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Tina Frennstedt: Cold Case – Das gezeichnete Opfer –

Lübbe

Nach dem spannenden DebütDas verschwundene Mädchen“  geht die schwedische  „Cold-Case-Reihe“ mit dem Titel „Das gezeichnete Opfer“ weiter.
Die Existenz des Cold-Case-Teams um Hauptkommissarin Tess Hjalmarsson in Malmö steht auf wackligen Beinen, denn es sind Umstrukturierungen angesagt, da die Bandenkriminalität in letzter Zeit extrem zugenommen hat und sich die Fälle in dieser Richtung häufen, macht die Chefetage der Polizei Druck. Die will Ergebnisse sehen, um wieder Ruhe auf die Straßen zu bringen, so dass dies oberste Priorität hat und alle verfügbaren Mitarbeiter zur Bearbeitung der aktuellen Fälle eingesetzt werden sollen…
Dann wird unterhalb eines Leuchtturms die Leiche der Künstlerin Mischa Lindberg gefunden. In der Gegend war sie allerdings nicht bei jedermann beliebt, denn sie eckte mit ihren provokanten Arbeiten oftmals an. Gerade war sie wieder in den Medien vertreten, denn bei einem Einbruch  wurde eines ihrer umstrittenen Bilder, das demnächst bei einer Kunstausstellung präsentiert werden sollte, mutwillig zerstört..
Schnell wird aus dem Leichenfund ein Mordfall. Besondere Aufmerksamkeit erregt der Fall dann bei Tess, als die Spurensicherung eine ganz besondere Art hellen Lehms sicherstellt, der im Verlauf dann zu einem ungeklärten Mordfall aus dem Jahr 2004 führt:
In einer verregneten Nacht wurde auf dem Nachhauseweg der Musikstudent und aufstrebende Pianist Max Lund brutal ermordet. Obwohl die Polizei in alle Richtungen ermittelte und es durchaus Verdächtige gab, konnte der Fall nie zum Abschluss gebracht werden. Auf dem Pullover des Opfers wurden damals ebenfalls Spuren von dieser hellen Lehmart sichergestellt, dessen Herkunft man aber bis heute nie ermitteln konnte. Tess hofft, dass durch die neuen wissenschaftlichen Untersuchungsmethoden hier schnell hilfreiche Erkenntnisse gezogen werden können…
Bis hier „das Böse“ sein Unwesen treibt und die Ermittler aktiv werden, dauert es etwas, denn – wie auch im ersten Buch – hat die Autorin dem Privatleben der Ermittler reichlich Raum gegeben, was für meinen Teil entbehrlich wäre, denn auch ohne dieses „Beiwerk“  ist die eigentliche Kriminalhandlung spannend und lesenswert. Insgesamt liest sich das Buch flüssig, die Spannung baut sich langsam auf und durch die eingebauten Twists dauerte es recht lange bis ich eine klitzekleine Ahnung hatte, wer sich hinter der Maske des Bösen versteckt, was aber den Lese- und Unterhaltungswert keinesfalls schmälert und die Reihe gern fortgeführt werden darf.
Welcher reale Fall die Autorin hierzu inspiriert hat, erzählt sie übrigens am Ende des Buches.
Fazit: Fiktion und Realität sind hier gut kombiniert, so dass spannende Unterhaltung garantiert ist!

 

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