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Zoran Drvenkar: Still

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Dass dieser Autor für seine vorherigen Bücher mit Preisen bedacht wurde, kann ich seit diesem Hörbuch sehr gut nachempfinden und auch diesmal ist ihm ein preisverdächtiges Werk gelungen.
Ohne das es blutig oder in irgendeiner Form genauestens geschildert wird, was die Opfer durchgemacht haben, spielt der Autor hier mit den Ängsten und Mutmaßungen der Zuhörer.
Auch dem Vorleser Christoph Maria Herbst kenne ich als Schauspieler aus dem Fernsehen und ich war beeindruckt, wie er diesen Thriller vorgetragen hat.
Den Inhalt des Hörbuches will ich nur ein kleines Bisschen schildern, denn ich finde, jeder der starke Nerven hat und Thriller liebt, dem würde ich mit zu vielen Details die Spannung nehmen:
Ein Vater macht sich nach dem Verschwinden seiner elfjährigen Tochter zur Aufgabe sie auf seine Weise zu suchen, denn die Ungewissheit, was mit ihr geschehen sein könnte, lässt ihm keine Ruhe.
Die Polizei tappt im Dunkeln und man warnt ihn vor eigenmächtigen Recherchen, doch Mika Stella, der nach dem Scheitern seiner Ehe eine neue Identität angenommen hat, hört nicht auf zu suchen.
Im Internet wird er fündig und er stößt auf eine vierköpfige Männergruppe, die er dann wegen ihrer besonderen Vorlieben versucht zu kontaktieren. Doch dieser Gruppe kann man nicht einfach beitreten, denn sie sind wie Jäger, die auf Beutefang sind und deshalb immer auf der Hut vor irgendwelchen Feinden.
Doch Mika hat sich gut vorbereitet und ihm gelingt es, dass die Männer ihn in ihrem Kreis aufnehmen, denn er offenbart sich ihnen mit den Worten: „ Ich will meine Tochter“…
Was Mika aber nicht ahnt, ist dass sie ihn trotz augenscheinlicher Toleranz ganz genau beobachten und seine Tarnung durchschauen und ohne dass er es vorhergesehen hat, taucht plötzlich einer der Männer in seinem Haus und stellt ihn auf eine harte Probe…..
Nach dem Anhören dieses Hörbuches fehlen mir erst einmal regelrecht die Worte.  Christoph Maria Herbst schafft es mit seinem Vortrag eine Spannung aufzubauen, die die Ungewissheit und Unvorhersehbarkeit der Handlung noch unterstreicht.
Dem Autor ist es gelungen durch seine geschickte Erzählweise die Rahmenhandlung immer wieder aus einer anderen Perspektive zu betrachten und so dem Zuhörer die Möglichkeit gibt Vermutungen anzustellen, die sich manchmal als richtig erweisen, aber dann wieder durch eine interessante Wendung sich auf einmal in Luft auflösen und ganz besonders das Ende des Hörbuchs „Still“ kann man nicht vorausahnen….
Fazit: Ausgefeilte Erzählkunst zerrt durch Wortgewandtheit und brisantem Thema an den Nerven der Zuhörer

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