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West of Liberty

Edel Motion VÖ 06.12.19

Die vierteilige Serie „West of Liberty“ basiert auf der gleichnamigen Romanvorlage des schwedischen Autors Thomas Engström. Ich habe das Buch nicht gelesen und kann daher keine Vergleiche ziehen, aber durch den vielversprechenden Trailer angelockt und dann noch gleich zwei tolle deutsche Schauspieler wie Wotan Wilke Möhring und Lars Eidinger in einer Verfilmung, das sind schon mal gute Voraussetzungen um diese Serie anzuschauen.

Zum Inhalt:

Es gab schon bessere Zeiten für den ehemaligen Stasi-Spitzel und Doppelagenten Ludwig Licht (Wotan Wilke Möhring), der sich mit seiner eigenen Kneipe in Berlin irgendwie über Wasser hält, aber auch sein bester Kunde ist.
Plötzlich klingelt sein Kontakttelefon aus „alten Zeiten“ und tatsächlich ist am anderen Ende sein ehemaliger  CIA-Kollege GT Berner (Matthew Marsh), der kurz vor seinem Ruhestand steht, davon aber nichts wissen will. Berner erzählt von einem Überfall in Marrakesch, wo drei amerikanische Staatsbürger ermordet wurden. Eine Frau ist Zeugin dieses Überfalls und diese wendet sich in Berlin an die amerikanische Botschaft, denn sie fühlt sich verfolgt…
Licht kann es kaum glauben, aber ehe er sich versieht hat Berner ihn mit einem Auftrag gekapert, der wieder Geld in seine leeren Taschen spülen soll.  Lichts Aufgabe ist es die Frau aufspüren, ein Auge auf sie zu haben und sie zu einem Gespräch mit Berner zu motivieren. Berner vermutet, dass die Zeugin, die sich telefonisch an ihn gewandt hat, niemand anderes als Faye Morris ist, eine wichtige Person, die mit der Enthüllungsplattform „Hydraleaks“ in Verbindung steht. Berner hofft über Faye den untergetauchten Whistleblower und Kopf von Hyraleaks Lucien Gell ausfindig zu machen um somit noch eine Verlängerung seines Dienstes beim CIA zu bewirken. Berner ist fest davon überzeugt, dass Faye genau weiß, wo Lucien sich versteckt hält….
Man braucht nicht lange nachzudenken um herauszufinden, wer für Lucien Gell und die Enthüllungsplattform „Hydraleaks“ Pate steht. Besonders wie Lars Eidinger den untergetauchten Whistleblower darstellt, ist gelungen und hat Wiedererkennungswert mit der realen Person.
Dass in unserer schnelllebigen Zeit viel passiert, was hier in dem Thriller gezeigt wird, ist eigentlich beängstigend und von der Realität bereits eingeholt worden. Viel davon kann man leider jeden Tag in den Nachrichtensendungen verfolgen.
Ob es an der Synchronisation oder an den Dialogen selbst lag, ich kann es nicht genau sagen, aber irgendwie sprang der Funke bei dieser Buchverfilmung nicht rüber. Einen Agentenfilm mit Berlin als Kulisse finde ich nicht schlecht und bietet sich durch die Geschichtsträchtigkeit der Stadt an und passt.  Das Schauspiel-Ensemble macht einen guten Job, aber an manchen Stellen in der Story hapert es für mich einfach, was schade ist, denn ich hatte mir durch den Trailer inspiriert, tatsächlich mehr versprochen!
Fazit: Schade, hier gibt es Punktabzug durch eine holprige Story trotz toller Besetzung und gelungener Kulisse

 

 

 

 

 

 

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Lommbock

 

An den Vorgänger-Film “Lammbock” konnte ich mich noch vage erinnern und zur Auffrischung zu „Lommbock“ habe ich mir auch den ersten der „Kiffer-Filme“ noch einmal angeschaut.
Hier kommt ein kurzer Refresh:
Die beiden Freunde Stefan (Lucas Gregorowicz) und Kai (Moritz Bleibtreu) betreiben gemeinsam die Pizzaria „Lammbock“ mit hauseigenem Lieferservice. Die ganz besondere Spezialität auf der Speisekarte heißt Pizza Gourmet, wo unter der in der Mitte platzierten Salami-Scheibe ein kleines Alu-Päckchen mit selbst angebautem Cannabis versteckt ist.
Das Geschäft läuft gut und zumindest Kai ist mit seinem Leben zufrieden, Stefan hingegen schwankt immer noch zwischen seinem Jura-Studium und einer Auszeit in südlicher Richtung, wo er seinen Traum eine Strandbar zu eröffnen, verwirklichen möchte…
Das gut laufende Geschäft scheint extrem in Gefahr zu raten, als Blattläuse die „Anzucht-Plantage“ befallen, nun ist guter Rat teuer wie man die Plagegeister vertreiben kann…
Der Film endet mit einer Abschiedsszene am Flughafen, wo Stefan sich in Richtung Süden aufmacht und gemeinsam mit seinem Freund Kai noch die letzte „Tüte“ raucht.

Zum Inhalt der Fortsetzung:
15 Jahre sind vergangen und Stefan lebt mittlerweile in Dubai, ist beruflich etabliert und will heiraten. Da er aber noch schnell einige Papiere dafür besorgen muss, macht er sich flux auf in Richtung Deutschland und will dann so schnell wie möglich wieder zurück zu seiner Liebsten.
Doch aus gleich zurück nach Dubai wird so schnell nix, denn am Flughafen wartet schon sein alter Freund Kai mit einer Pizza Gourmet…
Der erste Halt der beiden Freunde ist ihre ehemalige Pizzeria, die jetzt „Lommbock“ heißt, aber weiterhin von Kai mehr recht als schlecht betrieben wird, allerdings stehen jetzt Asia-Leckereien auf der Speisekarte…
Der alten Zeiten wegen schwelgen sie in Erinnerungen bzw. erzählen sich ihr bisheriges Leben, wobei Kai mal wieder mit einem Redefluss aufwartet, der es in sich hat. Beim Erzählen bleibt es nicht, bald wird eine „Tüte“ angezündet, was allerdings für Stefan unerwartete Schwierigkeiten zur Folge hat, denn in Dubai muss er sich vor der Hochzeit einem Drogentest unterziehen….

Aufregende turbulente Zeiten folgen jetzt, denn Stefan muss clean werden bevor er wieder zu seiner Liebsten reisen kann. Doch wie schon im ersten Film, ist das ein schwieriges Unterfangen…..
Die Fortsetzung kann erst einmal mit der identischen Besetzung punkten, denn Moriz Bleibtreu und Lucas Gregorowicz sind wieder in ihre Rolle geschlüpft als wären keine 15 Jahre vergangen. Ein Wiedersehen gibt es auch mit Wotan Wilke Möhring, der ja bereits im ersten Teil eine besondere Rolle gespielt hat und auch Alexandra Neldel ist wieder mit dabei!
Auch wenn im Film der Satz fällt: „Ich kiffe nicht mehr“, ist die Luft doch „rauchig“, der Blick zuweilen getrübt bzw. plötzlich auch mal schwarz-weiß. Die Männerfreundschaft aber funktioniert auch nach 15 Jahren uneingeschränkt, komme was da wolle!
Im Bonusmaterial gibt es u.a. auch noch einem Blick hinter die Kulissen und hier einen kleinen Vorgeschmack: Trailer
Fazit: Die Fortsetzung ist gelungen, mit reichlich Situationskomik bestückt und durch das tolle Darsteller-Ensemble erneut eine unterhaltsame „Kiffer-Komödie“ !
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