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Jack Frost, der kleine Eisprinz

Bei Polyband ist dieser zauberhafte Animationsfilm veröffentlicht worden. Die 40 Minuten dauernde Verfilmung von „Jack Frost – Der kleine Eisprinz“ basiert auf dem Kinderbuch „The Tale of Jack Frost“  des britischen Autors David Melling.
Ohne viel vom Inhalt dieses Film zu verraten, gibt es hier einen kleinen Einblick ins Geschehen:
Der Zauber des Waldes ist in Gefahr. Dort wo Tiere wie Igel, Einhorn und Waldhüpfer einträchtig miteinander leben, taucht eines Tages ein kleiner Junge auf. Die tierischen Waldbewohner finden ihn schlafend auf einer Lichtung.  Das Einhorn ist sehr besorgt, denn wie ist er in den Wald gekommen? Er sieht durch dem Jungen eine große Gefahr für den Zauberwald, denn wenn er einen Weg hinein gefunden hat, dann kann auch die Dunkelheit in Form von Kobolden einen Weg hineinfinden, die den Zauber des Waldes stehlen wollen….
Nachdem der Junge erwacht ist und man sich gegenseitig beäugt hat, erkennen die Tiere, dass er offenbar Zauberkräfte vom Wald verliehen bekommen hat, denn als er seinen kleinen Finger in eine Wasserpfütze taucht, gefriert sie….
Kurze Zeit lebt der Junge mit den Tieren zusammen und lernt von ihnen, doch dann passiert es:  Der Wald verliert zunehmend seinen Zauber und der kleine Junge erkennt die Gefahr, die von ihm ausgeht und er verlässt seine neuen Freunde….
Doch damit ist die Gefahr nicht gebannt, denn die Kobolde entdecken ihn und nehmen ihn gefangen…..

 

Die Geschichte ist für junge Zuschauer  genau passend zugeschnitten und mit sehr schöner Musik untermalt. Zwar gibt es Trickfilme/Animationsfilme die optisch mehr hermachen, aber nichtsdestotrotz hat der Film einen besonderen Charme und ist für eine gute halbe Stunde sicherlich eine willkommene Abwechslung für Jung und Alt in dieser dunklen Jahreszeit.
Extras: Das Bonusmaterial besteht aus einer kleinen Bildergalerie, Konzeptzeichnungen und einem animierten Drehbuch
Fazit: Optisch eher einfach gehaltener Animationsfilm, aber musikalisch schön untermalt, so dass die zauberhafte Geschichte bestimmt bei den kleinen Zuschauern punkten kann!

 

