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Ursula Poznanski: Schatten

Dies ist zwar nicht mein erstes gute Buch, dass ich von der Autorin gelesen bzw. gehört habe, aber vom Salzburger Ermittler-Duo Beatrice Kaspary und Florin Wenninger ist „Schatten“ mein erster Fall und für die beiden aus dem Dezernat „Leib und Leben“ bereits der vierte.
Die beiden werden zu einem grausam zugerichteten Toten gerufen, den man in seiner nicht sonderlich aufgeräumten Wohnung auf einem Stuhl sitzend mit gefesselten Händen und durchschnittener Kehle aufgefunden hatte.  Bei den Nachbarn war er nicht sonderlich beliebt und wegen seines Alkoholkonsums offenbar auch sehr streitsüchtig….
Als Beatrice in der Wohnung des Toten an der Wand hängende Bilder betrachtet, durchfährt es sie, denn sie kennt den Toten. Sein Name ist Markus Wallner und sie hatte vor vielen Jahren beruflich mit ihm zu tun, denn er hatte jemanden niedergeschlagen und erheblich verletzt und als sie ihn verhaften wollte, kam es zu einem Zwischenfall…
Im Präsidium klickt sie sich durch die Tatortfotos und plötzlich hält sie inne, denn auf einem der Fotos erkennt sie eine Zeitung, dessen Titelblatt sie sehr gut kennt, hat sie es doch selbst aufbewahrt, denn es handelt sich um eine 16 Jahre alte Berichterstattung  über  ihre beste Freundin Evelyn, die von einem Unbekannten brutal ermordet wurde, der Täter ist nie gefasst worden…..
Was hat dieser alte ungelöste Mordfall mit dem aktuellen Fall zu tun, war Markus Wallner der Mörder von Evelyn?
Fragen über Fragen, die auf Beatrice einstürmen, doch bevor sie sich diesen Fragen stellen kann, wird wieder eine Leiche gefunden, diesmal die einer Frau, ertrunken in einem Bach und auch diese Person war Beatrice von früher bekannt, besonders sympathisch war sie ihr zu Lebzeiten nicht….
Viel Arbeit kommt auf das Ermittler-Team zu und es bleibt nicht bei den erwähnten Toten, sondern in Beatrice Umfeld kommen noch einige hinzu…
Das Buch liest sie flüssig, die Personen und Situationen sind gut beschrieben, so dass man sie sie direkt vor Augen hat. Das Privatleben der Ermittler ist in die Handlung gut eingefügt, lenkt aber nicht von der eigentlichen Mördersuche ab, sondern auch die Rückblicke in die Vergangenheit sind so eingewoben, dass man immer genau erkennt, in welcher Zeit man sich befindet.
Fazit: Hut ab, Frau Poznanski! Bis zum Schluss bleibt der Täter im Verborgenen, ab und zu hat man einen klitzekleinen Verdacht, der sich dann aber wieder verflüchtigt und am Ende ist es doch ganz jemand anders! So liebe ich spannende Krimis! Bitte mehr davon!

 

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