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Tschick

Basierend auf dem preisgekrönten Jugendroman „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf gibt es jetzt für das Heimkino die von Faith Akin geschaffene Filmversion dazu.
Im Mittelpunkt der Handlung steht der vierzehnjährige Maik Klingenberg, der eher in seiner Schulklasse die Außenseiterposition einnimmt. Er kommt zwar aus einem wohlhabenden Elternhaus, aber die häusliche Situation mit einer alkoholkranken Mutter  und einem Vater, der beruflich viel unterwegs ist, ist  alles andere als einfach und deshalb gibt es auch keine Reisepläne für die bevorstehenden Ferien, sondern Dümpeln am hauseigenen Pool ist angesagt.
Doch für Maik ist das nebensächlich, träumt er doch von einer Einladung zur Geburtstagsfeier von Tatjana, seiner angebeteten Klassenkameradin, die für ihn das schönste Mädchen der Welt ist….
Eines Tages kommt ein neuer Schüler in die Klasse, der irgendwo aus den Weiten Russland stammt und durch seinen unaussprechlichen Namen, nennt er sich selbst nur „Tschick “. Auch er wird zum Außenseiter in der Klasse. Am letzten Schultag verteilt Tatjana die begehrten Einladungen zur Party, nur für Maik und Tschik ist keine dabei!
Dann passiert es, dass trotz Maiks anfänglicher Abwehr, genau dieser neue Klassenkamerad seine trübe aussehende Ferien völlig auf den Kopf stellt, denn er steht eines schönen Tages mit einem „ausgeliehenen“ Lada vor der Tür und lädt Maik zu einer gemeinsamen Fahrt ein, die dann zu einem irren Roadtripp wird, denn das Ziel ist die Walachei, wo das eigentlich genau ist – wissen die beiden nicht – aber dort leben einige Verwandte von Tschik und ab nun geht es los mit der abenteuerlichen Reise ins Ungewisse…..
Was den beiden dort dann alles passiert, wird hier natürlich nicht erzählt, nur so viel noch: Sie treffen dann u.a. auf Isa, die auf einer Müllhalde lebt, aber eigentlich zu ihrer Halbschwester nach Prag will, für einige Zeit schließt sie sich den beiden an….
Der Film hat mir gut gefallen, gab es doch reichlich zu lachen und ganz schnell sprang der Sympathiefunke für die beiden Hauptdarsteller rüber. Nur das Ende kam dann irgendwie viel zu schnell und ich hätte gerne noch mehr erfahren, wie es nach den Ferien mit Maik und Co so weitergegangen ist…..
Die beiden Hauptdarsteller Tristan Göbel (Maik) und Anand Batbileg (Tschick) machen ihre Sache ganz prima und dem ganzen Schauspielensemble merkt man die Spielfreude an.
Es gibt auf der Blu-ray reichlich Bonus-Material u.a. Interviews und eine Lesung mit dem Autor des Buches.
Fazit: Darstellerisch passend besetzter und filmisch gelungener humorvoller Road-Tripp zweier jugendlicher Außenseiter, die diese Ferien bestimmt so schnell nicht vergessen werden.

 

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