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Judith Merchant: Schweig!

Kiwi

Vor zwei Jahren meldete sich die Autorin mit „Atme!“ zurück an die „Thriller-Front“. Als E-Book ist jetzt bereits ihr neuestes Werk „Schweig!“erschienen.
Angelockt von dem markanten Covertext „Was würdest du tun, um deine Schwester zu retten? Und was, um sie loszuwerden?“ und in Kenntnis der bereits zuvor erschienen Bücher der Autorin, war ich gespannt was mich hier erwartet:
Von drei Personen wird die Geschichte erzählt, die einen Tag vor Heiligabend beginnt. Doch niemals darf man auf das „Erstgelesene“ vertrauen, denn ganz schnell wendet sich das Blatt, wenn eine andere Person „zu Wort“ kommt und dann sieht wieder alles ganz anders aus und das eben Gelesene erscheint in einem ganz anderen Licht!
Esther und Martin sind verheiratet und haben zwei Kinder. Die Familie bereitet sich mit dem üblichen Trubel rund um Weihnachten auf die Feiertage vor. Alles könnte in bester Ordnung sein, wäre da nicht Sue, Esthers jüngere Schwester….
Esther fühlt sich irgendwie verantwortlich für Sue, was durch Geschehnisse in ihrer Kindheit verankert ist. Obwohl im letzten Jahr an Weihnachten Sues Besuch bei ihnen mit reichlich Stress und Turbulenzen verbunden war – denn einer von ihnen landete im Krankenhaus – kann Esther nicht anders und sie macht sich mit einem kleinen Geschenk und einer Flasche Wein auf den Weg zu ihrer Schwester.  Die lebt nach einer unschönen Trennung nun ganz allein in einem viel zu großen Haus im Wald. Der Weg dorthin ist beschwerlich, zumal reichlich Schnee gefallen ist….
Das Wiedersehen der beiden Schwestern gestaltet sich schwierig. Am liebsten hätte Sue sich unsichtbar gemacht, damit ihre Schwester sie nicht findet, doch daran ist nicht zu denken. Sue liebt ihre selbstgewählte Einsamkeit im Wald und will nur ihre Ruhe, ganz besonders will sie kein zweites Weihnachten wie im Jahr zuvor…
Nach einem recht emotionalen und aufreibenden Gespräch zwischen den beiden Schwestern, will Esther nur noch eins  – nach Hause, doch das ist nicht möglich, denn ein schwerer Schneesturm hindert sie daran, auch kann sie Martin nicht erreichen, denn es gibt keinen Netzempfang hier draußen…
Martin hatte Esther noch dringend gebeten nicht zu Sue zu fahren, denn die Ereignisse des letzten Jahres klingen bei ihm immer noch nach. Mehrfach versucht er seine Frau zu erreichen, doch sie antwortet nicht. Langsam wird er unruhig und ihm kommen die schlimmsten Gedanken. Um diese zu vertreiben, helfen ihm auch diesmal nicht wie sonst die „flüssigen Geister“, kurzum setzt er sich ins Auto um nach dem Rechten zu schauen…..
…. dann nimmt das Unheil seinen Lauf!
Das Buch liest sich gut, obwohl an manchen Stellen mir eine etwas kürzere Passage besser gefallen hätte. Ganz besonders gelungen finde ich den flüssigen „Perspektivwechsel“ von einer erzählenden Figur zur anderen, so dass man von „Null auf Gleich“ eine völlige andere Version der Ereignisse präsentiert bekommt. Ein Psycho-Duell der besonderen Art erlebt man zwischen den beiden Schwestern, was einen tiefen Abgrund offenbart, aber auch der dritte im Bunde – Martin – entpuppt sich als „Überraschung“ (- obwohl –  ich ahnte schon so etwas).
Ganz ehrlich, keine der drei Hauptfiguren war mir sympathisch und kennenlernen würde ich sie auch nicht wollen. Durch die wunderbare Erzähltechnik der Autorin hat man die ganze Szenerie bildhaft vor Augen und ist bei ihren „Scharmützeln“ direkt vor Ort. Auch wenn manche Wendung nicht unbedingt überraschend für mich kam, habe ich das Buch gern gelesen und mich dabei gut unterhalten gefühlt, weshalb ich durchaus vier von fünf möglichen Punkten vergebe!
Fazit: Toller Erzählstil, der ein wendungsreiches Psycho-Duell offenbart,  das seines gleichen sucht! Lesenswert!
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Harlan Coben: Nichts bleibt begraben

