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Zeugin der Anklage

Agatha Christie’s Film-Klassiker „ Zeugin der Anklage “ in einer Neuverfilmung, die sich sehen lassen kann!
Ich kann mich noch schwach an die Schwarz-Weiß-Verfilmung mit Marlene Dietrich und Tyrone Power, allerdings nicht mehr den genauen Handlungsablauf erinnern, so dass ich beim Anschauen des Remake genauso überrascht wurde, was für tückische/unvorhersehbare Wendungen hier den Handlungsverlauf bestimmen:
England im Jahr 1923: Emily French (Kim Cattrall) ist eine etwas in die Jahre gekommene, jedoch wohlhabende Witwe, die die Gesellschaft jüngerer Männer liebt und daher wechseln auch ständig ihr Umgang und ihre Begleiter, denn sie wird ihnen schnell überdrüssig. Dann lernt sie in einem Lokal den von einem Job zum anderen wechselnden dortigen Kellner Leonard Vole kennen und sie vereinnahmt ihn für sich, obwohl er nicht frei und ungebunden ist…

Einige Wochen geht diese „Zweisamkeit“ gut bis Mrs. French von ihrer Haushälterin ermordet aufgefunden wird. Diese kann der Polizei auch gleich berichten, wen sie als Täter für wahrscheinlich hält, nämlich Leonard Vole….

Im Verlauf kommt es zur Gerichtsverhandlung, wo Leonard Vole wegen Mordes angeklagt wird. Sein Rechtsbeistand John Mayhew versucht die Unschuld seines Mandanten zu beweisen, doch ob ihm das gelingt?
Ab hier fängt der Kriminalfall erst richtig an…..
Die Ausstattung des Films mit Einblick in die damalige Varieté-Szene, die Kostüme und die Gesangsdarbietungen sind gelungen.  Die Darsteller sind alle gut gewählt und besonders Toby Jones als Voles etwas kränkelnder Anwalt John Mayhew ist eine tolle Besetzung. Kim Cattrals Rolle ist ja „zwangsläufig“ nur kurz, aber doch sehr passend besetzt.
Undurchsichtige Charaktere geben sich hier die Klinke in die Hand, denn man weiß eigentlich bis zum Schluss nicht wer hier die Wahrheit sagt bzw. wer Mrs. French getötet hat, denn der Angeklagte beteuert seine Unschuld und pocht auf ein Alibi…
Tolle Darsteller, das Ambiente und die Ausstattung des Films passen in die Zeitepoche und der wendungsreiche  Mordfall ist sehr gut in Szene gesetzt, so dass man von einem gelungenen sehenswerten Remake des Krimi-Klassikers sprechen kann!
Fazit: Remake gelungen! Sehenswerte Krimi-Verfilmung mit toller schauspielerischer Besetzung, Ansehen lohnt sich!
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Das Märchen der Märchen

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Starbesetzt mit Salma Hayek, Vincent Cassel, Toby Jones und John C. Reilly kommt dieser etwas ungewöhnliche Spielfilm „Das Märchen der Märchen“ daher.
Hier kommt ein kleiner Einblick in die Handlung, die sich eigentlich aus drei Geschichten zusammensetzt:
Die Königin ist ganz unglücklich weil sie nicht schwanger wird. Ein weiser Mann macht den Vorschlag, dass das Herz eines Seeungeheuers von einer Jungfrau gekocht werden solle. Die Königin solle es verspeisen und dann wäre die Schwangerschaft kein Problem mehr. Doch das Erlegen eines solchen Untieres birgt Gefahren und der König wird dabei tödlich verletzt…
Der nächste Teil erzählt von einem König, der seine Tochter allein aufzieht. Doch ihm ist langweilig und so richtig anfangen kann er mit seiner Tochter auch nichts, die langsam zu einer jungen Dame heranwächst. Eines schönen Tages fasziniert den König ein kleiner Floh, den er fängt, hegt und pflegt. Der König hat nichts anderes im Sinn als dieses Tier und er ist nur halbherzig dabei als es um die Suche nach einem geeigneten Ehemann für seine Tochter geht.  Wer sie zur Frau bekommt, soll zuvor ein schwieriges Rätsel lösen. Zum großen Entsetzen der Prinzessin kann nur einer die richtige Antwort geben, der aber so gar nicht ihrer Vorstellung von einem Traumprinzen entspricht…….
Teil drei handelt von einem liebestollen König, der sich in den Gesang einer Frau verliebt, die er unbedingt erobern will. Das Problem ist nur, dass die Frau so ganz anders ist, als der König es sich vorstellt. Die nicht mehr ganz junge Frau lebt mit Schwester in ärmlichen Verhältnissen, doch das interessiert den König nicht und hartnäckig versucht der sie zu erobern. Anfangs können die Schwestern ihn noch täuschen und hinhalten, doch als es dann doch zu einem Stelldichein im Schloss kommt, endet das ganz anders als erwartet…..
Alle drei Geschichten stehen hier für sich und sind nicht miteinander verwoben. Der Titel des Films ist für mich nicht ganz nachvollziehbar bzw. habe ich Schwierigkeiten die „Botschaft“  der etwas eigenwilligen Handlung zu verstehen, die der Filmemacher hier rüberbringen möchte.  Vielleicht will er ja mit dem Mythos Märchen aufräumen in dem er den Zuschauer darauf hinweist, dass Märchen nicht wunderschöne, verträumte Geschichten sind, sondern wie hier böse, hinterlistig und zügellos?!
Ob dieser Märchenfilm unbedingt für Kinder geeignet ist, kann ich schwer beurteilen, aber es kommen auf jedem Fall einige unappetitliche, aber auch nicht ganz jugendfreie Szenen darin vor.
Fazit: Eher starbesetzte Erwachsenen-Fantasy als Märchenfilm für Kinder

Weitere Infos zum Film auf der Facebook-Seite

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