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Joy Ellis: Das Gewissen  der Toten

Osterwold/Hörbuch Hamburg

Die britische Autorin hatte mich mit ihrem Debüt „Der Sohn der Mörderin“ ganz schnell begeistert und auch Krimi Nr 2 „Die verschwundenen Töchter“  ist ein spannender Page-Turner mit Gänsehautgarantie.
Die beiden Ermittler DI Rowan Jackman und DS Marie Evans ermitteln in beiden Büchern, die in den „Fens“, einer Moor- und Marschlandschaft im Osten Englands angesiedelt ist.
Nun bin ich auf das Hörbuch „Das Gewissen der Toten“ gestoßen und es ist der dritte Fall für das obige Ermittler-Team. Die Lesung hat Uve Teschner übernommen, was schon mal ein großer Pluspunkt ist, denn mit seiner Stimme und seiner Vortragsart schafft er schnell die passende Atmosphäre und das „Kopfkino“ beginnt:
Im Prolog wird man Zeuge wie Carter McLean, ein Polizist und Kollege von Jackman und Evans mit seinen vier Freunden in einen Flugzeug sitzt, bis es abstürzt und nur Carter als einziger überlebt….
Die Zeit vergeht und Carter hat sich körperlich von dem Absturz wieder erholt, nur psychisch ist er immer noch nicht fit. Doch er will unbedingt wieder arbeiten, weshalb er nach außen hin eine Fassade aufbaut, die diesen „Zustand“ seiner Ansicht nach gut verbirgt. Tatsächlich ist man in den Reihen der Obrigkeit noch nicht ganz davon überzeugt, dass er wieder arbeitsfähig ist. Was allerdings auch mit der Tatsache zusammenhängt, dass er vor dem Unfall zwar ein sehr guter Ermittler war, aber seine Methoden, die dann den Fall zum Abschluss brachten, eher grenzwertig waren…
Nur Marie Evans, die Carter sehr gut kennt, weiß von seinen Schuldgefühlen, die soweit gehen, dass er seine vier toten Freunde „sieht“ und „mit ihnen spricht“. Um mit seinem Gewissen ins Reine zu kommen, beschließt Carter jedem von ihnen einen letzten „Wunsch“ zu erfüllen, aber ob das mit der täglichen Polizeiarbeit kompatibel ist, bleibt abzuwarten….
Das Ermittler-Team um DI Jackman bearbeitet u.a. den Vermissten-Fall Susan Holland, die vor 1,5 Jahren spurlos verschwand. Nur ein großer Blutfleck in ihrem Zuhause deutet auf etwas Schlimmes hin, aber eine Leiche wurde bisher nicht gefunden, bis dann plötzlich ein Anrufer wichtige Informationen hat…
Ganz besonders heikel wird es dann, als Carter McLean auf den Fall Holland aufmerksam wird, denn Susan ist die Ehefrau von seinem Freund Tom, der ebenfalls bei dem Flugzeugabsturz ums Leben kam….
Joy Ellis hat hier erneut einen sehr spannenden, unvorhersehbaren und wendungsreichen Kriminalroman geschrieben. Besonders wie sie den „gruseligen“ Part bezüglich Carter McLean und seiner „Zwiesprache“ mit seinen verstorbenen Freunden in die Geschichte eingewoben hat, ist ihr glaubhaft und durchaus nachvollziehbar gelungen, was mir gut gefallen hat. Alles in allem vergebe ich hier die volle Punktzahl, denn einmal angefangen, ist man ganz schnell im Geschehen gefangen und durch die Lesung  von Uve Teschner  wird daraus ein fesselndes Hörerlebnis, das man nicht verpassen sollte!
Fazit: Spannender, fesselnder und unvorhersehbarer Kriminalroman , der durch Uve Teschner’s Lesung schnell zum Kopfkino wird! Klasse! Bitte mehr davon!
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Catherine Shepherd: Stummes Opfer