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Nele Neuhaus: Im Wald

Ein neuer Fall für Oliver von Bodenstein und Pia Sander (ehemals Kirchhoff)!
Julia Nachtmann hat die gekürzte Lesung – die aber immerhin doch noch neun CD’s umfasst! – des achten Falls des Ermittlerduos mit dem Titel „Im Wald“ übernommen:
Im Prolog erfährt man, dass 1972 nach einem Kind gesucht wird, das spurlos verschwunden ist…
2014: Felicitas Molin wird durch eine Explosion aus dem Schlaf gerissen und als sie aus dem Fenster schaut, sieht sie dann den brennenden Wohnwagen und im Feuerschein ganz in der Nähe eine Person stehen….
Von Bodenstein und Sander werden zu dem völlig ausgebrannten Wohnwagen, der auf einem einsamen Campingplatz mitten im Wald steht, gerufen. Die kurze Hoffnung, dass es sich nur um eine gefährliche Brandstiftung handelt, verflüchtigt sich schnell, denn neben den Spuren von Brandbeschleuniger wird in den Überresten des Wagens die verkohlte Leiche gefunden….
Dies ist der Anfang einer Mordserie, die bald ganz Ruppertshain in Aufruhr versetzt. Nachdem die Eigentumsverhältnisse des Wohnwagen geklärt sind, will man die Besitzerin zum Brand befragen, doch die lebt mittlerweile in einem Hospiz und ehe Oliver und Pia die Frau befragen können, wird sie ermordet aufgefunden. Ganz prekär wird die Ermittlung dann, als der Geistliche, der die kranke Frau zuletzt im Hozpiz besucht hatte, ebenfalls tot aufgefunden wird……
Und auch hier hört die Reihe der zu untersuchenden Todesfälle noch lange nicht auf….
Als Oliver v. Bodenstein den Namen der Frau erfährt, die im Hospiz ermordet wurde,  ist er erschüttert, kannte er diese doch gut aus seiner Kindheit…..
Und genau in diese Kindheit bzw. ins Jahr 1972 führt ein Großteil der Handlung, wie man schon im Prolog erahnen konnte. Der damals spurlos verschwundene Junge war Olivers bester Freund und im Verlauf der Handlung muss sich der Kommissar mit seiner Kindheit und mit seinem damaligen Freundeskreis auseinandersetzen, denn offenbar scheinen die Morde alle mit dem Verschwinden des Jungen von damals in Verbindung zu stehen….
Jetzt beim Schreiben der Rezension klingt das alles ganz gut nachvollziehbar, doch wenn man bei Julia Nachtmanns Vortrag nicht genau zuhört, dann kann man schon mal den roten Faden verlieren, denn es wimmelt hier von Mitwirkenden, die sich allesamt auf die eine oder andere Art kennen und sich teils nicht sonderlich mögen. Es gibt für mich hier zu viele Verwicklungen, die man erst einmal durchschauen und einordnen muss, was dann Abzug bei der Spannung gibt. Schade eigentlich, denn der Schreib- bzw. Erzählstil der Autorin gefällt mir gut und ich hoffe auf die Verfilmung (alle anderen Fälle sind ja schon im Fernsehen zu sehen gewesen), die dann vielleicht durch markante Gesichter die Einordnung der vielen Personen einfacher macht, denn der Vorleserin ist es durch Stimmenmodulation nicht gelungen hier Hilfestellung zu geben.
Fazit: Schade, das Hörbuch konnte mich nicht unbedingt fesseln, denn bei den vielen Mitwirkenden und deren Verwicklungen wird die Handlung undeutlich, was dann auf Kosten der Spannung geht und man Mühe hat den Täter auszumachen, obwohl die Autorin sonst einen guten Erzähl- bzw. Schreibstil hat.

 

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Die Bärenbande – In Skandinaviens Wäldern

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Diese herzerwärmende Naturdokumentation beginnt im Hohen Norden, wo Väterchen Frost mit eisiger Hand regiert: Alles ist weiß und schneebedeckt, aber unter der dicken Schneedecke, da gibt es eine lauschige Höhle in der drei junge Braunbären auf die Welt gekommen sind. Fünf Monate verbringen sie im Schutz der Höhle und der Wärme ihrer Mutter…..
Doch dann ist es endlich soweit, der Frühling mit der langsamen Schneeschmelze beginnt und die drei kleinen Bärchen erblicken zum ersten Mal Licht und Sonne…

 

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Der Lebensraum der gezeigten Braunbären liegt in den Wäldern Finnlands, Norwegens und Schwedens, wo nun die kleinen Bärchen auf Erkundungstour gehen und da sie noch nicht Freund und Feind kennen, ist ihre Mutter immer in ihrer Nähe, es sei denn man klettert wagemutig auf einen Baum, wo sich dann andere Waldbewohner zeigen. Allerdings kommt es da schon mal zu brenzligen Situationen, denn jetzt im Frühling sind alle Tiere ausgehungert und sie kämpfen um jedes Stück Nahrung das sie ergattern können.

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Neben den abenteuerbereiten Mini-Bären kommen hier Wölfe, Rentiere, Luchse, aber auch Greifvögel wie der Bartkauz oder der Seeadler vor die Kamera, denen man beim Beutemachen zusehen kann, denn sie haben ein sehr feines Gehör, dass auch die Lebewesen unter der dicken Schneeschicht ausmachen kann….