Goldmann Verlag

Von dem amerikanischen Schriftsteller Harlan Coben habe ich schon einige spannende Bücher gelesen, zuletzt „Der Junge aus dem Wald„, aber auch sein vor zwei Jahren erstmals in Deutschland erschienenes Debüt „Honeymoon“ aus dem Jahr 1990, wo er erste Gehversuche in Sachen Thriller unternahm. Mittlerweile hat er eine Vielzahl an Büchern geschrieben und ist bereits mehrfach für seiner Werke mit Preisen ausgezeichnet worden.
Neben seinen „standing alone“- Büchern wie z.B. „Suche mich nicht“ oder auch „In Deinem Namen“ hat er auch eine Thriller-Reihe geschrieben, wo der ehemalige Profi-Basketballer/Sportagent Myron Bolitar die Hauptrolle spielt. Dessen bester Freund und Geschäftspartner Windsor Horne Lockwood III, kurz Win genannt, stammt aus reichem Haus und ist in dieser Buchreihe eigentlich immer in der einen oder anderen Form ins Geschehen „verwickelt“ bzw. durch die gemeinsame Zeit beim FBI „lösen“ die beiden Freunde so manchen Fall auf ihre ganz besondere Art und Weise…
In der Danksagung des Autors am Ende von „Nichts bleibt begraben“ erwähnt er, dass diesmal auf Wunsch seiner Leser, Myrons bester Freund Win die Hauptrolle spielt und allein „ermittelt“.
Tatsächlich berühren die Ereignisse des aktuellen Thrillers die ganze Familie Lockwood und die Handlung wird daher auch passenderweise von Win aus der „Ich-Perspektive“ erzählt:
Anfangs bittet das FBI Win zu einem Gespräch, in dessen Verlauf er mit einem unbekannten Mordopfer und einem wertvollen Gemälde konfrontiert wird. Dieses Kunstwerk katapultiert ihn gedanklich in seine Jugend, wo dieses Bild sich noch im Besitz der Familie Lockwood befand. Während eines Raubüberfalls vor vielen Jahre wurden dieses und ein weiteres kostbares Bild gestohlen, sein Onkel Aldrich ermordet und Wins Cousine Patricia entführt, schwer misshandelt und längere Zeit gefangen gehalten. Obwohl ihr die Flucht gelang, wurden die Ereignisse von damals nie aufgeklärt, kein Täter für die Verbrechen zur Rechenschaft gezogen und die Gemälde waren spurlos verschwunden ……  – bis jetzt!
Dies ist ein Teil des roten Fadens, der sich durch das gesamte Buch zieht und wo nicht nur das FBI, sondern ganz besonders Win sich mit der Frage beschäftigt, wer der namenlose Tote ist, ob er den Raubüberfall verübt, seine Cousine entführt und seinen Onkel ermordet hat…
Da ich bereits durch einige „Einsätze“ von Win an seine etwas spezielle „Persönlichkeit“ gewöhnt bin und seine ganz besonderen „Fähigkeiten“ kenne, hatte ich keine Schwierigkeiten mit  seinen „Ecken und Kanten“ bzw. seinem teils „explosivem Agieren“, denn er hat auch eine – zwar gut verborgene – angenehme Seite.
Das Buch liest sich gut, ist unterhaltsam und spannend. Zwar fand ich an manchen Stellen die Handlung etwas „unrund“, aber schriftstellerische Freiheiten möchte ich hier nicht überbewerten. Bis zum Schluss das Rätsel gelöst wird, kann man selbst versuchen hinter die Masken, der zahlreichen Verdächtigen zu schauen. Im Verlauf hatte ich im Hinterkopf  immer ein kleines Fragezeichen über einer Figur schweben, die mir nicht ganz geheuer war. Tatsächlich lag ich richtig, aber den Schluss-Akkord selbst, hatte ich so nicht vorhergesehen, was mir gut gefallen hat und ich daher vier von fünf möglichen Punkten vergebe.
Fazit: Unterhaltsam, spannend, unvorhersehbar und lesenswert!
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Ellison Cooper: Totenschrein

