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Lisa Regan: Blutige Wahrheit

Bookouture

Immer auf der Suche nach neuen spannenden Büchern, bin ich auf „NetGalley“ auf das Buch „Blutige Wahrheit“ von der amerikanischen Schriftstellerin Lisa Regan gestoßen.  Der Thriller wurde vor ein paar Jahren unter dem Original-Titel „Vanishing Girls“ veröffentlicht und ist jetzt in Deutschland als E-Book erschienen. Es ist der Auftakt zu der „Josie Quinn-Reihe“, dessen englischsprachige Ausgabe schon mehr als zehn weitere Bücher umfasst!
Bevor ich einen kleinen Einblick über den Inhalt gebe, schon mal eins vorweg:
Dieser Thriller hat mich von der ersten Seite an gefesselt, so dass die Seiten nur dahinflogen und es mir schwerfiel, das Lesen zu unterbrechen!
Zum Inhalt:
Die Handlung ist in der fiktiven Stadt Denton im ländlichen Pennsylvania angesiedelt. Detective Josie Quinn ist die Hauptfigur in der Handlung, allerdings ist sie gerade wegen ihres überschäumenden Temperaments suspendiert worden!
Während Josie mehr aus Langeweile an einer Tankstelle tankt, wird sie von den aktuellen Ereignissen um das Verschwinden der 17jährigen Isabelle Colemann über einen der dort angebrachten  Bildschirme informiert. Von dem jungen Mädchen fehlt seit mehreren Tagen jede Spur, nun hat man in einem Waldstück in der Nähe ihres Zuhauses ihr Handy entdeckt. Weiter wird in den Nachrichten berichtet, – ohne auf die näheren Umstände einzugehen – dass die Ermittlungsbehörden jetzt von einem Entführungsfall ausgehen…
Mehrfach hatte Josie ihren Vorgesetzten gebeten, die Suspendierung aufzuheben, damit sie an der Suche nach Isabelle mitarbeiten kann,  jedoch ohne jeden Erfolg. Nach den eben gehörten Neuigkeiten, brodelt es in Jodies Inneren und doch ist sie gezwungen untätig die „Zeit totzuschlagen“, weswegen sie sich noch einen Kaffee gönnt um die weitere laufende Berichterstattung auf dem Bildschirm zu verfolgen. Und dann kann sie nicht anders und wählt die Telefonnummer ihre Noch-Ehemannes Ray, der ebenfalls als Polizist im gleichen Revier arbeitet, um an Hintergrundinformationen zu kommen, was ihr aber nicht wirklich gelingt, denn plötzlich fallen in nächster Nähe Schüsse und ein von Einschusslöchern durchsiebter Wagen steuert auf den Tankstellenparkplatz und genau auf Josie zu……
Was dieser Vorfall an der Tankstelle und der Fall Isabell im Verlauf gemeinsam haben, findet Josie auf ihre ganz besondere Art und Weise dann heraus. Wie ihr das gelingt, verrate ich hier nicht, denn dazu ist die Gesamthandlung viel zu spannend, wendungsreich und nervenaufreibend und sicherlich nicht unbedingt für zartbesaitete Leser geeignet. Durch die rechts anschaulich geschilderten Szenerien hat man das Geschehen deutlich vor Augen, weswegen einem durchaus der eine oder andere Schauer über den Rücken läuft…
Wie bereits oben erwähnt, hat mich dieser Thriller von Anfang an in seinen Bann gezogen und ich habe mich beim Lesen bestens – mit Gänsehautgarantie – unterhalten gefühlt, weswegen ich hier von einem spannungsgeladenen Page-Turner sprechen möchte, dessen weitere Folgen hoffentlich bald ebenfalls in Deutschland erscheinen!
Fazit:  Fesselndes, spannungsgeladenes und nervenaufreibendes und unbedingt lesenswertes Thriller-Debüt!
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Judith Merchant: Schweig!