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Possierlich sind auch die Gleithörnchen, die sich von Baum zu Baum schweben lassen.
Nicht nur für „ Die Bärenbande “ hier im Film gibt es viel zu sehen und zu lernen, auch der Zuschauer wird mit wunderschönen Landschafts- und Tieraufnahmen belohnt und wer einmal den kleinen Bärchen in die Augen geschaut hat, der schmilzt sowieso dahin….
Die Kameraleute haben hier zu allen Jahreszeiten gedreht, was sicherlich manchmal auch eine körperliche Herausforderung war, denn bei Minustemperaturen zu drehen, stelle ich mir nicht einfach vor. Man sollte vor ihnen den Hut ziehen, dass ihnen ein so charmanter Film gelungen ist!
Fazit: Auch wenn die Naturdokumentation im Hohen Norden spielt, schmilzt das Herz sofort, wenn man in die Augen der drei kleinen Bärchen schaut, die hier zusammen mit dem Zuschauer ihre Welt erkunden! Sehr sehenswert!
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Helene Tursten: Jagdrevier

Jagdrevier von Helene Tursten

Helene Tursten schickt eine neue Ermittlerin auf Mördersuche!
Sie heißt Embla Nyström und beruflich arbeitet sie bei einer Spezialeinheit der schwedischen Polizei. Sie ist in ihrer Kindheit mit der Elchjagd großgeworden und mittlerweile selbst aktiv dabei, wenn sie wie jetzt ihren Urlaub bei ihrem Onkel Nisse in der Nähe von Göteburg verbringt. Er hat sie von kleinauf an dieses Thema herangeführt. Die beiden pflegen nun mit einer Gruppe von Gleichgesinnten die Tradition und jagen nach genauen Regeln Elche und andere Wildtiere, die dafür freigegeben wurden.
Am Abend vor der eigentlichen Jagd trifft man sich zum gemütlichen Beisammensein und einem reichhaltigen Buffet mit köstlichen Leckereien. Diesmal erscheint auch Peter Hansson, der nach dem Tod seines Vaters zum Leidwesen einiger Jagdteilnehmer wieder zurück auf den „Hansgarden“ gezogen ist und selbst die Jägerprüfung abgelegt hat.  Einige hatten mit dem Kauf des Grundstücks spekuliert, was nun nicht mehr in Betracht kommt.
Embla und Peter treffen bei diesem Abendessen erstmals aufeinander. Embla ist von ihm ganz angetan und im Verlauf der Handlung kommen die beiden sich näher.
Doch wer denkt, hopla, ist dies nicht ein Kriminalroman — doch, auf jeden Fall, nur diesmal steht die Ermittlerin mitten im Geschehen, das mit seltsamen Vorkommissen beginnt, die man erst auf zu viel Alkohol zurückführt bzw. als Sinnestäuschung abwiegelt, doch dann wird ein guter Jagdhund vergiftet, eine Schlange taucht dort auf, wo es keine Schlangen geben sollte und dann verschwinden zwei Jagdteilnehmer, wovon dann einer tot aus einem See geborgen wird. Es deutet zwar alles auf einen Unfall hin, aber der zweite Jäger bleibt verschwunden…..
Was auftaucht bei der Suche nach dem Vermissten ist eine merkwürdige Nachricht, die dann im Verlauf auch bei dem Toten aus dem See gefunden wird…
Emblas Urlaub ist damit vorbei, denn nun ist ihre Orts- und Menschenkenntnis gefragt und sie und weitere Ermittler machen sich an die Arbeit um herauszufinden von wem die mysteriösen Botschaften sind und ob noch weitere Jagdteilnehmer in Lebensgefahr schweben….
Der Titel „Jagdrevier“ ist gut gewählt, zumal man hier tatsächlich Einblick in Traditionen und Gebräuche der Elchjagd bekommt. Die Handlung  wird aus der Sicht der jungen Ermittlerin Embla Nyström  erzählt, was sehr gut gelungen ist. Zwar tappt sie etwas blauäugig in ihre Verliebtheit, behält aber einen kühlen und klaren Kopf, wenn es um die Ermittlungen geht, obwohl sie selbst in Lebensgefahr gerät…
Ich finde dieser erste Fall für die neue Ermittlerin reicht nicht ganz an die gewohnten spannenden Fälle mit Irene Huss heran, so dass der nächste Einsatz in dem Embla Nyström ermittelt, ruhig etwas kompakter sein darf. Es soll aber nicht heißen, dass dieses Buch nicht spannend ist, doch man hat es  – auch wegen dem guten Erzählstil der Autorin –  recht schnell durchgelesen.
Fazit: Embla Nyström hat ihren ersten Fall  mit Bravur und einigen Blessuren gelöst, so dass man auf den nächsten Fall gespannt sein darf, der hoffentlich nicht allzu lange auf sich warten lässt.

