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Brad Parks: Nicht ein Wort

Fischer Verlage

Scott Sampson ist Bundesrichter in Virginia. Er lebt mit seiner Frau Alison und den sechsjährigen Zwillingen Emma und Sam auf einer abgelegenen Farm.
Familie Sampson führt ein angenehmes Leben, bis eine SMS diese Idylle schlagartig zerstört:
Eine Textnachricht von Alison veranlasst Scott nicht wie geplant seine Kinder von der Schule abzuholen. Da seine Frau die Kinder wegen eines Arztbesuches selbst abholen will, fährt er nach Hause.  Alison kommt nach Hause, allerdings ohne die Kinder!
Kurze Zeit später klingelt das Telefon und der Anrufer der unbekannten Nummer gibt klipp und klar zu verstehen, dass Richter Scott Sampson seine Kinder erst wiedersehen wird, wenn er bei einem bestimmten Prozeß/Fall zu den Bedingungen urteilen wird, die man ihm telefonisch noch mitteilen wird……
Besonders die warnenden Worte des Anrufers klingen noch lange nach: „Das Leben und Wohlergehen ihrer Kinder hängt einzig davon ab, dass Sie so weitermachen wie bisher und sich nichts anmerken lassen. Sie werden nichts unternehmen und nichts sagen. Kein Sterbenswort!“
So ein Szenario als Ausgangspunkt in einem Krimi/Thriller ist ja nicht neu, aber ich muss sagen, wie Brad Parks das Thema hier in „Nicht ein Wort“ aufgegriffen und seitenstark abgefasst hat, hat mir gut gefallen. Zwar hätte es etwas weniger Einblick in die amerikanische Rechtsprechung sein dürfen, aber er hat es wahrscheinlich  gut gemeint um den Lesern diese schwierigen Zusammenhänge zu verdeutlichen.
Ich hatte keine Idee wer hinter der Entführung stecken könnte und auch als sich der Nebel lichtete, war es eine Überraschung. Toll!
Da in Amerika ja der Umgang mit Waffen bzw. der Besitz anders geregelt ist als bei uns in Deutschland, muss ich das hier Gelesene so hinnehmen und den „Showdown“ der spannenden Handlung so akzeptieren…
Besonders gut fand ich die Schilderung des Balanceaktes zwischen Machtlosigkeit und der psychischen Anspannung die Kinder wohlbehalten aus den Fängen des Entführers zu befreien, oder die Beschreibung des seelischen Zustands des Richters, der mittlerweile so angeschlagen ist, dass er kaum noch weiß, wem er überhaupt glauben kann, ist gut gelungen und daher kann ich diesen packenden Thriller nur empfehlen und hoffen, dass man noch mehr von diesem Autor zu lesen bekommt.
Fazit: Packender, empfehlenswerter Thriller, dem gern noch weitere folgen dürfen!

 

 

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