Kiwi

Vor zwei Jahren meldete sich die Autorin mit „Atme!“ zurück an die „Thriller-Front“. Als E-Book ist jetzt bereits ihr neuestes Werk „Schweig!“erschienen.
Angelockt von dem markanten Covertext „Was würdest du tun, um deine Schwester zu retten? Und was, um sie loszuwerden?“ und in Kenntnis der bereits zuvor erschienen Bücher der Autorin, war ich gespannt was mich hier erwartet:
Von drei Personen wird die Geschichte erzählt, die einen Tag vor Heiligabend beginnt. Doch niemals darf man auf das „Erstgelesene“ vertrauen, denn ganz schnell wendet sich das Blatt, wenn eine andere Person „zu Wort“ kommt und dann sieht wieder alles ganz anders aus und das eben Gelesene erscheint in einem ganz anderen Licht!
Esther und Martin sind verheiratet und haben zwei Kinder. Die Familie bereitet sich mit dem üblichen Trubel rund um Weihnachten auf die Feiertage vor. Alles könnte in bester Ordnung sein, wäre da nicht Sue, Esthers jüngere Schwester….
Esther fühlt sich irgendwie verantwortlich für Sue, was durch Geschehnisse in ihrer Kindheit verankert ist. Obwohl im letzten Jahr an Weihnachten Sues Besuch bei ihnen mit reichlich Stress und Turbulenzen verbunden war – denn einer von ihnen landete im Krankenhaus – kann Esther nicht anders und sie macht sich mit einem kleinen Geschenk und einer Flasche Wein auf den Weg zu ihrer Schwester.  Die lebt nach einer unschönen Trennung nun ganz allein in einem viel zu großen Haus im Wald. Der Weg dorthin ist beschwerlich, zumal reichlich Schnee gefallen ist….
Das Wiedersehen der beiden Schwestern gestaltet sich schwierig. Am liebsten hätte Sue sich unsichtbar gemacht, damit ihre Schwester sie nicht findet, doch daran ist nicht zu denken. Sue liebt ihre selbstgewählte Einsamkeit im Wald und will nur ihre Ruhe, ganz besonders will sie kein zweites Weihnachten wie im Jahr zuvor…
Nach einem recht emotionalen und aufreibenden Gespräch zwischen den beiden Schwestern, will Esther nur noch eins  – nach Hause, doch das ist nicht möglich, denn ein schwerer Schneesturm hindert sie daran, auch kann sie Martin nicht erreichen, denn es gibt keinen Netzempfang hier draußen…
Martin hatte Esther noch dringend gebeten nicht zu Sue zu fahren, denn die Ereignisse des letzten Jahres klingen bei ihm immer noch nach. Mehrfach versucht er seine Frau zu erreichen, doch sie antwortet nicht. Langsam wird er unruhig und ihm kommen die schlimmsten Gedanken. Um diese zu vertreiben, helfen ihm auch diesmal nicht wie sonst die „flüssigen Geister“, kurzum setzt er sich ins Auto um nach dem Rechten zu schauen…..
…. dann nimmt das Unheil seinen Lauf!
Das Buch liest sich gut, obwohl an manchen Stellen mir eine etwas kürzere Passage besser gefallen hätte. Ganz besonders gelungen finde ich den flüssigen „Perspektivwechsel“ von einer erzählenden Figur zur anderen, so dass man von „Null auf Gleich“ eine völlige andere Version der Ereignisse präsentiert bekommt. Ein Psycho-Duell der besonderen Art erlebt man zwischen den beiden Schwestern, was einen tiefen Abgrund offenbart, aber auch der dritte im Bunde – Martin – entpuppt sich als „Überraschung“ (- obwohl –  ich ahnte schon so etwas).
Ganz ehrlich, keine der drei Hauptfiguren war mir sympathisch und kennenlernen würde ich sie auch nicht wollen. Durch die wunderbare Erzähltechnik der Autorin hat man die ganze Szenerie bildhaft vor Augen und ist bei ihren „Scharmützeln“ direkt vor Ort. Auch wenn manche Wendung nicht unbedingt überraschend für mich kam, habe ich das Buch gern gelesen und mich dabei gut unterhalten gefühlt, weshalb ich durchaus vier von fünf möglichen Punkten vergebe!
Fazit: Toller Erzählstil, der ein wendungsreiches Psycho-Duell offenbart,  das seines gleichen sucht! Lesenswert!
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Ellison Cooper: Totenschrein

