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L. Jackson, N.Bush, R. Noonan: Greed – Tödliche Gier

Droemer-Knaur

Wie man aus dem Cover-Text erfährt, haben sich hier drei amerikanische Bestseller- Autorinnen zusammengetan um „ Greed – Tödliche Gier“ abzufassen. Mir war bisher nur Nancy Bush bekannt, deren gesamte sehr spannende Krimi-Reihe um die Detectives Rafferty ich gelesen habe, weswegen ich auf diesen Thriller sehr gespannt war:
Die Familienmitglieder um Ira Dillinger, die auf einem großen Anwesen in Wyoming – genauer gesagt Prairie Creek – leben sind Mittelpunkt der Handlung.
Gleich zu Beginn des Buches passiert ein grauenvoller Mord an einer jungen Frau und man bekommt „Einblick“ in die Gedankenwelt des Killers, dessen oberstes Ziel ist, die gesamte Familie Dillinger zu töten und der nur auf den richtigen Zeitpunkt wartet, um zuzuschlagen…
Ira Dillinger will wieder heiraten, was nicht jeden in der Familie begeistert, denn seine erwachsen Kinder trauern noch um ihre kürzlich verstorbene Mutter und sie glauben Pilar habe es eher auf das Geld des Vater abgesehen. Doch Ira ist wild entschlossen Pilar, eine wesentlich jüngere Frau zu ehelichen, die zudem noch einen zwölfjährigen Sohn mit in die Ehe bringt, der noch eine ganz besondere Rolle in einem Teil der Handlung einnimmt.
Während Pilar in den Hochzeitsvorbereitungen steckt und alle mit ihren Ansprüchen „nervt“, passiert der nächste Mord und die Kirche, die für die Trauung vorgesehen war, brennt nieder und in den Überresten findet man eine bizarr entstellte Leiche….
Der rote Faden mit den bizarren Morden durchzieht die Handlung, ist aber nicht vordergründig das Thema hier, sondern der weit größere Teil ist die Aufarbeitung unterschiedlicher Romanzen, die in der Kindheit bereits begannen und nach 20 vergangenen Jahren immer noch unter der Oberfläche brodeln und wieder aufflammen…
Ich hätte mir etwas weniger Romantik bzw. eine weniger komplizierte, unschöne Zusammensetzung des großen Familien-Clans gewünscht. Das Eintauchen in die Gedankenwelt des Mörders ist nervenaufreibend und spannend, verliert sich aber leider im Verlauf wie bereits oben schon erwähnt. Ein Pluspunkt dagegen ist, dass man die Identität des „Bösen“ beim Lesen nicht erkennen kann und sich dieses Rätsel erst ganz zum Schluss löst.
Lesen kann man das Buch gut, es ist flüssig geschrieben, die Figuren gut gezeichnet und die Zusammenhänge im Verlauf nachvollziehbar und Spannung ist durchaus vorhanden, aber als Thriller würde ich es nicht unbedingt einordnen, sondern als Familiengeschichte mit eingewobener Krimi-Handlung, der man allerdings einen gewissen Unterhaltungswert nicht absprechen kann, da Spannung durchaus vorhanden ist und durch diesen „Mix“ vielleicht auch eine andere Gruppe Leser angesprochen wird.
Fazit: Gut lesbarer Mix aus Familiengeschichte, Romantik und eingewobenem spannenden Krimi-Teil, so dass man gut unterhalten wird

 

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