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The Circle

Universum Film VÖ 26.01.18

Die junge Mae Holland (Emma Watson) ist überglücklich als sie durch ihre Freundin Annie ein Vorstellungsgespräch bei der großen Internet-Firma „The Circle“ vermittelt bekommt.
Maes großer Traum geht in Erfüllung und sie bekommt dort eine Anstellung.
Das große Ziel/die Vision der Firmenchefs Bailey und Stenton (gespielt von Tom Hanks und Patton Oswalt) ist es, dass durch eine Bündelung aller Online-Dienste, die große Menge an User-Daten zu einer einzigen Online-Identität zusammengefügt werden, um so totale Transparenz zu schaffen…..
Baileys Slogan für diese Transparenz ist: „Etwas zu wissen ist gut, alles zu wissen ist besser“.
Auf einer Mitarbeiterversammlung präsentiert er das neueste technische „Wunder“ der Firma in Form einer kleinen kugelförmigen Kamera, die durch eine drahtlose Satellitenverbindung rund um die Uhr Bilder/Filme aufzeichnet und direkt mit dem Internet verknüpft ist, so dass jeder auf der Welt sehen kann, was am anderen Teil der Welt gerade passiert….
Mae ist zwar anfangs etwas irritiert über die vielen Projekte/Aktivitäten, die sie alle auf „freiwilliger Basis“ nutzen kann, dann aber bei Nichterscheinen von ihren Kollegen auf die „Wichtigkeit der Teilnahme“ hingewiesen wird.  Doch sie passt sich an und lässt sich bereits nach kurzer Zeit von den Ideen/Visionen ihrer Chefs begeistern.  Sie avanciert dann im Verlauf zu einem Art „Aushängeschild“ der Firma und steigt in die oberste Mitarbeiter-Riege auf.  Maes Leben spielt sich nur noch in dem Geflecht des Circles ab und sie ist glücklich damit. Doch dann passiert etwas Gravierendes und Maes Leben gerät ins Wanken…..
Hier gibt es schon mal einen kleinen Vorgeschmack:
Trailer
Soziale Medien und die damit verbundenen Möglichkeiten sind mir durchaus bekannt. Ein wenig hat mich der Stoff des Films an das Buch „1984„von George Orwell  erinnert, der ja schon viel früher die drohenden Gefahren einer totalen Überwachung aufgeschrieben und davor gewarnt hat.
Dave Eggers gleichnamiger Roman lieferte die Vorlage zu diesem Film, den ich allerdings nicht gelesen habe.
So ganz gelungen finde diesen Spielfilm auch nicht, denn wenn ich mir vorstelle, dass er als Mahnung/Aufrüttelung der Internet-Generation gedacht ist, fehlt mir besonders die Hervorhebung des psychischen Drucks, der auf den Mitarbeitern liegt, wenn die „auf freiwilliger Basis“ an allen Aktivitäten der Firma teilnehmen „dürfen“.
Besonders den Part von Tom Hanks fand ich etwas blass bzw. zu zahm, denn jemanden, der für seine Vision verbissen kämpft und eigentlich „die Welt regieren“ will, stelle ich mir einfach anders vor.
Fazit: Für die Social-Media-Nutzer-Generation sicherlich unterhaltsam, aber zu seicht um Aufzurütteln bzw. vor den Gefahren der totalen Transparenz zu warnen!

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