Kafel Verlag

Der mittlerweile 11.(!) Zons-Krimi „Stummes Opfer“, der als E-Book oder auch als Taschenbuch erhältlich ist, lässt einen schon gleich zu Beginn die Nackenhaare hochstehen, denn man wird „Zeuge“ während „das Böse“ sein Unwesen treibt….
Wie bei der „Zons-Reihe“ typisch, gibt es gleich zweimal fesselnde Spannung, denn die Kriminalfälle spielen zum einen in der Gegenwart, wo Kommissar Oliver Bergmann die Ermittlungen leitet und zum anderen befindet man sich nach einem Zeitsprung im Mittelalter bzw. im Jahr 1502, wo dann Bastian Mühlenberg von der Zonser Stadtwache für Recht und Ordnung sorgt.
Zum Inhalt:
Gegenwart: Während der Neubau des „Neuen Archivs“ in Zons eingeweiht wird und eine Delegation das Gebäude besichtigt, entdeckt jemand im Eingangsbereich einen Riss in einer der dortigen Säulen. Nach näherem Betrachten/Untersuchen sind die Feierlichkeiten von jetzt auf gleich beendet, denn in der Säule wird ein eingemauerter männlicher Leichnam entdeckt, der in seiner Hand ein dunkelgrünes Teilstück eines alten Wachs-Siegel hält…
Es bleibt nicht bei dem einen gruseligen Fund, es werden weitere Mordopfer entdeckt.  Alle findet man an markanten Plätzen bzw. Gebäuden und man findet Wachsstücke bei ihnen….
1502: Durch Zons dröhnt ein ständiges Hämmern und die Luft ist sehr staubig, denn durch Hochwasser ist ein Teil der Kirchenmauer eingestürzt. Eine Vielzahl an großen Steinen müssen bearbeitet und unter großen Mühen bewegt werden um die Mauer zu reparieren, doch es ist wie „verhext“, kaum fertig, stürzt sie immer wieder ein….
Bastian Mühlenberg muss sich mit dem Verschwinden von mehreren Bettelweibern befassen, die sonst zum Stadtbild gehören. Dann wird eine der Frauen tot und nur notdürftig verscharrt im Wald gefunden. Unter dem Leichnam liegt ein dunkelgrünes Stück Siegelwachs ….
Neben dem Wachsstück als „Verbindung“ zwischen Gegenwart und Vergangenheit, ist natürlich auch wieder „das Knistern“ zwischen Anna und Bastian in die Gesamthandlung eingewoben, was keinesfalls fehlen darf und diese Thriller-Reihe auch „besonders“ macht.
Die Thematik, die hier den roten Faden in der Handlung bildet, ist gut gewählt, bildet sie doch das „passende Ambiente“ für einen Thriller.  Gut gefallen hat mir, wie die Autorin in beiden Zeitzonen dann daraus eine fesselnde und sehr spannende Geschichte gemacht hat. Im „Nachwort“ erzählt sie übrigens, was und wodurch sie für dieses Buch inspiriert wurde und welche Realität sich dahinter verbirgt.
Wie gewohnt, ist es ihr gelungen, durch geschicktes Fährtenlegen, den einen oder anderen Verdächtigen aufzuzeigen, aber „das Böse“ selbst bleibt bis zum Schluss verborgen und somit der Spannungsbogen lange hochgehalten! Klasse!
Fazit: Die Thematik des spannenden Thrillers ist gut gewählt, die wendungsreiche Handlung punktet ganz besonders durch Unvorhersehbarkeit, so dass der Spannungsbogen bis zu Schluss gehalten wird! Bitte weiter so!
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Lone Theils: Falsche Gesichter

rororo

Ein neuer Fall für die dänische Journalistin Nora Sand, die sich nach ihrem letzten Einsatz in „Hexenjunge“ erst mal eine Auszeit in Thailand gönnt, zumal ihr Privatleben in Schieflage geraten ist und ihr Arbeitsplatz in London bei der dänischen Online-Zeitung Gobalt auf wackligen Füßen steht, denn der neue Geldgeber lässt auf sich warten…
Noch in Thailand erfährt sie aus den Medien über einen möglichen IS-Anschlag auf die Polizei in Toppingham, einer englischen Kleinstadt. Ein Video der Gräueltat kursiert im Netz…
Kurze Zeit später bekommt Nora den Auftrag, genau über diese Vorkommnisse zu berichten….
Während in Toppingham die großangelegten Ermittlungen anlaufen, beginnt auch Nora vor Ort mit ihren Recherchen und sie zweifelt recht schnell daran, dass es sich hier um einen terroristischen Anschlag gehandelt hat, denn das Opfer war nicht bei jedermann beliebt und so mancher atmete jetzt eher auf, als dass man ihn vermisste…
In einem anderen Handlungsstrang gerät Nora durch Zufall an eine Story, wo es um junge Mädchen geht, die man auch als „Problemkinder“ bezeichnet. Eines dieser Mädchen heißt Laura, sie ist alkoholisiert als sie in einen Döner-Laden torkelt. Sie steuert schwankend auf den Wirt zu, beschimpft ihn wüst und bezichtet ihn des Mordes an „Mel“ und dann bricht sie genau vor Noras Füßen zusammen….
Die Ereignisse in Toppingham spitzen sich im Verlauf zu:  Ein weiterer bizarrer Mord geschieht, der Parallelen zum Polizistenmord aufweist und dann verschwindet die Bürgermeisterin spurlos….
Nora hat das Gefühl, dass irgendetwas mit dieser Kleinstadt nicht stimmt und da sollte sie rechtbehalten…
Was für einen brisanten und bewegenden Fall die Autorin in „Falsche Gesichter“  niedergeschrieben hat, lässt einen nicht so schnell los. Wie sie selbst in der „Danksagung“ erwähnt, ist sie durch reale Ereignisse zu diesem Buch inspiriert worden!
Der Kriminalroman liest sich gut, schnell ist man mitten im Geschehen und ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen, so fesselt es einen, weswegen ich hier auch meine Leseempfehlung ausspreche, die volle Punktzahl vergebe und hoffe, die spannende Reihe um Nora Sand wird fortgeführt!
Fazit: Fall Nr. 4 um Nora Sand ist spannend, brisant, bewegend und sehr fesselnd geschrieben, daher gibt es hier die volle Punktzahl dafür!

