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Gisa Pauly: Wellenbrecher

Piper Verlag

Das Cover des 12. „Mamma-Carlotta-Krimis“ ist wieder liebevoll gestaltet und passt zum Titel „Wellenbrecher“, der diesmal  nicht nur etwas mit dem Küstenschutz der Insel Sylt zu tun hat, sondern in das gleichnamige italienische Hotel „Frangiflutti“ in Wenningstedt führt, wo Mamma Carlottas Enkelin eine Ausbildung angefangen hat…
Im Verlauf des Geschehens verschwindet ein dort angestellter Kellner des Hotelrestaurants. KHK Erik Wolf übernimmt nebst seinem jungen Kollegen Sören die Ermittlungen.
Wie sollte es auch anders sein, wenn Mamma Carlotta auf der Insel weilt, passiert so einiges, wofür sie sich interessiert und wenn es nur der Inkognito-Besuch im neuen italienischen Hotel ist, wo ihre Enkelin an der Rezeption arbeitet. Als sich dann noch herausstellt, dass die Ehefrau des Hotelbetreibers Carlottas beste Freundin aus Kindertagen ist, ist die Freude groß, doch die währt nicht lange..,
Bald kursieren Gerüchte von gepanschtem italienischem Wein, der den Weg nach Sylt gefunden hat und eine Spur führt zu zwei guten (heimlichen) Freunden von Mamma Carlotta…
Nicht nur das die sonst recht zurückhaltende Nachbarin der Familie Wolf plötzlich Kontakt zu Mamma Carlotta aufnimmt und sich die Nächte mit ihr um die Ohren schlägt, sondern dass die von Kommissar Wolf nicht sonderlich geschätzte Staatsanwältin plötzlich Mamma Carlotta als Dolmetscherin avisiert und dann auch noch mit ihr einen „getarnten“ Ausflug in Carlottas Heimat unternimmt, bringt nicht nur das Gefühlsleben von Erik Wolf durcheinander, sondern verlangt auch von Mamma Carlotta reichlich viel ab……
Wie gewohnt heiter, aber nicht minder spannend erzählt Gisa Pauly diesen Kriminalroman. Auch sind am Ende des Buches wieder die passenden Rezepte von Mamma Carlottas verführerischen Mahlzeiten aufgeführt und regen zum Nachkochen an.
Ich habe das Buch und die turbulenten Ereignisse auf Sylt und diesmal auch in Italien genossen. Der Erzählstil ist angenehm, man hat sich schnell ins Geschehen eingelesen und möchte eigentlich bei Familie Wolf gern einmal zu Gast sein, denn die Kochkünste von Mamma Carlotta laden dazu ein.
Fazit: Im gewohnt heiteren, aber auch durchaus spannenden Erzählstil hat Mamma Carlotta hier wieder ihren Auftritt und ist diesmal sogar in geheimer Mission unterwegs, was zu reichlich Aufregung und Turbulenzen führt, die aber auf gar keinem Fall fehlen dürfen, machen sie doch auch diese Reihe aus! Bitte weiter so und mehr davon!

 

 

 

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Savva – Ein Held rettet die Welt

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Savva, der Titelheld dieses Animationsfilmes ist ein kleiner Junge, der mit seiner Mutter in einem Dorf lebt. Die Mutter erzählt ihm von weißen Wölfen, die das Dorf beschützen…