Ullstein

 „Todeskäfig“, den Beginn der Reihe habe ich mit Begeisterung gelesen, wo die FBI-Agentin Sayer Altair „ins kalte Wasser“ geworfen wurde und ihren Bereich in der Forschung verlassen musste um direkt von einem Tatort aus die Ermittlungen in einem aufsehenerregenden Mordfall zu übernehmen.
Nun ist mit „Totenschrein“, das dritte Buch der Reihe erschienen. Fall Nr. 2 ist irgendwie an mir vorbeigegangen, was schade ist. Aber auch ohne Vorkenntnisse kann man den aktuellen Thriller problemlos verfolgen.
Das besondere Fachwissen der Autorin im Bereich Anthropologie, Neurowissenschaft oder auch Archäologie wird „sichtbar“, denn dies ist thematisch in die Ermittlungen, die Sayer Altair als leitende Agentin diesmal bewerkstelligen muss, eingewoben.
Während eines Kontrollgangs wird in Washington D.C. ein Polizist erschossen. Beim Auffinden seiner Leiche wird in direkter Nähe eine weitere Leiche entdeckt. Es ist ein bizarrer Anblick, der sich der FBI-Ermittlerin bietet: Ein totes Mädchen mit einer Axt in der Hand liegt drapiert auf den Stufen des Einstein Memorials. Um sie herum im Kreis sind Tierfiguren aufgestellt, eine merkwürdige Textnachricht und weitere Hinweise/Details lassen an einen Ritualmord denken…
Nachdem die Identität des Mädchens feststeht, haben Sayer und ihr Team keine ruhige Minute mehr, denn sie gehörte zu einer Gruppe von 24 Highschool-Schülern, die mit einem Bus zu einem Wissenschaftswettbewerb unterwegs war, den man auf offener Straße entführt hat und von dem und seinen Insassen seit geraumer Zeit jede Spur fehlt….
Das Buch liest sich gut und die Handlung wird spannend erzählt. Was alles weiter noch passiert und warum es für Sayer ein ganz persönlicher Fall wird, darauf möchte ich nicht weiter eingehen, damit der Lesespaß nicht verloren geht.
Alles in allem habe ich den neuen Fall um die FBI-Agentin gern gelesen, allerdings reicht er ans Debüt der Reihe nicht heran. Auch dauerte es nicht lange und ich hatte eine Idee wer sich hinter der Maske „des Bösen“ verbirgt und lag richtig, genau wie bei dem in das Privatleben von Sayer eingreifenden „Teil“ des Geschehens, der mich trotz eingebautem „Überraschungseffekt“ nicht sonderlich verblüfft hat.
Nichtsdestotrotz war die Thematik und der Aufbau der Gesamthandlung spannend, interessant und unterhaltsam. Da es auch einen gewissen Hinweis auf eine Fortsetzung gibt, möchte ich das weitere Geschehen erst einmal noch abwarten und schauen wie sich die Rahmenhandlung weiterentwickel und was für andere Kriminalfälle noch zu lösen sind, weswegen ich hier vier von fünf möglichen Punkten vergebe.
Fazit: Spannender Thriller, der aber an manchen Stellen etwas vorhersehbar ist

 

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City of Lies

Koch Films

Ein „True-Crime-Film“ mit Johnny Depp und Forest Whitaker in den Hauptrollen!
Der Film “City of Lies” basiert auf dem Tatsachenroman Labyrinth von Randall Sullivan.
Pandemiebedingt sind ja viele Filmpremieren ins Wasser gefallen und auch dieser Film hat es offenbar nur in die US-Kinos geschafft. Aber als Video-on-Demand ist er jetzt bereits und ab 26.08.21 auf DVD/Blu-ray nun auch in Deutschland erhältlich.
Inhaltlich geht es zeitlich zurück in die 1990 Jahre, direkt nach Los Angeles, wo der angesagte und weltweit bekannte Rapper Biggie Smalls oder auch Christopher „Notorious B.I.G.“ Wallace genannt, aus einem vorbeifahrenden Pkw heraus erschossen wurde. Das gleiche Schicksal hatte Monate zuvor sein Rapper-Rivale Tupac Shakur erfahren…
Erzählt wird der Film in zwei unterschiedlichen Zeitebenen, in denen man sich aber gut zurechtfindet:
Johnny Depp schlüpft in die Rolle des LAPD-Detective Russell Poole. Dieser bekommt den Auftrag den Mord an Biggie Smalls zu untersuchen und den Täter dingfest zu machen. Allerdings hat er damit keinen Erfolg, da er aus den eigenen Reihen an der Aufklärung gehindert wird…
Fast 20 Jahre lang und nach dem Ausstieg aus dem Polizeidienst hat ihn dieser Mordfall noch immer nicht losgelassen. Der Enthüllungs-Journalist Jack Jackson „stöbert“ Poole nach der langen Zeit auf. Jackson kann an Wänden und gestapelten Kisten erkennen, was Poole alles zu dem ungelösten Fall zusammengetragen und welche Schlüsse er daraus gezogen hat.
Poole vertritt die These, dass in den Reihen der Ermittlungsbehörden Strukturen agieren, die mit krimineller Energie gleichzusetzen sind, weswegen auch bisher niemand für den Mord zur Rechenschaft gezogen wurde. Jackson bietet Poole seine Unterstützung an und tatsächlich rollen sie gemeinsam den Fall wieder auf….
Ob es den beiden gelingt, den Verantwortlichen zu stellen bzw. endlich Licht in das Dunkel des „Labyrinths“ zu bringen?
Zuletzt hatte ich Johnny Depp äußerlich verändert mit Halbglatze als Gangsterboss Whitey Bulger  in „Boss Mass“ gesehen.
Im aktuellen Film zeigt er seine Wandelbarkeit erneut und hat hier eine tolle Performance als unermüdlicher LAPD-Detective Russell Poole abgeliefert, genau wie Forest Whitaker, der den hartnäckigen Journalisten Jack Jackson verkörpert.
Schon allein um diese beiden preisgekrönten Darsteller gemeinsam in einem Film zu erleben, lohnt es sich diesen anzuschauen! Die sich an realen Ereignissen orientierende Geschichte lässt einen am Ende erst einmal irritiert und fassungslos innehalten und einen erschütternden Blick über den „großen Teich“ werfen.
Wer noch mehr erfahren möchte, hier gibt’s den Trailer
Fazit: Lohnt sich nicht nur wegen der Top-Besetzung der Hauptdarsteller, sondern auch wegen der spannend erzählten Aufarbeitung bzw. Spurensuche eines realen Mordfalls

