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The Voices

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Der Filmtitel „The Voices “ heißt ja übersetzt „Die Stimmen“. Betrachtet man das Cover, kommt einem der Gedanke, die Katze scheint böse zu sein und die Blutspritzer in Ryan Reynolds sympathischem Gesicht verheißen nichts Gutes…

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Anfangs ist alles noch fröhlich und bunt und der sympathische Jerry (Ryan Reynolds) macht sich gut in seinem pinkfarbenen Overall an seinem neuen Arbeitsplatz in der Verpackungsabteilung einer Badewannenfirma. Es soll eine Betriebsfeier organisiert werden und einige Mitarbeiter, darunter auch Jerry, sollen kleine Aufgaben übernehmen. Dabei flirtet er mit seiner Kollegin Fiona, die ihm aber nur Interesse vorgaukelt und ihn bei einem Date versetzt…
Am nächsten Tag erscheint Fiona nicht zur Arbeit und niemand kann sie erreichen….

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Lisa ist eine andere Kollegin von Jerry und sie hat nichts gegen ein Date mit ihm, was dazu führt, dass sie die Nacht zusammen verbringen. Jerrys Gefühle geraten durcheinander und als Lisa dann plötzlich vor seiner Wohnungstür steht, gerät seine Welt völlig aus den Fugen…
Diesen Film kann man jetzt aus zwei Sichtweisen betrachten, zum einen als eine rabenschwarze Komödie oder als ein exzellent dargestelltes Psychodrama, denn Jerry hat ein Geheimnis, von dem niemand außer seiner Psychotherapeutin weiß:  Er leidet seit seiner frühesten Jugend an Halluzinationen und hört Stimmen, woran auch seine verstorbene Mutter litt. Deshalb muss er regelmäßig Medikamente einnehmen und zu den Therapiesitzungen erscheinen. Jerry setzt die Medikamente aber eigenmächtig ab, denn sie machen sein glückliches und farbenprächtiges Leben trist und grau…..

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In der rabenschwarzen Komödie sprechen Jerrys Hund Bosco und seine Katze Mr. Whiskers mit ihm und besonders die hat nicht immer gute Ratschläge für ihn. Das missglückte Date mit Fiona endet mit ihrem Tod, den Jerry zu verantworten hat. Zuhause beichtet er es seinen Haustieren, die ihn animieren die Leiche zu entsorgen. Jerry macht sich ans Werk und anschließend lagern viele Frischhaltedosen in seinem Elternhaus, nur Fionas Kopf platziert er im Kühlschrank, damit er sich mit ihr unterhalten kann…..
Betrachtet man den Film als Psychodrama an, wird deutlich wie Jerry, die Welt ohne seine wichtigen Psychopharmaka sieht, nämlich grell und bunt und er hört die Stimmen seiner Tiere, die filmtechnisch sehr gut gelungen sind, so daß man nachvollziehen kann, dass für Jerry alles real erscheint.
Die Realität offenbart sich dem Zuschauer dann ganz krass durch Lindas Augen gesehen, die unverhofft vor Jerrys Tür steht und dann eine total verwahrloste Wohnung vorfindet und sie zu spät erkennt, was für eine dunkle Seite ihr Freund hat….
Besonders Ryan Reynolds in der Rolle des symphatischen schizophrenen Jerry ist bemerkenswert, da er die psychische Zerrissenheit und auch die äußere Fassade in gleicher Weise schauspielerisch sehr gut dargestellt hat.
Fazit: Ich kann nur sagen volle Punktzahl! Egal ob man diesen Film als rabenschwarze Komödie oder als gelungenes Psychodrama betrachtet, sehenswert ist er in jedem Fall!

 

 

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