergen auf die Suche nach seiner Frau….
Ich fand das Hörbuch sehr fesselnd erzählt, der Vortrag von  Stephan Schad ist wieder gekonnt und trotz seiner sympathischen Stimme, stehen einen so manches Mal die Nackenhaare hoch, wenn die Spannung auf die Spitze getrieben wird.
Zwar konnte ich manche Handlung von Mina nicht so ganz verstehen, aber rational denken kann man wahrscheinlich in so einer angespannten und gefährlichen Situation nicht, so dass ich diese kleinen Schwächen hier nicht in Abzug bringen möchte.
Fazit: Hörenswerte, etwas anders angelegte Gesamthandlung als sonst, die aber nicht minder spannend und fesselnd ist!

 

 

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Viveca Sten: Mörderisches Ufer

Fall Nr. 8 für Thomas Andreasson
Die Idylle auf dem Hörbuch-Cover trügt, führt aber anschaulich in den schwedischen Schärengarten, der Schauplatz der Handlung ist.
Die Lesung von „Mörderisches Ufer“ hat wiederum Stephan Schad übernommen, was ein großes Plus ist, denn seine Stimme verbinde ich mittlerweile mit den spannenden Krimis von Viveca Sten!
Handlungsmäßig laufen diesmal eigentlich zwei „Fälle“ parallel: Zum einen bekommt man als Zuhörer Einblick in eine schwierige Gerichtsverhandlung,  die der Staatsanwältin Nora Linde einiges abverlangt, denn ihr wichtiger Belastungszeuge kann sich plötzlich nicht mehr richtig erinnern……..
Andererseits geht es  auf eine Insel in der unmittelbaren Nähe des schwedischen Sandhamn, wo sich ein Sommerferien-Segler-Camp für Kinder befindet. Doch irgendetwas scheint in dem Camp nicht zu stimmen, denn erst wird ein Mädchen vermisst und dann verschwindet kurze Zeit später ein Junge. Nach einer großangelegten ergebnislosen Suche wird Thomas Andreasson mit dem Fall beauftragt.  Bei der Befragung der Kinder erfährt Thomas, dass der Junge zuletzt mit einem Mann gesprochen hat……
Nicht nur beruflich hat sich bei Nora etwas geändert, die wie oben bereits erwähnt, jetzt als Staatsanwältin arbeitet, sondern privat steht sie kurz vor ihrer Hochzeit mit Jonas, doch bis es dann soweit ist, gibt es noch einige Turbulenzen zu überstehen…..
Thomas ist nach einem beruflichen Intermezzo beim Security-Dienst wieder als Polizist tätig. Durch die Berufstätigkeit seiner Ehefrau und die Betreuung der kleinen Tochter ist aber sein Privatleben etwas in Schieflage geraten und auch hier gilt es Wogen zu glätten…..
Beide „Fälle“ fügen sich dann auf gekonnte Weise zusammen, was sich aber erst ganz zum Schluss herauskristallisiert und somit spannende Unterhaltung hier garantiert ist. Besonders gut finde ich den Erzählstil der Autorin, denn sie schreibt sehr anschaulich, so dass man gefühlt mit im Feriencamp dabei ist und auch die nervenaufreibende Suche nach dem Jungen „hautnah“ miterlebt.
Fazit: Spannende Unterhaltung garantiert, was noch durch den Vortrag von Thomas Schad unterstrichen wird!

 

 

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Viveca Sten: Tödliche Nachbarschaft

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Nachdem ich im letzten Monat hier die Verfilmungen der Krimis von Viveca Sten gesprochen habe, gibt es jetzt einen neuen Fall für Kommissar Andreasson mit dem Titel „Tödliche Nachbarschaft“, den ich als Hörbuch genossen habe.
Die Bewohner von Sandhamn, einem Ort im schwedischen Schärengarten sind eine eingeschworene Gemeinschaft, die einander kennen und achten und wenn sich dann plötzlich von „außen“ jemand ein „Sahnestück“ der Insel kauft und darauf eine imposante Strandvilla errichtet, die nur so vor Geld strotzt, dann sind nicht alle Einwohner davon angetan, denn es gibt so etwas wie ungeschriebene Gesetze, an die sich alle halten, was man von den „Neuankömmlingen“ nicht gerade sagen kann und es gibt Gegenwind von Seiten der Alteingesessenen……
Eine große Einweihungsparty soll nun die Gemüter beruhigen und ein Versuch sein, sich kennenzulernen und Frau und Kind nebst Kindermädchen in die Gemeinschaft zu integrieren, dass zumindest ist der Plan von Carsten Jonsson, dem Eigentümer der riesigen Strandvilla…..
Leider war das nur Wunschdenken des „Neuen“ und auf der Feier läuft alles irgendwie aus dem Ruder und als dann noch ein übel zugerichteter Toter am Morgen nach der Party gefunden wird, muss Kommissar Andreasson, der sich psychisch nicht auf der Höhe fühlt, all seine Sinne zusammennehmen um diesen komplizierten Fall zu lösen……
Wie bereits einige Bücher bzw. Geschichten aus der Reihe zuvor, findet sich des Rätsels Lösung in der Vergangenheit verankert und ist nicht auf den ersten Blick zu erkennen, was ich persönlich an den Krimis von Viveca Sten besonders schätze. Das Hörbuch wird in gewohnter Weise und mit sympathischer Stimme von Stephan Schad gelesen und so kommt man ganz schnell wieder hinein in die Atmosphäre des schwedischen Schärengartens und Thomas, Nora (seine Freundin aus Kindertagen) und alle anderen bekannten Figuren sind sofort wieder präsent.
Bei diesem Fall ermittelt zwar Thomas Andreasson, aber Noras Einsatz steht diesmal doch etwas im Vordergrund und als sie dann auch noch – nur weil sie helfen will – in Lebensgefahr gerät, fiebert man als Zuhörer gebannt mit und hofft, dass sie wohlbehalten aus der brenzligen Situation herauskommt……
Fazit: Viveca Sten als Spannungsautorin und Stephan Schad als Erzähler bilden mittlerweile ein vertrautes Team, so dass ich – trotz Sinnkrise des ermittelnden Kommissars – auf eine Fortsetzung der Reihe hoffe.