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Eines Tages sind die Dorfbewohner allesamt in Aufruhr, denn der kleine Ort wird von merkwürdigen bunten drachenähnlichen Wesen, den Hyänen, angegriffen und wer sich nicht schnell in Sicherheit bringen kann, der wird eingefangen und versklavt. Wo sind die weißen Beschützer hin?
Savvas Mutter erkennt die Gefahr und beordert ihren Sohn in den Keller, wo er sich verstecken soll. Sie selbst wird gefangengenommen und mit anderen Dorfbewohnern in einen Käfig gesperrt.
Als Savva versucht seine Mutter zu befreien, wird er von den Hyänen entdeckt und verfolgt….
Während er um sein Leben läuft, entfernt er sich immer weiter vom Dorf und irgendwann kommt er in eine sehr brenzlige Situation, aus der ihm ein weißer Wolf hilft…
Erschöpft sinkt Savva auf einer Lichtung in tiefen Schlaf. Als er wieder erwacht, glaubt er an einen abenteuerlichen Traum, wo ihn der weiße Wolf zur Hilfe kam…
Doch es war kein Traum und der weiße Wolf existiert und er stellt sich als Angee vor. Er erzählt Savva von einem mächtigen Magier, der oben auf dem Berg wohnt und der sicherlich dem Dorf helfen kann…
Savva will sich sofort auf den Weg dorthin machen, doch der Wolf erzählt von einem großen Hindernis, denn der Berg wird von einer dreiköpfigen Affenkönigen und ihren Heerscharen bewacht und deshalb ist es eine gefährliche Mission, die dem jungen Helden bevorsteht. Doch Savva lässt sich nicht davon abbringen seine Mutter und die anderen Dorfbewohner zu retten, gemeinsam mit dem weißen Wolf und mit weiteren Weggefährten, die im Verlauf dazukommen, macht er sich auf ins Abenteuer…..
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Die Handlung vonSavva – Ein Held rettet die Welterinnerte mich ein bißchen ans „Dschungelbuch“ und die optisch gut gelungen Figuren auch teilweise an „Final Fantasy“ o.ä.. Aber das ist nicht besonders wichtig, sondern der Mix der daraus entstanden ist, hat Unterhaltungswert, denn es ist daraus ein mit teils drolligen Figuren besetztes, charmantes, manchmal auch etwas gruseliges, aber spannendes Abenteuer für Jung und Alt entstanden.
Ach ja, besonders gut hat mir die in der Geschichte vorkommende Hexe gefallen, denn die  überrascht und ist so ganz anders als man sich sonst so ein Wesen vorstellt, da hatten die Filmemacher hier mal eine tolle Idee!
Fazit: Handlungsmäßig nicht unbedingt neu bzw. ein Puzzle aus vielen bereits erzählten Geschichten, was aber dem Unterhaltungswert nicht schmälert, besonders auch, da die Figuren hier optisch schön gelungenen sind, was sicherlich den jungen Zuschauern  gut gefallen wird.

 

 

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Die Bärenbande – In Skandinaviens Wäldern

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Diese herzerwärmende Naturdokumentation beginnt im Hohen Norden, wo Väterchen Frost mit eisiger Hand regiert: Alles ist weiß und schneebedeckt, aber unter der dicken Schneedecke, da gibt es eine lauschige Höhle in der drei junge Braunbären auf die Welt gekommen sind. Fünf Monate verbringen sie im Schutz der Höhle und der Wärme ihrer Mutter…..
Doch dann ist es endlich soweit, der Frühling mit der langsamen Schneeschmelze beginnt und die drei kleinen Bärchen erblicken zum ersten Mal Licht und Sonne…

 

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Der Lebensraum der gezeigten Braunbären liegt in den Wäldern Finnlands, Norwegens und Schwedens, wo nun die kleinen Bärchen auf Erkundungstour gehen und da sie noch nicht Freund und Feind kennen, ist ihre Mutter immer in ihrer Nähe, es sei denn man klettert wagemutig auf einen Baum, wo sich dann andere Waldbewohner zeigen. Allerdings kommt es da schon mal zu brenzligen Situationen, denn jetzt im Frühling sind alle Tiere ausgehungert und sie kämpfen um jedes Stück Nahrung das sie ergattern können.

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Neben den abenteuerbereiten Mini-Bären kommen hier Wölfe, Rentiere, Luchse, aber auch Greifvögel wie der Bartkauz oder der Seeadler vor die Kamera, denen man beim Beutemachen zusehen kann, denn sie haben ein sehr feines Gehör, dass auch die Lebewesen unter der dicken Schneeschicht ausmachen kann….

