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Remigiusz Mróz: Die kalten Sekunden

Der Audio-Verlag

Die gekürzte Hörbuchfassung von „Die kalten Sekunden“ wird gekonnt von Matthias Koeberlin und Vera Teltz vorgetragen.
Die Handlung wird jeweils aus der Ich-Perspektive erzählt und passend zum weiblichen oder männlichen Part von den oben genannten Vorlesern übernommen, so dass man bei den recht vielen Wendungen aber immer den „roten Faden“ im Blick behält und die Einordnung des jeweiligen Puzzle-Steins gut gelingt.
Eins gleich noch vorweg, die teils sehr nervenaufreibenden Situationen werden hier sehr anschaulich geschildert, was einen schon die Nackenhaare hochstehen lässt und auch mit so einer Szenerie beginnt die Handlung:
Gerade noch hatte Damian seiner Ewa, die er schon seit seiner Kindheit kennt, einen Heiratsantrag gemacht und die beiden schwelgen in ihrer Glückseligkeit, als sie beim Verlassen eines Lokals auf fünf unbekannte gewaltbereite Männer treffen, die im Verlauf Damian brutal zusammenschlagen und Ewa vor seinen Augen vergewaltigen, ohne dass er eine Chance hat ihr zu helfen…..
Dann sind zehn Jahre vergangen und Ewa ist nach dem Vorfall von damals spurlos verschwunden, aber Damian hat eigentlich nie aufgehört nach ihr zu suchen. Dann taucht plötzlich ein Foto von Ewa im Internet auf. Damian schöpft Hoffnung und holt sich professionelle Hilfe von einer Privatdetektei um die Suche zu intensivieren….
Ab hier fängt die hoffnungsvolle Suche Damians nach Ewa an. Allerdings muss er bald erkennen, dass er seine große Liebe wohl doch nicht so gut kannte, wie er dachte…..
Fand ich den Anfang der Geschichte erschreckend, brutal und nervenaufreibend, verliert sich diese Angespanntheit zwar im Verlauf, aber als Zuhörer wird man immer wieder mit Gewaltszenen konfrontiert, die einem die Nackenhaare hochstehen lassen, aber auch die Fragen aufwirft, warum die Person, die sie ertragen muss, so lange darin verharrt und was hat das alles mit der Suche nach Ewa zu tun?
Manche Fragen klären sich zwar zum Ende hin noch, doch dass nach den vielen Wendungen bei der intensiven Suche dann „Zufall“ eine große Rolle spielt, ist dann leider einfach zu flach, enttäuschend und wirkt konstruiert.
Fazit: Die beiden Sprecher machen eine tolle Arbeit, es macht Spaß ihnen zuzuhören! Die Story ist insgesamt nichts für schwache Nerven und leider flacht die Spannung auch durch einige „Wackler“ in der Story ab!
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