Ullstein

 „Todeskäfig“, den Beginn der Reihe habe ich mit Begeisterung gelesen, wo die FBI-Agentin Sayer Altair „ins kalte Wasser“ geworfen wurde und ihren Bereich in der Forschung verlassen musste um direkt von einem Tatort aus die Ermittlungen in einem aufsehenerregenden Mordfall zu übernehmen.
Nun ist mit „Totenschrein“, das dritte Buch der Reihe erschienen. Fall Nr. 2 ist irgendwie an mir vorbeigegangen, was schade ist. Aber auch ohne Vorkenntnisse kann man den aktuellen Thriller problemlos verfolgen.
Das besondere Fachwissen der Autorin im Bereich Anthropologie, Neurowissenschaft oder auch Archäologie wird „sichtbar“, denn dies ist thematisch in die Ermittlungen, die Sayer Altair als leitende Agentin diesmal bewerkstelligen muss, eingewoben.
Während eines Kontrollgangs wird in Washington D.C. ein Polizist erschossen. Beim Auffinden seiner Leiche wird in direkter Nähe eine weitere Leiche entdeckt. Es ist ein bizarrer Anblick, der sich der FBI-Ermittlerin bietet: Ein totes Mädchen mit einer Axt in der Hand liegt drapiert auf den Stufen des Einstein Memorials. Um sie herum im Kreis sind Tierfiguren aufgestellt, eine merkwürdige Textnachricht und weitere Hinweise/Details lassen an einen Ritualmord denken…
Nachdem die Identität des Mädchens feststeht, haben Sayer und ihr Team keine ruhige Minute mehr, denn sie gehörte zu einer Gruppe von 24 Highschool-Schülern, die mit einem Bus zu einem Wissenschaftswettbewerb unterwegs war, den man auf offener Straße entführt hat und von dem und seinen Insassen seit geraumer Zeit jede Spur fehlt….
Das Buch liest sich gut und die Handlung wird spannend erzählt. Was alles weiter noch passiert und warum es für Sayer ein ganz persönlicher Fall wird, darauf möchte ich nicht weiter eingehen, damit der Lesespaß nicht verloren geht.
Alles in allem habe ich den neuen Fall um die FBI-Agentin gern gelesen, allerdings reicht er ans Debüt der Reihe nicht heran. Auch dauerte es nicht lange und ich hatte eine Idee wer sich hinter der Maske „des Bösen“ verbirgt und lag richtig, genau wie bei dem in das Privatleben von Sayer eingreifenden „Teil“ des Geschehens, der mich trotz eingebautem „Überraschungseffekt“ nicht sonderlich verblüfft hat.
Nichtsdestotrotz war die Thematik und der Aufbau der Gesamthandlung spannend, interessant und unterhaltsam. Da es auch einen gewissen Hinweis auf eine Fortsetzung gibt, möchte ich das weitere Geschehen erst einmal noch abwarten und schauen wie sich die Rahmenhandlung weiterentwickel und was für andere Kriminalfälle noch zu lösen sind, weswegen ich hier vier von fünf möglichen Punkten vergebe.
Fazit: Spannender Thriller, der aber an manchen Stellen etwas vorhersehbar ist

 

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Christoffer Carlsson: Unter dem Sturm