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Possierlich sind auch die Gleithörnchen, die sich von Baum zu Baum schweben lassen.
Nicht nur für „ Die Bärenbande “ hier im Film gibt es viel zu sehen und zu lernen, auch der Zuschauer wird mit wunderschönen Landschafts- und Tieraufnahmen belohnt und wer einmal den kleinen Bärchen in die Augen geschaut hat, der schmilzt sowieso dahin….
Die Kameraleute haben hier zu allen Jahreszeiten gedreht, was sicherlich manchmal auch eine körperliche Herausforderung war, denn bei Minustemperaturen zu drehen, stelle ich mir nicht einfach vor. Man sollte vor ihnen den Hut ziehen, dass ihnen ein so charmanter Film gelungen ist!
Fazit: Auch wenn die Naturdokumentation im Hohen Norden spielt, schmilzt das Herz sofort, wenn man in die Augen der drei kleinen Bärchen schaut, die hier zusammen mit dem Zuschauer ihre Welt erkunden! Sehr sehenswert!
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Elisabeth Herrmann: Der Schneegänger

Der Schneegaenger von Elisabeth Herrmann 
Hut ab Frau Herrmann, hier haben Sie wieder ein Buch abgeliefert, dass man nicht aus den Händen legen kann! Der Prolog hat es ja schon in sich und das ganze Buch hindurch verfolgt man gedanklich eine Spur, bzw. hat eine Ahnung was geschehen sein könnte und wenn ich nicht schon ein paar Bücher aus Ihrer Feder gelesen hätte, wäre ich vielleicht auf dieser Spur geblieben… 
Aber bei den Geschichten von Elisabeth Herrmann sollte man sich nicht darauf verlassen, dass alles was an der Oberfläche schwimmt, auch dann des Rätsels Lösung ist und auch diesmal ist es ihr gelungen, dass „Der Schneegänger“ ganz anders endet, als man es noch nach den ersten Seiten hätte vermuten können. Einfach klasse!!!
Außerdem hat mir an diesem Buch gut gefallen, dass hier wieder ein Ermittlerduo auftaucht, dass mir bereits gut aus „Das Dorf der Mörder“ bekannt  ist, nämlich Kriminalkommissar Lutz Gehring und Sanela Beara, eine junge Polizistin, die mittlerweile Beamtin auf Probe ist und sich auf der Hochschule für auf den gehobenen Polizeidienst vorbereitet.
Doch das ganze trockene Lernen fällt Sanela Beara sichtlich schwer, wäre sie doch lieber bei richtigen Ermittlungen dabei. Diese Chance bekommt sie, als sich Kommissar Gehring an sie wendet, denn er will sie dabei haben, wenn man den Eltern des  vor vier Jahren spurlos verschwundenen Darijo Tudor mitteilt, dass man seine sterblichen Überreste gefunden hat.
Gehring erinnert sich noch gut daran, wie der Junge überall gesucht wurde, denn nach dem Verschwinden des Kleinen wurde auch in Richtung Entführung ermittelt, doch alle Spuren verliefen im Sande und der Junge blieb verschwunden bis jetzt, denn nachdem ein Skelettfund im Grunewald gemeldet wurde und es sich nach Angaben des Rechtsmediziners um einen 8 – 10 Jahre alten Jungen handelt, hatte der Kommissar sofort den Namen Darijo Tudor vor Augen, was sich dann auch als richtig erweisen sollte. Allerdings weist der Schädel auffällige Verletzungen auf, deren Ursache untersucht werden muss….
In den vier Jahren nach dem Verschwinden des Jungen war mit den Eltern einiges passiert, was den Kommissar aufhorchen lässt: Die Ehe ist zerbrochen.  Der Vater des Jungen ist zwar immer noch als Biologe in der Wolfsforschung tätig, doch die Mutter hat mittlerweile ihrem ehemaligen Arbeitgeber Günter Reinartz, einem sehr angesehenen wohlhabenden Mann geheiratet , der offensichtlich für sie seine damalige Frau und seine zwei Söhne verlassen hat. Aber irgendetwas stimmt mit der ganzen Familie nicht und der Verdacht von vor vier Jahren keimt wieder, dass man den falschen Jungen entführt hatte….. 
Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, nistet sich Sanela Beara undercover als Putzfrau bei Familie Reinartz ein und tatsächlich bringt sie am Ende der Ermittlungen Licht in die ganze Untersuchung……
Ich kann nur noch sagen, bitte noch mehr Einsätze für dieses Ermittlerteam und weiterhin so spannende Bücher, die so geschrieben sind, dass sie Sogcharakter haben…..
Fazit: So müssen Krimis sein, Seite um Seite Spannung pur!