 

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Sam Lloyd: Der Mädchenwald

rowohlt

Aus unterschiedlichen Perspektiven und Zeitebenen wird dieser spannende Thriller erzählt. „Der Mädchenwald“ ist das Debüt des britischen Autors Sam Lloyd. Sein Schreibstil ist flüssig und obwohl es in der Handlung einige Twists gibt und man oftmals nicht ganz sicher sein kann, ob das von der Figur Wahrgenomme, der Realität entspricht, hat man keine Schwierigkeiten sich in der Geschichte zurechtzufinden. Denn genau diese Art es Erzählens macht diesen Thriller aus, die Spannung wird von Anfang bis Ende gehalten und einmal angefangen zu Lesen, hat dieses Buch etwas Sogartiges, das einen nicht so schnell loslässt!
Hier gibt es einen kleinen Einblick ins Geschehen:
Anfangs lernt man als Leser Elijah kennen, der mit seinen Eltern und seinem Bruder irgendwo abgeschieden von der modernen Welt (ohne Handy oder Internet) in einem Cottage in England lebt, das sich mitten im Wald befindet. Von diesem Cottage gibt es noch ein baugleiches, allerdings bereits verfallenes, irgendwo in der Nähe des anderen. Dieses verfallene Gebäude zieht Elijah magisch an, denn unten im Keller ist etwas verborgen…
Elissa Mirzoyans ist 13 Jahre alt und sie ist begeistere Schachspielerin, weswegen ihre Mutter mit ihr zum Jugendturnier fährt, wo sie in einer Spielpause spurlos verschwindet….
DI MacCullagh ist die leitende Ermittlerin im Vermisstenfall von Elissa, auch aus ihrer Sicht wird ein Teil der Handlung erzählt.
Im Verlauf der Geschichte begegnen sich Elijah und Elissa, die man im Keller des verfallenen Cottage gefangen hält. Während Elissa versucht aus ihrer bedrohlichen Lage irgendwie herauszukommen, muss sie aber erkennen, dass ihr Elijah zwar in gewisser Weise wohlgesonnen, aber bestimmt keine Hilfe für sie holen wird….
Ich habe diesen Thriller in kürzester Zeit „verschlungen“, der wirklich gut gelungen ist. Nur die „Befindlichkeitsstörungen“ der Ermittlerin wären für mit entbehrlich gewesen, denn man nimmt ihr das berufliche Engagement auch ohne den privaten Einblick in ihr Leben ohne Weiteres ab. Aber das nur am Rande.
Fazit: Dieses spannende Thriller-Debüt ist gelungen und ich werde immer mal wieder Ausschau halten, ob oder was es Neues von diesem Autor gibt!

 

 