 

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Viveca Sten: Tod in Stiller Nacht

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Ein neuer Fall für Thomas Andreasson!
Es ist der 24.12.2008 und Kommissar Andreasson freut sich auf die Festtage mit seiner Frau und der kleinen Elin auf der Insel Sandhamn. Doch leider wird die Festtagsstimmung durch den Fund einer Frauenleiche  draußem im Schnee jäh unterbrochen. Bei der Toten handelt sich um die bekannte Kriegsberichterstatterin Jeannette Thiels und was zu ihrem Tod geführt hat, ist anfangs nicht ersichtlich und erst die Obduktion bringt einen entscheidenden Hinweis und dann steht fest, es war Mord!
Beim Durchleuchten des Privatlebens der Toten wird klar, dass sie sich in einem unerfreulichen Sorgerechtsstreit um ihre Tochter Alice befand, aber auch ihre Reportagen waren nicht unumstritten und so muss Thomas mit seinen Kollegen in alle Richtungen ermitteln….
Auch Nora, die Jugendfreundin von Thomas hat wieder einen Part im Buch, der aber diesmal nichts mit der Kriminalhandlung zu tun hat. Doch wer die anderen fünf Bücher aus dieser Reihe kennt, der hätte sicherlich Nora vermisst, wenn ihre Figur hier nicht aufgetaucht wäre. Zu Weihnachten ist ihr Ex-Mann zu Besuch, was sie emotional auf eine harte Probe stellt, denn sie hat einen neuen Freund, der aber zu den Feiertagen nicht vor Ort sein kann. Auch beruflich gibt es Schwierigkeiten, die ihr Kopfzerbrechen bereiten…..
Nachdem nun feststeht,  dass die Frau ermordet wurde, stellt sich heraus, dass ihr PC fehlt. Hatte der Mörder es auf ihre neueste Veröffentlichung abgesehen? Ein USB-Stick als Sicherheitskopie muss irgendwo von ihr hinterlegt sein, da sind sich alle Befragten sicher, doch wo kann das sein?
Auch der sechste Fall „Tod in stiller Nacht“ wird von Stephan Schad gesprochen, was ich persönlich sehr schön finde, denn ich verbinde seine Stimme mittlerweile fest mit den Hörbüchern von Vivica Sten. Seine ruhige angenehme Vortragsart passt wunderbar zur Handlung und ich hoffe auf weitere Hörbücher in dieser Kombination.
Fazit: Stephan Schad als Vorleser ist fester Bestandteil der Reihe, was zu der gelungenen Fortsetzung der Reihe um Kommissar Andreasson beiträgt! Bitte mehr davon!

 

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Vivica Sten: Beim ersten Schärenlicht

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Ein Fall für Thomas Andreasson.
Nachdem die Krimis von Vivica Sten mittlerweile auch Einzug ins Fernsehen gehalten haben, schafft man es noch leichter sich in die Geschichten reinzudenken, denn Kriminalkommissar Thomas Andreasson hat nun ein „Gesicht“ und auch seine Jugendfreundin Nora Linde kann man sich viel besser vorstellen.
Das Hörbuch wird wie gewohnt und gekonnt von Stephan Schad gelesen. Er schafft es jeder Person eine andere Stimme zu geben und die Handlung einfühlsam vorzutragen.
Nora, Thomas Jugendfreundin, hat einen neuen Partner, dessen 14-jährige Tochter Wilma unbedingt das Mittsommerfest mit ihrer Clique auf Sandhamn verbringen möchte. Sie bekommt die Erlaubnis von ihrem Vater und sie darf ausnahmsweise bis nach Mitternacht feiern gehen, was Nora nicht sonderlich gut heißt.
Wegen des Feiertrubels ist die Polizei in besonderer Bereitschaft und geht vermehrt Streife. Bald wird ein junges Mädchen völlig verstört im Hafengebiet aufgegriffen, sie scheint alkoholisiert zu sein, wirkt aber auch fahrig und sie fragt immer wieder „Wo ist Viktor?“
Beim Ersten Schärenlicht“ ist Wilma nicht wie verabredet zuhause und ihr Vater macht sich auf die Suche nach ihr, kann sie aber nicht finden….
Dann macht jemand eine grausige Entdeckung: Ein blonder Junge wird tot aufgefunden, seine Leiche hat man notdürftig mit Zweigen bedeckt. Augenscheinlich ist er erschlagen worden. In seinem Blut werden später Drogen festgestellt…
Thomas Andreasson übernimmt die Ermittlungen und auch die verschwundene Wilma steht bald auf der Liste der vermissten Personen.
Eins steht fest, alle Jugendlichen, die  bislang erwähnt wurden, kannten einander und haben auf die eine oder andere Weise den Mittsommerabend zusammen verbracht.
Bald besteht dringender Tatverdacht gegen einen der Jugendlichen aus der Gruppe, doch welchen Grund sollte der beste Freund des Toten haben, diesen zu töten?
Fazit: Vivica Sten trifft genau den Jargon der Jugend und es ist ihr wieder einmal gelungen einen spannenden, aber auch nachdenklich machenden Krimi zu schreiben.

 

 

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