 

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Johanna Mo: Nachttod

Heyne

Die Handlung von „Nachttod“ ist in Südschweden, genauer gesagt auf der Insel Öland angesiedelt. Es ist das Krimi-Debüt der Autorin und der erste Einsatz für die Polizistin Hanna Duncker, die sich von Stockholm auf ihre Heimatinsel Öland hat versetzen lassen, wo sie im Revier in Kalmar ihren Dienst beginnt. Ihren dortigen Vorgesetzten kennt sie aus ihrer Jugend, denn Ove Hultmark, war der Ermittler, der ihren Vater vor sechszehn Jahren wegen Mordes hinter Schloss und Riegel gebracht hatte. ..
Hanna und ihr neuer Kollege Erik Lindgren werden sofort in den Einsatz geschickt, denn an einem Rastplatz in der Nähe eines Moorsees wurde die Leiche eines Jugendlichen gefunden. Als Hanna und Erik die Leiche, die mit dem Rücken an einer Steinmauer lehnt, in Augenschein nehmen, entdecken sie eine Vielzahl an Blessuren am Körper des Jungen, dessen Kapuzenpullover blutdurchtränkt ist…
Dies ist der Ausgangspunkt der Ermittlungen, die Hanna dann in ihre Kindheit und Jugend katapultiert, denn die Mutter des toten Jugendlichen, war einst ihre beste Freundin…
Nicht nur auf dem Polizeirevier macht die Vergangenheit  Hannas „die Runde“ und führt zu Tuscheleien und Neugier bei den Kollegen, warum die Tochter eines Mörders nun wieder in ihre Heimat zurückgekehrt ist, wo sie alle kennen. Aber damit nicht genug, kaum in ihrem neuen Zuhause angekommen, bekommt sie merkwürdige Telefonanrufe, die dann bis zu Morddrohungen ausufern. Hanna selbst hüllt sich in Schweigen bzw. gibt nur recht wenig von sich preis, womit ihr aufgeschlossener und auf Menschen zugehender Kollege Erik anfänglich so seine Schwierigkeiten hat.
Erst einmal, das Buch liest sich gut, ist flüssig und anschaulich beschrieben, so dass Landschaft und Mitwirkende gut zu erkennen sind.
Mit der „Figur“ Hanna hatte ich etwas Schwierigkeiten, denn einerseits sie will unbedingt von Stockholm wieder in ihre alte Heimat, wo man ihre Vergangenheit als Tochter eines Mörders kennt. Andererseits hat sie dann aber vor Ort große Probleme sich dieser Tatsache zu stellen, igelt sich ein, und ist wortkarg und eigenbrötlerisch. Dass Hanna, viele der in der Handlung vorkommende Mitwirkende von früher gut kennt ist nachvollziehbar, aber dass sie diejenigen, die sich verdächtig gemacht haben, dann verhören/befragen darf, fand ich etwas unrealistisch.
In der Gesamtschau durchzieht die Frage, wer für den Tod des Jugendlichen verantwortlich ist, wie ein roter Faden das Geschehen. Bis es zu der Auflösung des Rätsels kommt, dauert es etwas und ist handlungsmäßig eher ein Sozialdrama, denn die anfängliche Spannung verliert sich in Ungewissheit, die aber dann bis zum Ende erhalten bleibt.
Nichtsdestotrotz würde ich gern die – wie bereits im Klappentext angekündigt – zwei weiteren Bücher um Hanna Duncker lesen und Abwarten, wie/ob die Figur sich weiterentwickelt und welche Kriminalfälle noch gelöst werden müssen.
Fazit: Lesenswertes Krimi-Debüt, das aber handlungsmäßig mehr in Richtung Sozialdrama geht
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Lisa Jackson: Showdown – Ich bin dein Tod