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Lone Theils: Hexenjunge

rororo

Die dänische Autorin – selbst einige Jahre lang als London-Korrespondentin für eine dänische Tageszeitung tätig – hat im aktuellen Buch „Hexenjunge“, wieder einen turbulenten und aufregenden Fall für ihre Hauptakteurin Nora Sand aufgeschrieben.
Immer auf der Suche nach einer spannenden Story oder einem interessanten Interview, freut sich Nora über die SMS, die sie von Professor Abioni erhält. Denn der Nigerianer ist in Sachen Terrororganisationen ein angesehener Experte. Lange Zeit hatte er nicht auf ihre E-Mails oder Anrufe reagiert. Doch nun hält er sich in London auf, gibt sich aber Nora gegenüber etwas geheimnisvoll und er besteht auf absolute Geheimhaltung und Diskretion bezüglich ihres Treffens.
Nora ist damit einverstanden und trifft sich dann mit ihm zu einer Führung auf einem Londoner Friedhof. Doch ihr Gespräch entwickelt sich in eine ganz andere Richtung als Nora geplant und erwartet hat, denn der Professor erklärt ihr, dass er „unsichtbar“ bleiben muss, da er einem Netzwerk bzw. einer Organisation auf der Spur ist, die in Nigeria im großen Stil Kinder entführt, eines davon ist offenbar der kleine Neffe seiner langjährigen Assistentin Maria, die ihn bei der Suche nach dem Jungen um Hilfe gebeten hat….
Während Nora versucht so viele Informationen über dieses brisante Thema herauszubekommen, ist der Professor immer auf der Hut und willigt nur zögerlich noch auf ein abschließendes Kaffeetrinken im naheliegenden Cafe ein. Während Nora kurz die Toilette aufsucht, verschwindet der Professor spurlos….
Einen Tag später findet man bestialisch ermordet auf….
Nora will den Informationen von Abioni unbedingt nachgehen und auch über seinen Mord recherchieren, doch ihr Chef will davon nichts hören. Nora soll unbedingt über die medienwirksame Scheidung eines russischen Oligarchen und von seiner dänischen Frau, einem einstigen Reality-Sternchen, umfassend berichten. Und es geht dabei nicht nur ums Geld, sondern das Paar streitet in aller Öffentlichkeit über das Sorgerecht für ihren achtjährigen Sohn Nicholas….
Doch Nora lässt der schreckliche Tod des Professors keine Ruhe und während sie über die Scheidung recherchiert und Berichte für die Zeitung verfasst, wird der kleine Nicholas entführt….
Was für ein komplexer Fall aus beiden Handlungssträngen sich hier entwickelt, ist zum einen nichts für schwache Nerven, andererseits ist die Geschichte aber so fesselnd und spannend aufgemacht, dass man gar nicht anders kann, als sie Seite um Seite zu „verschlingen“.
Genau wie die beiden vorherigen Bücher „Das Mädchen von der Englandfähre“ und „Das Meer löscht alle Spuren“ hat mich auch diesmal die Thematik nachhaltig berührt. Ich hoffe Nora Sand behält ihren Mut und Spürsinn auch wenn es mal  – wie im aktuellen Fall – lebensbedrohlich wird!
Fazit: Nervenaufreibender, spannend erzählter Pageturner! Bitte weiter so und mehr davon!
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Catherine Shepherd: Artiges Mädchen

Kafel Verlag

Ein neuer Fall für die Rechtsmedizinerin Julia Schwarz, die zuletzt in „Dunkle Botschaft“ dem „Bösen“ sehr nahe kam.
Schauplätze der Verbrechen sind in dieser spannenden Handlung verschiedene Kinderspielplätze in Köln, wo man in kurzer Abfolge weibliche Leichen findet, die man dort drapiert hat. Alle sind herausgeputzt, ihr blondes Haar wurde zu Zöpfen geflochten und sie tragen weiße Rüschenkleider und Riemchenschuhe. Der Ablageort und die ganze Inszenierung bilden ein bizarres Bild, das sich den Ermittlern bietet.
Der ermittelnde Kommissar Florian Kessler bittet Julia Schwarz um Mithilfe bei diesen Todesfällen, denn einige der Leichen weisen merkwürdige Wunden auf und auch die Todesart ist nicht immer gleich…
Im Prolog der Handlung von „Artiges Mädchen“ erfährt der Leser schon ein wenig, warum die Frauen in den Fokus des „Bösen“ geraten und welche Schwäche ihnen zum Verhängnis wird…
Dann werden merkwürdige „Briefbotschaften“ und „Geschenke“ in den Wohnungen der Opfer gefunden, die einen Zusammenhang der Taten vermuten lassen….
Eine Spur führt in eine Entzugsklinik, wo einiges im Argen zu liegen scheint…
Mehr vom Inhalt möchte ich nicht verraten, denn es dazu ist dieser Thriller wieder einfach zu spannend und lesenswert!
Es gibt viel Arbeit für das „eingespielte“ Team Florian Kessler und Julia Schwarz, die sich ja mittlerweile auch privat sehr nahe sind. Das Privatleben der beiden ist ohne zu stören in die Rahmenhandlung eingewoben und auch Julias finnische Assistentin Lenja und Florians Kollege Martin Saathoff sind wieder engagiert dabei und eigentlich bilden diese vier „Ermittler“ mittlerweile ein unschlagbares Team!
Ich mag den flüssigen und „undurchsichtigen“ Erzählstil der Autorin. Die Handlung ist durchweg spannend und fesselnd. Auch diesmal ist es ihr gelungen, viele Fährten auszulegen. Doch erst ganz zum Schluss mit Gänsehaut-Effekt bekommt man die Lösung des Rätsels präsentiert! Echt klasse!
Fazit: Thriller vom Feinsten, der durchweg fesselnde Spannung bietet, weswegen diese Reihe gern fortgesetzt werden darf!

