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Candice Fox: Redemption Point

Der Audio Verlag

Vor einem Jahr erschien in bei uns in Deutschland der erste Teil „Crimson Lake“ um das ungleiche australische Ermittler-Duo Ted Conkaffey, einem ehemaligen Detective des Drogendezernats und die Besitzerin einer Privatdetektei Amanda Pharrell. Beide waren in die Fänge der Justiz geraten und haben einige Zeit im Gefängnis verbracht. Den steinigen Weg wieder in Freiheit meistern beide auf unterschiedliche Weise. Im Verlauf bilden sie eine Art „Zweckgemeinschaft“ und sie versuchen auf die eine oder andere Art ihre Undschuld zu beweisen…
Mir hatte die Erzählweise gefallen in der Candice Fox die spannende Kriminalgeschichte aufgeschrieben hat. Ganz besonders die schrille Prviatdetektivin Amanda mit ihren Eigenarten kam bei mir gut an. Nur Ted Conkaffey, dem ehemaligen Drogenermittler fehlte mir etwas der Kampfgeist um seine Unschuld zu beweisen und damit seinen guten Ruf wieder herzustellen…
Zu Beginn von „Redemption Point“ fasst die Autorin ganz ausführlich anhand von Teds Erinnerungen den Fall um Claire Bingley noch einmal zusammen, so dass man gut ins Geschehen eintauchen kann. Allerdings ist das nur im Fall von Ted so, der diesmal auch vordergründig „bearbeitet“ wird, „Amandas Fall“ wird nur am Rande erwähnt.
Während Amanda und Ted in einem Doppelmord recherchieren, taucht der Vater von Claire Bingley bei Ted auf und fordert Vergeltung dafür, was mit seiner Tochter passiert ist. Also bleibt Ted nichts anderes übrig als den wahren Täter für die Vergewaltigung und den versuchten Mord aufzuspüren um nicht nur gegenüber Claires Vater seine Unschuld zu beweisen…
Obwohl diesmal einige Puzzlesteinchen an die richtige Stelle wandern, ist die Spannung diesmal nur mäßig, was ich allerdings auf die zu detaillierte Einleitung in Form der sehr ausführlichen „Rückblende“ auf „Teds Fall“ zurückführen möchte.
Die Aufklärung des Doppelmordes übernimmt fast nur Amanda und der Ausgang  dieses Falls war für mich leider etwas vorhersehbar…
Uve Teschner hat wie im ersten Teil wieder die Lesung übernommen, was eine gute Wahl ist. Besonders wie er es schafft den stimmlichen „Spagat“ zwischen der schrillen Amanda und dem immer noch etwas träge bzw. resigniert daher kommenden Ted zu vollführen, ist hörenswert. Wie bereits erwähnt, weist die Gesamthandlung einige Längen auf, was aber ganz gut durch die gekonnte Lesung von Uve Teschner kompensiert wird. Auch könnte ich mir durchaus noch einen weiteren Einsatz des ungleichen Ermittler-Duos aus Down unter vorstellen.
Fazit: Etwas schwächere, da zu ausführlich erzählte, aber in der Hörbuchfassung durchaus hörenswerte spannende Fortsetzung!

 

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Donato Carrisi: Der Nebelmann

Die ungekürzte Lesung dieses sehr spannenden, fesselnden, aber auch düsteren Thrillers hat Uve Teschner übernommen, was eine sehr gute Wahl ist, denn sein lebendiger Vortrag schafft die passende Atmosphäre und seine Stimme variiert er bei den unterschiedlichen Mitwirkenden so gekonnt, dass sie „ein Gesicht“ bekommen.
Der Autor hat einen ganz besonderen Erzählstil, der immer wieder von einem Datum zum anderen hin- und herschwenkt, was aber so gut gelungen ist, dass man überhaupt kein Problem hat sich in den unterschiedlichen Zeiten zurechtzufinden und auch die Gesamthandlung wird nie undeutlich, sondern ist zwar zum Ende überraschend, aber immer gut nachvollziehbar.
Ein kleines abgeschiedenes Alpendorf mit seiner teils sehr religiösen und andererseits durch Landverkauf zu Geld gekommenen Bevölkerung bildet die Kulisse.
Die Handlung beginnt im Februar wo man den Sonderermittler Kommissar Vogel blutverschmiert und verwirrt wirkend nach einem Unfall zur Befragung ins Polizeirevier des Ortes gebracht hat. Die Staatsanwältin hatte im Vorfeld einen Fall mit dem Kommissar bearbeitet und ist zum einen erstaunt, warum er überhaupt noch vor Ort ist und andererseits kommt ihr das Verhalten des Ermittlers merkwürdig vor, so dass man den ortsansässigen Psychiater zur Befragung hinzuzieht.
Bei dem Gespräch zwischen Psychiater und Sonderermittler wird in Rückblenden der Fall rekonstruiert, weswegen der Kommissar im Ort zuvor ermittelt hatte: Um Weihnachten herum ist  die junge Anna Lou verschwunden. Ihre sehr gläubigen Eltern sind sich sicher, dass Anna Lou nicht aus eigenen Stücken verschwunden ist.
Sonderermittler Vogel fällt vielleich durch seinen eleganten Kleidungsstil auf, aber sonst ist er kein sonderlich sympathisch daherkommender Mann. Er hat seine ganz genauen Vorstellungen wie die Ermittlungen zu verlaufen haben, denn er will sich schnell vor der Presse mit Ergebnissen präsentieren. Allerdings hat sein Image Schaden erlitten, denn ein vorheriger Fall lief etwas aus dem Ruder. Aber im Fall von Anna Lou soll das nicht mehr passieren und im Verlauf rückt dann ein Verdächtiger in sein Blickfeld, was fatale Folgen für die Person hat, denn die Presse macht plötzlich Jagd auf ihn…..
Lange Zeit ist nicht klar, was eigentlich mit dem verschwundenen Mädchen passiert ist, denn durch die geschickte Erzählweise dreht sich der Handlungsverlauf ständig und selbst wenn man eine Vermutung hat, was passiert sein könnte, wird die wieder durch neue Informationen entkräftet, so dass besonders der Schluss des Hörbuchs, dann noch mit einer Überraschung aufwartet, die man nicht vorhersehen konnte!
Fazit: „Der Nebelmann“  ist ein von Anfang an ein fesselnd/spannender und sehr geschickt erzählter Thriller, der durch Uve Teschners Vortrag dann noch an Atmosphäre gewinnt. Für den unvorhersehbaren „Schluss-Akkord“ gibt es von mir noch einen Extrapunkt für dieses ganz besondere Hörerlebnis!

 

 

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