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Aimee Molloy: Das Therapiezimmer

Rowohlt Verlag

Die in West-Massachusetts lebende und in den USA bereits erfolgreiche Autorin  Aimee Molloy war mir bis dato unbekannt. Durch die kurze Inhaltsangabe aufmerksam geworden, worum es im Thriller „Das Therapiezimmer“ geht, war ich gespannt, was mich hier erwartet:
Dr. Sam Statler ist Psychotherapeut. Er zieht aus New York mit seiner Frau Anni in die Kleinstadt Chestnut Hill, wo er einst aufgewachsen ist und seine schwer erkrankte Mutter nun in einem Altenheim lebt.
Nachdem das Paar sich in ihrem neuen Zuhause eingerichtet hat, eröffnet Sam seine eigene Praxis im Souterrain eines  „geschichtsträchtigen“ Hauses. Schon nach kurzer Zeit ist sein Terminbuch gut gefüllt und er hat viel zu tun.
Annie dagegen hat viel Zeit für sich und langweilt sich etwas, obwohl sie eine Gastprofessur an der Uni angenommen hat.
Während sich die beiden langsam an den Ortswechsel gewöhnen und abwechselnd Sams Mutter im Heim besuchen, erfährt die Leserschaft, wie sich sonst ihr unterschiedlicher Tagesablauf gestaltet…
Aus immer wieder wechselnden Perspektiven bekommt man Einblick in die Therapiesitzungen, die Dr. Statler abhält. Er ahnt nicht, dass sich an der Decke seines Therapiezimmer ein Lüftungsschlitz befindet…
…. wodurch die Gespräche belauscht werden können….
Anfangs konnte ich der Handlung noch gut folgen, doch dann wechseln häufig die Perspektiven, „Nebenszenen“ häufen sich, die dann auch mal in die Vergangenheit führen und nicht nur das Ehepaar Sam und Anni betreffen, so dass man gut aufpassen muss, damit man nicht den „roten Faden verliert.
…. und dann verschwindet Dr. Statler spurlos und taucht auch nach Tagen und Wochen nicht wieder auf…..
Mir fiel beim Lesen in einigen Nebensätzen die wiederholte Nennung eines Buchtitels auf, der für mich dann das bisher Gelesene in ein anderes Licht rückte und der weitere Verlauf leider vorhersehbar wurde, weswegen die Spannung nicht bis zuletzt gehalten werden kann.
Zusammenfassend kann ich sagen, ich hatte mir etwas anderes bzw. mehr von diesem Buch versprochen. Die immer wieder wechselnden Perspektiven aus der die Geschichte erzählt wird, waren anfangs noch nachvollziehbar, später dann aber eher verwirrend, was auch zum Nachlassen der Spannung führte. Besonders die Bezugnahme auf einen Klassiker der Spannungsliteratur konnte mich nicht begeistern, weshalb ich hier nur zwei von fünf möglichen Punkten vergebe.
Fazit: Schade, das anfängliche Spannungspotential verliert sich schnell durch zu viel Perspektivwechsel und die Bezugnahme auf einen Klassiker der Spannungsliteratur

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