 

 

 

 

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Hans Rosenfeldt: Wolfssommer – E-Book u. Hörbuch

Rowohlt

Mir ist der Autor schon seit langem bekannt, denn er hat bereits zusammen mit seinem Kollegen Michael Hjorth für sehr spannende Unterhaltung gesorgt,  als sie gemeinsam die bisher sechs erschienenen Bücher über den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman geschrieben haben, die ja mittlerweile auch schon mit Rolf Lassgard in der Hauptrolle, verfilmt wurden..
Nun hat er mit „Wolfssommer“ den Startschuss für sein Soloprojekt in der Kategorie „Thriller“ gegeben.
Es geht ins schwedische Haparanda, einem einst blühenden Ort, der in direkter Nachbarschaft zu Finnland liegt. In den umliegenden Wäldern werden von Wanderern eine Wölfin und eines ihrer Welpen tot aufgefunden. Als man genauere Untersuchungen anstellt, entdeckt man menschliche Überreste im Magen der Tiere…
Nun heißt es für die örtliche Polizei und damit für die leitende Ermittlerin Hannah Wester,  herauszubekommen, ob die Wölfe für den Tod des Menschen verantwortlich sind oder was sonst passiert sein könnte. Eine großangelegte Suche nach dem Rest der Leiche wird gestartet…
Im Verlauf der Handlung führen die Nachforschungen zu einem offenbar fehlgeschlagenen Drogendeal mit mehreren Toten,  nur eines an der vorgefundenen Szenerie fehlt, das sind Drogen und das dafür gezahlte Geld….
Nicht nur die Polizei macht sich auf die Suche nach Drogen und Geld, auch der „rechtmäßige“ Besitzer entsendet jemanden, der komme was da wolle sein Eigentum zurückbringen soll….
Die anfängliche Fragestellung bezüglich der toten Wölfe fand ich spannend, auch die Zusammenhänge Richtung Finnland waren ein guter Ansatz, aber dann verliert sich für mich die Spannung wegen der vielen privaten Nebenschauplätze und der recht zahlreichen Mitwirkenden, die mir alle nicht sonderlich sympathisch waren. Auch gute Nerven braucht man hier, denn die Szenerie ist teils schon recht brutal. An manchen Stellen fand ich die Geschichte auch etwas „unrund“ und sie driftet sehr in Richtung Sozialdrama, wo mir dann doch der „Thrill“ fehlte.  Nichtsdestotrotz würde ich gern eine Fortsetzung der Reihe lesen!
Fazit: Spannender Auftakt, der aber im Verlauf in Richtung Sozialdrama driftet, aber durch einem Cliffhanger auch Hoffnung auf eine Fortsetzung macht!

 

Hans Rosenfeldt: Wolfssommer – ungekürzte Hörbuchfassung

Audiobuch

Für die ungekürzte Lesung von „Wolfssommer“ sollte man sich schon etwas Zeit nehmen, aber die 14 Stunden kann man gut aushalten, denn bei der gekonnten Lesung von Vera Teltz verfliegen sie im Nu.
Auch die vielen Mitwirkenden, die sich im Verlauf in Haparanda tummeln, kann man gut durch die Stimmnuancen der Vorleserin auseinanderhalten und einordnen, was im aktuellen Fall auch gut ist, denn die teils dunklen Gestalten die hier auftauchen, haben meistens nichts Gutes im Sinn.
Auch wenn mir wie oben bereits erwähnt, die Handlung etwas zu viele Nebenschauplätze und stellenweise etwas „unrund“ vorkommt, sollte man nicht vergessen, dass Hans Rosenfeldt auch für die erfolgreiche schwedische Krimi-Serie „Die Brücke“ die Drehbücher geschrieben hat und er vielleicht bei seinem  Schreiben seines Solo-Debüts bereits die Verfilmung im Hinterkopf hatte?!
Da ja Hannah am Ende der Geschichte nach den privaten Schicksalsschlägen sich auf die Suche nach der „Akademie“ machen will, bin ich schon gespannt auf die hoffentlich bald erscheinende Fortsetzung.
Fazit: Die Vorleserin ist gut gewählt und schafft mit ihrer Lesung die passende Atmosphäre für diesen recht turbulenten Auftakt der Reihe!

 

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