Knaur

Nachdem ich hier zuletzt die spannenden Thriller „You will pay“ und „Revenge“ von der Autorin vorgestellt habe, möchte ich heute Einblick in den bereits als E-Book erhältlichen neuesten Thriller von Lisa Jackson geben.
Handlungsmäßig geht in die USA, genauer gesagt nach Portland, Oregon und weiter nach L.A ans Set von Dead Heat, einem Hollywood-Blockbuster, wo nach mehrmaligen Umschreiben des Drehbuchs nun endlich der Schluss-Akkord gedreht wird. Da die Hauptdarstellerin, die berühmte Allie Kramer nicht am Drehort erschienen ist, muss ihr Body-Double Luicinda Rinaldi ran, alles läuft gut, dann kommt ein Schuss und Lucinda sinkt wie geplant zu Boden…
….bis endlich jemand merkt, das Lucinda sich nicht regt und irgendwas nicht in Ordnung ist, dauert es etwas, doch dann bricht Panik aus, denn das Body Double wurde von echten Kugeln getroffen…
Während Allie Kramer verschwunden bleibt und die Polizei nach einiger Zeit vom Schlimmsten ausgeht und die Worte Entführung und Mord in diesem Zusammenhang fallen, rückt die etwas im Schatten ihrer erfolgreichen Schwester stehende, ebenfalls im Film mitwirkende Cassie Kramer immer mehr in den Fokus der Ermittler, zumal diese Allie als letzte gesehen hatte und das Zusammentreffen nicht besonders harmonisch endetet…
Cassie ist durch die Ereignisse psychisch angeschlagen, aber da ihre Schwester auch nach längerer Zeit immer noch nicht wieder auftaucht ist und die Ermittler immer noch im Dunkeln tappen, macht sie sich selbst auf die Suche nach ihr. Cassie kontaktiert einige Bekannte und Freunde um sich nach Allie zu erkundigen, aber niemand hat sie gesehen oder hat eine Idee, wo sie sein könnte. Je mehr Zeit vergeht umso öfter hat Cassie das Gefühl, dass jemand sie beobachtet oder es kommt zu angespannten Situationen, wo sie sich verfolgt fühlt und dann bekommt sie es mit der Angst zu tun, denn eine Mitarbeiterin der Filmcrew, mit der sie sich erst kürzlich getroffen hatte, wird ermordet aufgefunden….
Schon nach den ersten Seiten von  „Showdown – Ich bin dein Tod“ ist man mitten drin im typischen Hollywood-Flair. Schöne Menschen geben sich hier ihr Stelldichein, es wird getratscht, getuschelt, Eifersucht und Zwietracht stehen ganz oben auf der „Besetzungsliste“ und passend dazu hat Lisa Jackson auch „Drehbuchszenen“ in die Handlung eingewoben.
Alle Mitwirkenden waren mir nicht sonderlich sympathisch und ob hier alle mit offenen Karten spielen, bleibt mal dahingestellt. Was mit Allie Kramer letztendlich passiert ist, erfährt man als Leser erst ganz zum Schluss, was schon mal ein Pluspunkt ist. Allerdings hatte ich recht bald eine Idee, was der Auslöser für die kriminelle Energie hier sein könnte – und lag richtig. Nichtsdestotrotz liest sich das Buch gut und passend zum Milieu, in dem die Handlung angesiedelt ist, bekommt man hier viel „Lug und Trug“ serviert und erst wenn man hinter die schöne Fassade blickt, wird die Tragweite des ganzen Dilemmas sichtbar.
Wer sich gern mal mitten im Dschungel von Hollywood nebst schönem Schein, Eifersüchteleien, Intrigen und einem umtriebigen Mörder befinden möchte, ist hier genau richtig, denn das alles bekommt man hier in diesem lesenswerten Thriller präsentiert.
Fazit: Gelungener Thriller in bester Hollywood-Manier!
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