Rowohlt

Der Autor, Christoffer Carlsson wuchs an der Westküste Schwedens auf, genauer gesagt etwas außerhalb von Marbäck, wo auch die Handlung des Buches spielt. 2013 erhielt er für sein Buch „Der Turm der toten Seelen“ den schwedischen Krimipreis
Unter dem Sturm“ ist im Jahr 1994 angesiedelt und wird in unterschiedlichen Zeitebenen und aus verschiedenen Sichtweisen erzählt:
Es ist November und in dem kleinen Örtchen Marbäck brennt ein Haus lichterloh, während das Besitzerpaar Markström außer Haus ist und mit dem Leben davonkommt, wird später in den Überresten des Gebäudes die Leiche ihrer Tochter Lovisa gefunden. Doch Lovisa scheint nicht durch das Feuer zu Tode gekommen zu sein, denn die Polizei geht von Mord aus.
Der junge Polizist Vidar eilt  zum Brand um zu helfen, dabei entdeckt er im nahe gelegenen Wald den von Brandwunden übersäten, völlig erschöpften Edvard Christensson..
Schnell kursiert die Gerüchteküche im Ort, wo jeder jeden kennt und bald steht Edvard, der Freund der jungen Lovisa vor Gericht. Er bekommt lebenslange Haft, obwohl er immer seine Unschuld beteuert.
Edvards Neffe Isak ist sieben Jahre alt als der Brand passiert und sein geliebter Onkel aus seinem Leben verschwindet.
Während hinter vorgehaltener Hand es schon jeder „vorhergesehen“ hatte, dass es mal ein schlimmes Ende mit Edvard nehmen würde, kommt er doch aus einer Familie, wo häusliche Gewalt und Straftaten von Generation zu Generation immer wieder an der Tagesordnung sind, bleibt dies auch Isak nicht verborgen und er sorgt sich um seine Zukunft, denn er könnte ja auch „das Böse“ in sich haben…
Zwar gab es schnell einen Verurteilten im „Fall Lovisa“, aber so ganz schlüssig ist der Fall für Vidar auch nach zehn Jahren noch nicht und er stochert in den alten Akten herum, kommt aber zu keinem Ergebnis. Es vergehen weitere Jahre und Vidar beschäftigt sich gedanklich immer noch mit dem fragenaufwerfenden Fall, bis dann plötzlich Isaks Lebensgefährtin ihn um Hilfe bittet, da Isak spurlos verschwunden ist, nachdem er zuvor auf „etwas von damals“ gestoßen ist, was ihn „unruhig“ hat werden lassen…
So zusammengefasst, vermutet man eine interessante Krimihandlung, aber ganz ehrlich, ich hatte Schwierigkeiten dieses Buch zu lesen.  Zum einen konnte  mich der „ausgedehnte“ Erzählstil des Autors nicht begeistern. Aber auch wegen der an manchen Stellen, nicht sinnmachender Sätze (vielleicht bei der Übersetzung entstanden?), war das Lesen erschwert.
Die recht langatmig geratene Geschichte ist für mich kein fesselnder Krimi. Zwar ist der rote Faden mit dem Brand von 1994 immer erkennbar, aber es ist einfach zu viel an Handlung „nebenbei“, auch die Frage bezüglich „ist das Böse erblich“, die hier thematisiert wird, lenkt eher vom Geschehen ab, als das dies zur Spannungsbildung beiträgt. Die Gesamthandlung ordne ich eher als Roman mit eingewobenen Kriminalfall ein, weswegen ich hier auch nur drei von fünf möglichen Punkten vergebe.
Fazit: Sehr ausgedehnter Erzählstil, zwar mit rotem Faden, aber ohne wirklich Spannung aufzubauen
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Lisa Jackson: Showdown – Ich bin dein Tod