 

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Rodencia und der Zahn der Prinzessin 3 D

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Dieser entzückende peruanische Animationsfilm führt die großen und kleinen Zuschauer in das tief verborgene Königreich Rodencia. Die Einwohner dieses Reiches sind Mäuse, die in Familien zusammenleben und ein Mäusevater erzählt dann seinem kleinen Sohn folgende Geschichte:
Der kleine Held des Abenteuers ist der etwas tollpatschige und unbedarfte Mäusejunge Edam, der bald großen Mut beweisen muss:

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Man erkennt ihn sofort an seiner putzigen Inka-Mütze. In den Wäldern übt er Zaubersprüche, die ihm der alte Zauberer des Reiches beigebracht hat, die aber noch nicht so gut gelingen. Sein Zauberstab ist besonders, denn er besteht aus dem Schnurrhaar einer Katze!

 

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Edams ständige Begleiterin ist das hübsche Mäusemädchen Brie, die ihn tatkräftig bei seinen Unternehmungen und dem folgenden Abenteuer unterstützt.

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Das Königreich Rodencia wird von einem sympathischen Königspaar regiert. Die beiden haben eine Tochter, die bald einen wichtigen Part in der Geschichte übernehmen wird…
Das friedliche Dasein des Königreichs wird jäh unterbrochen, als sich eine riesige Rattenarmee auf den Weg nach Rodencia macht, denn der Rattenkönig will das Mäusereich übernehmen. Sollte das gelingen wird bald nur noch Dunkelheit und Verderben dort herrschen….
Nur ein sagenumwobener weißer magischer Zahn kann Rodencia retten und so macht sich Edam nebst Brie und noch zwei weiteren tapferen Wegbegleitern auf die Suche nach dem geheimnisvollen Gegenstand, der sie dann in die Stadt der Menschen führt, wo viele Gefahren auf sie lauern…
Ob sie ihrer Mission gewachsen sind, erfährt man, wenn man sich diesen optisch und auch inhaltlich gelungenen Animationsfilm nicht entgehen lässt!
Wer wie ich die 3D-Fassung von „Rodencia und der Zahn der Prinzessin“ anschauen kann, der wird in die magische Welt hineingesogen und befindet sich bald mit dem kleinen Helden Edam und seiner Freundin Brie auf einer abenteuerlichen Mission, die sicherlich große und kleine Zuschauer gleichermaßen begeistern wird.
Als Bonus gibt es noch verschiedene Trailer des Films u.a. in spanischer Sprache. Auch wenn man kein Spanisch spricht, ist es ein Ohrenschmaus Edam mal in dieser Vertonung anzuhören. „Hola“
Fazit: Empfehlenswerter, rundum gelungener Animationsfilm, der Groß und Klein verzaubern wird!

Hier gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack in Form des Trailers

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Harlan Coben: Das Grab im Wald

