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Die Magie der Moore

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Wenn ich das Wort Moor höre, dann denke ich an meine Kindheit zurück, als ich mit meinem Vater im Museum war und dort erstmals in einem Schaukasten eine „Moorleiche“ gesehen habe. Damals hat mich diese Begegnung noch lange im Schlaf verfolgt und deshalb war der Begriff Moor bei mir lange Zeit angstbesetzt.
Als ich dann etwas älter war, habe ich dann tatsächlich den Mut gefunden und habe auf zugewachsenem Moor gestanden, was ein eigentümliches Gefühl war, denn der Untergrund war immer noch irgendwie beweglich, was unheimlich war. Allerdings war die Landschaft ringsum sehr interessant und so ist die Angst dann der Neugier gewichen und das ist bis heute so geblieben.
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Die Naturdokumentation „Magie der Moore“ wird sprachlich von Axel Milberg untermalt und er ist mir aus vielen Krimi-Lesungen und natürlich als Schauspieler sehr gut bekannt. Seine Stimme kann er sehr gut modulieren und somit die Stimmung des Moores wunderbar damit einfangen!
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Meterdicke Schichten aus abgestorbenen Pflanzen lässt ein Moor in die Höhe wachsen und kann dadurch gewaltige Regenmengen speichern. Dies ist ein ganz besonderer Lebensraum für Tiere und Pflanzen, den diese Dokumentation in wunderbaren Bildern und Zeitrafferaufnahmen vorstellt.
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Es werden Birkhühner im Schnee und bei der Balz vor die Kamera gelockt, man sieht abgestorbene Häute, die von Kreuzottern stammen, die ebenfalls in diesem Lebensraum zu finden sind.
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Besonders faszinierend fand ich schon immer fleischfressende Pflanzen wie z.B. den Sonnentau, der ebenfalls im Moor zu finden ist. An seinen klebrigen Tentakeln bleibt so einiges haften und diesen Einblick in die Natur kann man hier von ganz nah bestaunen.
Raupen im Fressrausch, bunte Schmetterlinge und Moorameisen, aber auch spielende Bärenkinder sind nur einige der Lebewesen, die man im Moor findet.
Im Wechseln der Jahreszeiten, von oben betrachtet oder von ganz nah, die Schönheit dieser Landschaftsform wird hier eindrucksvoll gezeigt und ist neben den schönen Aufnahmen auch sehr lehrreich und informativ.
Ein Booklet mit einem Vorwort von Axel Milberg und einem Interview mit ihm und dem Drehbuchautor Jan Haft, angereichert mit sehr schönen Bildern, gibt es noch dazu.
Fazit: Faszinierender Einblick in den Mythos Moor mit seiner Tier- und Pflanzenwelt! Empfehlenswert und lehrreich!
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