Knaur

Nachdem ich hier zuletzt die spannenden Thriller „You will pay“ und „Revenge“ von der Autorin vorgestellt habe, möchte ich heute Einblick in den bereits als E-Book erhältlichen neuesten Thriller von Lisa Jackson geben.
Handlungsmäßig geht in die USA, genauer gesagt nach Portland, Oregon und weiter nach L.A ans Set von Dead Heat, einem Hollywood-Blockbuster, wo nach mehrmaligen Umschreiben des Drehbuchs nun endlich der Schluss-Akkord gedreht wird. Da die Hauptdarstellerin, die berühmte Allie Kramer nicht am Drehort erschienen ist, muss ihr Body-Double Luicinda Rinaldi ran, alles läuft gut, dann kommt ein Schuss und Lucinda sinkt wie geplant zu Boden…
….bis endlich jemand merkt, das Lucinda sich nicht regt und irgendwas nicht in Ordnung ist, dauert es etwas, doch dann bricht Panik aus, denn das Body Double wurde von echten Kugeln getroffen…
Während Allie Kramer verschwunden bleibt und die Polizei nach einiger Zeit vom Schlimmsten ausgeht und die Worte Entführung und Mord in diesem Zusammenhang fallen, rückt die etwas im Schatten ihrer erfolgreichen Schwester stehende, ebenfalls im Film mitwirkende Cassie Kramer immer mehr in den Fokus der Ermittler, zumal diese Allie als letzte gesehen hatte und das Zusammentreffen nicht besonders harmonisch endetet…
Cassie ist durch die Ereignisse psychisch angeschlagen, aber da ihre Schwester auch nach längerer Zeit immer noch nicht wieder auftaucht ist und die Ermittler immer noch im Dunkeln tappen, macht sie sich selbst auf die Suche nach ihr. Cassie kontaktiert einige Bekannte und Freunde um sich nach Allie zu erkundigen, aber niemand hat sie gesehen oder hat eine Idee, wo sie sein könnte. Je mehr Zeit vergeht umso öfter hat Cassie das Gefühl, dass jemand sie beobachtet oder es kommt zu angespannten Situationen, wo sie sich verfolgt fühlt und dann bekommt sie es mit der Angst zu tun, denn eine Mitarbeiterin der Filmcrew, mit der sie sich erst kürzlich getroffen hatte, wird ermordet aufgefunden….
Schon nach den ersten Seiten von  „Showdown – Ich bin dein Tod“ ist man mitten drin im typischen Hollywood-Flair. Schöne Menschen geben sich hier ihr Stelldichein, es wird getratscht, getuschelt, Eifersucht und Zwietracht stehen ganz oben auf der „Besetzungsliste“ und passend dazu hat Lisa Jackson auch „Drehbuchszenen“ in die Handlung eingewoben.
Alle Mitwirkenden waren mir nicht sonderlich sympathisch und ob hier alle mit offenen Karten spielen, bleibt mal dahingestellt. Was mit Allie Kramer letztendlich passiert ist, erfährt man als Leser erst ganz zum Schluss, was schon mal ein Pluspunkt ist. Allerdings hatte ich recht bald eine Idee, was der Auslöser für die kriminelle Energie hier sein könnte – und lag richtig. Nichtsdestotrotz liest sich das Buch gut und passend zum Milieu, in dem die Handlung angesiedelt ist, bekommt man hier viel „Lug und Trug“ serviert und erst wenn man hinter die schöne Fassade blickt, wird die Tragweite des ganzen Dilemmas sichtbar.
Wer sich gern mal mitten im Dschungel von Hollywood nebst schönem Schein, Eifersüchteleien, Intrigen und einem umtriebigen Mörder befinden möchte, ist hier genau richtig, denn das alles bekommt man hier in diesem lesenswerten Thriller präsentiert.
Fazit: Gelungener Thriller in bester Hollywood-Manier!
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Catherine Shepherd: Der Böse Mann

Kafel Verlag

Die Autorin schickt in diesem Thriller bereits zum sechsten Mal die Berliner Spezialermittlerin Laura Kern nebst ihrem Kollegen Max Hartung auf Verbrecherjagd. Hatten die beiden es zuletzt mit dem „Behüter“ zu tun, kommt jetzt „Der böse Mann“ zum Zuge. Man kann den aktuellen Thriller ohne Vorkenntnisse der anderen lesen, doch empfehlen kann diese spannende Reihe vom ersten Buch an!
Diesmal bekommen Laura und Max es mit einem perfiden Mörder zu tun, der sich auf einen Frauentyp eingeschworen hat und schwer zu fassen ist, denn er hinterlässt keine Spuren:
Die erste Leiche wird an einem See gefunden. Die junge Frau ist an Armen, Beinen und um den Hals mit rostigem Stacheldraht umwickelt. Auf einer der Schultern trägt sie eine auffällige Tätowierung und in einer ihrer Hosentaschen eine Botschaft, die „Ich bin die Zweite“ lautet und die Ermittler aufhorchen lässt, denn es gibt offenbar ein erstes Opfer, aber wo soll man danach suchen?
Der Mörder sonnt sich darin, dass die Ermittler im Dunkeln tappen und offenbar will er sie mit seinen „Rätseln“ in die Irre führen. Weitere Frauenleichen, ebenfalls mit Stacheldraht fixiert und mit Tätowierungen werden an unterschiedlichen Orten entdeckt. Im Verlauf rücken dann drei Männer, die alle irgendwie in Kontakt mit den jungen Frauen standen, in den Fokus der Ermittlungen. Doch wer die Thriller von Catherine Shepherd kennt, der weiß so einfach ist des Rätsels Lösung nicht!
Je mehr ähnlich aussehende Frauenleichen auftauchen, um so dreister wird das Gebaren des Mörders, er scheint immer irgendwo in der Nähe zu lauern, dabei gut verborgen den Ermittlern auf die Finger zu schauen oder aber sein nächstes Opfer auszuspähen…
 …bis Laura sein perfides Spiel durchschaut und erkennt, auf wen der Täter es eigentlich abgesehen hat…..
Neben dem spannenden Teil dieses Thrillers, kommt auch das Zwischenmenschliche nicht zu kurz; aber Laura schwebt mit ihrem Freund Taylor nicht nur auf Wolke Sieben, es gibt auch Gewitterwolken, die sich erst ganz langsam wieder verziehen….
Mir hat dieser Thriller wieder gut gefallen, der Spannungsbogen wird von Beginn an aufgebaut und mündet dann in einen heftigen Schlussakkord, der nicht vorhersehbar ist. Nur wer – wie ich – die Reihe um Laura Kern von Anfang an gelesen hat, erkennt vielleicht auch die „Zeichen“ und wird nicht so ganz erstaunt sein, wer sich hinter „dem bösen Mann“ versteckt, der in der Handlung aber erst ganz zum Schluss demaskiert wird, was immer ein großer Pluspunkt ist, aber auch ein ganz spezielles „Kennzeichen“ der Thriller von Catherine Shepherd ist, wo sich erst ganz am Schluss der Nebel lichtet und man dann erst „das Böse“ erkennt. Toll!
Fazit: Auch Fall Nr. 6 der Reihe zeichnet sich wie gewohnt durch Spannung auf hohem Niveau aus!
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Catherine Ryan Howard: The Nothing Man