Das Grab im Wald von Harlan Coben

Mein erster Kontakt mit dem Thrillern von Harlan Coben war das Hörbuch „Wer einmal lügt“. Das hatte mich so begeistert, dass ich jetzt nach und nach begonnen habe, seine Bücher zu lesen.
Ich finde Dich“ machte da den Anfang, dann folgte „Ich vermisse Dich“, „Kein Sterbenswort“ und jetzt „Das Grab im Wald“. Keines der Bücher konnte ich aus den Händen legen, hatte ich einmal angefangen zu lesen.
Auch diesmal habe ich die Seiten nur so verschlungen, denn die sehr anschauliche Erzählweise des Autors ist fesselnd, nimmt er doch den Leser mit an die Orte des Geschehens und man durchläuft mit dem Erzähler – in diesem Fall Bezirksstaatsanwalt Paul „Cope“ Copeland – die Höhen und Tiefen seines Lebens:
Als zwei Polizisten ihn bitten einen Blick auf einen Toten zu werfen, glaubt Cope anfangs noch es habe etwas mit seiner Arbeit zu tun. Doch das ändert sich schnell, denn der Tote, der laut seiner mitgeführten Papiere Manolo Santiago heißt, ist – da ist sich Paul Copeland sehr sicher –  jemand aus seiner Vergangenheit und sein richtiger Name ist Gil Perez und er ist eigentlich, genau wie Pauls Schwester Camille seit 18 Jahren tot!
Während eines Aufenthalts in einem Feriencamp wurden die beiden nebst zwei weiteren Jugendlichen vom Campmitarbeiter Wayne Steubens ermordet. Die Leichen von Gil und Camille wurden jedoch nie gefunden, es wurde vermutet, dass der Mörder sie irgendwo in dem großen Waldgebiet verscharrt hat…
Cope ist sich sicher, dass Gil Perez jetzt vor ihm im Leichenschauhaus liegt, doch dessen Eltern sind da ganz anderer Ansicht und beharren auch nach einem persönlichen Gespräch darauf, dass der Tote nicht Gil ist…..
Wer hat nun recht??? Paul will es unbedingt herausfinden, denn wenn Gil noch gelebt hat, was ist dann mit seiner Schwester passiert?
Das Abtauchen in die Vergangenheit wird für Paul Copeland sehr schmerzlich und am Ende steht er vor einen großen Scherbenhaufen an Emotionen und nichts ist mehr so wie es einmal war….
Ich bin noch ganz überwältigt von dieser Story, die so realistisch geschrieben wurde, dass man durchaus ein wahres Geschehen vermuten könnte…
Fazit: Harlan Coben ist ein fabelhafter Geschichtenerzähler, der es meisterhaft versteht seinen Leser in den Bann zu ziehen und man tranceartig die Seiten verschlingt! Unbedingt lesen!
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Melanie Lahmer: Kuckucksbrut

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Der zweite Fall für Kommissarin Natascha Krüger und ihre Kollegen, die im Siegerland ermitteln.
Auf der Suche nach historischen Stätten des Mittelalters, um sie dann in einem Wanderführer zu veröffentlichen, ist Hartmut Sänger im Wald unterwegs und fotografiert interessante Stellen. Nachdem er am Vollstreckungsort des Henkers gewesen ist, macht er sich noch auf den Weg zum Richtertisch: Einer großen Steinplatte, die mit 13 moosbewachsenen Findlingen umrundet ist.  Und genau dort macht er eine grausige Entdeckung: Eine tote nackte Frau liegt auf der großen Steinplatte und der Leichnam ist von unzähligen Schmeißfliegen bedeckt….
Neben den Ermittlungen um den gewaltsamen Tod der Frau, die einen Ehemann und ein kleines Kind hinterlässt, taucht immer in der Handlung der Gedankengang des Täters auf, der sich schon wieder ein neues Opfer ausgespäht hat und das im wahrsten Sinnes des Wortes, denn er stalkt eine junge verheiratete Frau, die wiederum ein kleines Kind hat, dass im Verlauf der Handlung noch in große Gefahr gerät.
Auch die Dorfbewohner haben so ihre Vorstellungen, wer der Mörder sein könnte und es kommt zu einer Selbstjustizhandlung, in deren Verlauf jemand schwer verletzt wird und sogar Schüsse fallen…..
Soweit so gut, mehr wird nicht erzählt…
Hatte mich das Erstlingswerk „Knochenfinder“ noch nicht so begeistern können, muss ich bei „Kuckucksbrut“ sagen, dass es mir wesentlich besser gefallen hat und ich es durch den flüssigen Schreibstil als sehr angenehm zu lesen fand. Die Autorin schafft es Spannung aufzubauen, allerdings wird dem gewieften Krimi-Leser schon durch den Titel des Buches eine Richtung gewiesen, in der hier ermittelt wird. Der eigentliche Täter bleibt lange verborgen, allerdings waren mir – genau wie im ersten Buch – die Beweggründe, weshalb gemordet wurde wieder zu dürftig bzw. zu ungenau ausgearbeitet. Die Rahmenhandlung ist anschaulich, wenn auch teils etwas diffus, was aber den Lesefluss nicht beeinträchtigt.
Auf jeden Fall ist dieses Buch schon mal eine gute Steigerung zum Erstlingswerk und als leichter Lesestoff im Urlaub durchaus geeignet.
Fazit: Leichter, gut lesbarer Krimistoff!
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