Erschienen im Goldmann-Verlag: Gebundenes Buch, 448 Seiten,
ISBN: 978-3-442-31386-0   19,99 EUR
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Varg Veum

 

 

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Varg Veum“ ist ein ehemaliger Mitarbeiter des Jugendamtes im norwegischen Bergen. Warum genau er dort nicht mehr tätig ist, bleibt etwas nebulös, aber das ist auch egal, denn nun ermittelt er als selbstständiger Privatdetektiv und er hat immer noch gute Kontakte zu dieser Behörde, denn seine Lebensgefährtin Karin arbeitet dort.
Polizeiliche Unterstützung – wenn auch manchmal sehr widerwillig – bekommt er von seinem Freund Kommissar Hamre.
Varg (Trond Espen Seim) ermittelt am liebsten allein und auf seine ganz eigene unnachgiebge Art, denn wenn er einmal Witterung aufgenommen hat, bleibt er zielstrebig und hartnäckig auf seiner Fährte. Trotz seiner rauhen Schale zeigt er aber auch, dass er immer mit viel Herz bei der Sache ist, was ihm das gewisse Etwas verleiht und was auf Frauen sehr anziehend wirkt.
Früher scheint er auch kein Kostverächter gewesen zu sein, aber seit er mit Karin zusammen ist, ist er ruhiger und etwas zahmer geworden, was auch damit zusammenhängen könnte, dass die beiden bald Eltern werden. Um etwas kürzer zu treten arbeit Varg am Anfang der Serie noch als Lehrer, doch im Verlauf ist wieder sein Spürsinn als Privatdetektiv erforderlich:
Gleich der erste Fall hat etwas mit Vargs Vergangenheit als Mitarbeiter des Jugendamtes zu tun. Damals kam eine seiner Schützlinge ums Leben. Aufgrund Vargs Zeugenaussage  wurde jemand zur Rechenschaft gezogen und saß dafür sechs Jahre im Gefängnis. Als er entlassen wird, will er unbedingt, dass Varg seine Unschuld beweist…..
Karin bittet Varg darum ihre drogensüchtige und irgendwann untergetauchte Schwester Siren zu suchen, denn die Mutter der beiden liegt im Sterben und ihr sehnlichster Wunsch ist es, Siren noch einmal zu sehen. Doch die hat allen Grund unterzutauchen wie sich später rausstellt……
Ein Teenager soll angeblich seine Pflegeeltern erschossen und die Nachbarstochter als Geisel genommen haben. Er will mit niemand anderem als Varg reden, dem er schwört, dass er nicht der Mörder ist und Varg versucht nun seine Unschuld zu beweisen….
Even, ein alter Freund von Varg war lange Zeit in Afghanistan im Krieg und arbeitet jetzt für eine Sicherheitsfirma. Dort kommt es zu einer Explosion, die Even angeblich herbeigeführt hat und er kommt dabei ums Leben. Doch Varg kann nicht glauben, dass sein alter Freund Schuld an der Sache ist und er beginnt zu ermitteln und eine Spur führt  nach Budapest….
Als eine junge Asylbewerberin stirbt, die durch Karin im Jugendamt betreut wird, stößt Varg bei der Todesursache auf viele Merkwürdigkeiten und er scheint auf etwas Brisantes gestoßen zu sein, denn plötzlich ist Karins Leben in Gefahr….
Im letzten Teil bekommt Varg den Auftrag eine junge Frau zu suchen.  Was wie ein normaler Vermisstenfall aussieht, wird plötzlich zu einem weitreichenden, ins Drogen- und Rotlichtviertel führender Fall und bald werden Leichenteile gefunden, die man überall in Bergen verstreut findet….
Als Bonus gibt es noch einen Blick hinter die Kulissen dieser unbedingt beachtenswerten nordischen Krimi-Serie.
Zwar kommt in keiner Folge der sehr sympathische Ermittler ohne Blessuren davon, aber da scheint er hart im Nehmen zu sein.  Die Fälle haben immer etwas Düsteres an sich und  zeigen neben der Krimihandlung auch unverblümt die vielen sozialen Probleme und Brennpunkte auf, um die es zumeist in den Folgen geht.
Fazit: Die nordische Krimilandschaft ist um einen sympathischen Ermittler reicher, von dem man hoffentlich noch viel zu sehen bekommt!
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