rororo

The Nothing Man“ ist das erste Buch von Catherine Ryan Howard, das ich bisher von ihr gelesen habe, aber eins ist schon mal klar, es ist bestimmt nicht das letzte!
Die Autorin ist Irin und stammt aus Cork, wo auch die Handlung dieses Thrillers angesiedelt ist.
Ich musste erst ein wenig überlegen, was ich über den Inhalt dieses außergewöhnlichen Thrillers überhaupt verraten darf, der den Untertitel trägt „Zwei Geschichten. Ein Mörder. Keine Gnade.“, denn schon nach den ersten Seiten ist es der Autorin gelungen, durch ihren ganz besonderen Erzählstil,  dass man das Buch nicht aus den Händen legen mag.
Es gibt zwei Hauptfiguren in der Handlung, zuerst einmal Eva Black, deren Familie vor knapp 20 Jahren vom „Nothing Man“ nachts in ihrem Haus heimgesucht wurde, nur sie – damals zwölf Jahre alt – hat diesen Übergriff überlebt. Nun hat sie allen Mut zusammengenommen und ein Buch über dieses schreckliche Ereignis geschrieben, denn ihre Familie war nicht die einzige, die dieser wie aus dem Nichts aufgetauchte Mann, nachts überfallen, geschändet, mißhandelt und getötet hat. Hinweise darauf, wer sich hinter diesem Killer verbirgt, gab es keine, denn er hinterließ keine Spuren, weswegen er immer noch irgendwo da draußen ist und Eva Black nun den „Spieß umdrehen“ will und sich auf die Suche nach ihm macht, um ihn zu fassen….
Den anderen Part übernimmt Jim Doyle, der als Wachmann in einem Supermarkt arbeitet und durch Zufall an das Buch über den Serienkiller kommt, es anfängt zu lesen und das was er dort liest, gefällt ihm ganz und gar nicht, denn Eva Black erzählt nicht alles, was damals passiert ist, da ist er sich sicher, denn er ist der „Nothing-Man!“…
Wie bereits erwähnt, ist dies ein ungemein spannender und sehr fesselnder Page-Turner, der einen nicht so schnell loslässt. Der besondere Erzähl-Stil, die bildhaft geschilderte Szenerie – die einen die Nackenhaare hochstehen lässt – und die Twists, die dann im Verlauf noch alles wieder in ein anderes Licht rücken, machen dies Buch so besonders. Ich gebe hier die Höchstnote, meine Leseempfehlung und hoffe es gibt noch weitere Bücher aus der Feder dieser tollen Autorin!
Fazit: Wow! Die Höchstnote für diesen ungemein spannenden, nervenaufreibenden und ganz besonders fesselnden Thriller!
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