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Klaus-Peter Wolf: Ostfriesenzorn – Hörbuch

GoyaLit

Fall Nr. 15 für Ann Kathrin Klaasen und ihr Team
Die ungekürzte Lesung des Buches hat Klaus-Peter Wolf wieder selbst übernommen, was gut passt und in der jetzigen Pandemie-Zeit ein guter „Ersatz“ ist, da ja Live-Events nicht stattfinden können. Durch seine markante Stimme – die ich sofort mit den Ostfriesenkrimis verbinde – kann man die Figuren gut unterscheiden, was durch die angelaufenen Verfilmungen der Reihe noch unterstützt wird, denn jetzt hat man direkt ein passendes „Gesicht“ vor Augen, so dass das Kopfkino schnell startet:
Auf der Nordseeinsel Langeoog geht ein Frauenmörder um, sein erstes Opfer wird in den Dünen gefunden. Im Verlauf stellt sich heraus, dass dieser Mörder sich mit dem Serienkiller Dr. Bernhard Sommerfeldt messen möchte bzw. ihn herausfordern will, denn Sommerfeldt „kann“ ja bekanntermaßen keine Frauen töten!
Allerdings hat der Langeoog-Mörder offenbar eins nicht bedacht, denn Dr. Sommerfeldt sitzt nach seiner Verhaftung durch Kommissarin Ann Kathrin Klaasen gut bewacht für lange Jahre in Lingen im Gefängnis…
Während das Morden auf Langeoog weitergeht, bekommt Dr. Sommerfeldt einen merkwürdigen Brief ins Gefängnis, der diesem hartgesottenen Mann eine Gänsehaut beschert….
Ann Kathrin Klaasen nebst ihrem Team übernimmt die Ermittlungen. Bei diesem Fall ringt sie mit ihrem Gewissen und sie muss schwierige Entscheidungen treffen, die zu unvorhergesehenen Ereignissen führen, so dass ihr Handeln in Frage gestellt wird….
Neben dem „Wettkampf“ der beiden Serienmörder fehlt natürlich der Humor in der Gesamthandlung nicht, da ja Kommissar Rupert wieder mit von der Partie ist und nebst Kollegin Jessie zur Hochform aufläuft, besonders als in seinen Augen „Gefahr in Verzug ist“….
Über den Einsatz von Rupert habe ich mich wieder köstlich amüsiert, der Kriminalfall konnte mich leider diesmal nicht so begeistern und auch hätte es  etwas weniger „Werbung“ sein dürfen.
Fazit: Diesmal punktet der Humor vor der Spannung, nichtsdestotrotz möchte ich die Autorenlesung von „Ostfriesenzorn“ nicht missen, denn allein durch Klaus-Peter Wolfs markante Stimme ist man schnell im Geschehen, die Figuren nehmen Gestalt an und das Kopfkino beginnt! 

 

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Romy Fölck: Mordsand

LÜBBE

Schon seit dem ersten Buch hat mir der Erzählstil der Autorin gut gefallen und ich habe immer nach einer Fortsetzung der spannenden Krimi-Reihe geschaut. Die „Figuren“ kommen sympathisch rüber und sind gut gezeichnet. Mittlerweile fühlt man sich gleich nach den ersten Textpassagen wieder auf dem Paulsenhof „heimisch“, weswegen ich auch gespannt war, welche Ereignisse in „Mordsand“ auf die beiden Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn, die für die Kriminalpolizei in Itzehoe arbeiten, wieder zukommen.
Nachdem nun einige Zeit vergangen ist und Frida Paulsen wieder auf dem Apfelhof ihrer Eltern in der Elbmarsch wohnt, hat sich durch ihr Engagement nun auch der recht in die Jahre gekommene Hof neu herausgeputzt, was ja im letzten Buch „Sterbekammer“ schon seinen Anfang nahm. Im Verlauf der neuen Handlung passiert noch einiges und es kommt „neuer Schwung und neues Leben“ auf das Hofgelände, worüber  gut eingewoben in den Kriminalfall berichtet wird.
Seit geraumer Zeit sind Frida und der Rechtsmediziner Dr. Torben Kielmann ein Paar, was aber bisher nur ihr Kollege Bjarne Haverkorn auf dem Revier „mitbekommen“ hat, weswegen er auch nicht erstaunt ist, dass er beim morgendlichen „Besuch“ auf dem Apfelhof, die beiden gemeinsam mit dem Rest der Hofbewohner am Frühstückstisch sitzen sieht. Eigentlich passt ihm das genau in den Kram, denn ihr neuer Fall verlangt auch nach einem Rechtsmediziner, denn auf einer der Elbinseln wurde ein Kochenfund gemeldet
Und dieser Knochenfund hat es in sich: Aus dem anfangs entdeckten Schädel, der am Ufersaum aus dem Sand ragt, entpuppt sich dann bei genauerer Untersuchung ein ganzes männliches Skelett, das einige „Besonderheiten“ aufweist…
Während die Ermittlungen im „Knochenfund“ laufen, wird kurze Zeit später auf einer anderen Elbinsel der Leichnam eines Mannes entdeckt, der nur mit dem Oberkörper aus dem Schlick ragt…..
Es gibt reichlich zu tun für das gesamte Team und was sie dann letztendlich zu Tage fördern, führt sie „rüber“ in das Gebiet der ehemaligen DDR und in die Vergangenheit zu einer Institution wo „Umerziehung“ praktiziert wurde…..
Ich kann nur sagen, Romy Fölck ist eine ganz tolle „Geschichtenerzählerin“. Durch die bildhaft geschilderte Szenerie ist man gleich mitten im Geschehen bzw. „live“ dabei als das junge Paar die menschlichen Überreste findet…..grrrh!
Parallel zur aktuellen Handlung gibt es einen Blick in die Vergangenheit und einen Einblick in die „Umerziehung“, die damals praktiziert wurde. Was man hier dann darüber erfährt, lässt einen erschauern und entsetzt innehalten….
Trotz dieser nachdenklich machenden Geschichte, habe dieses Buch gern gelesen und mich spannend unterhalten gefühlt. Auch freue mich schon auf die in „Mein Dank“ angekündigte Fortsetzung der Reihe. Besonders gut hat mir auch gefallen, dass erst ganz am Schluss des Rätsels Lösung sichtbar wurde und nicht vorhersehbar war.Toll!
Fazit: Spannender, unvorhersehbarer, aber auch nachdenklich machender, lesenswerter Page-Turner!
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Kommissar Wallander – Staffel 3

Edel Motion VÖ 19.03.21

Lange brauchten die Fans der Reihe nicht auf eine Fortsetzung warten, denn nach „Staffel 1“ im November 2020 und „Staffel 2“ im Januar 2021 gibt es nun drei weitere Buchverfilmungen von Henning Mankell unter dem Titel „Kommissar Wallander – Staffel 3“:
Ein Mord im Herbst:
Zu Beginn der Handlung beziehen Kurt Wallander und seine Lebensgefährtin Vanja nebst dem kleinen Peter und dem Hund Jussi ein Häuschen mit Blick auf die Ostsee. Während die „Menschen“ drinnen arbeiten, erkundet Jussi den Vorgarten und es dauert nicht lange, da findet er menschliche Knochen…..
Wäre dies nicht schon genug Trubel und Aufregung während der Kommissar sein neues Haus bezieht, da muss er sich parallel auch noch mit neuen Fall befassen, denn am Strand bei Ystad wird ein angespülter abgetrennter weiblicher Arm gefunden. Durch ein Schmuckstück daran führen die Ermittlungen zu einer Ostseefähre, die zwischen Schweden und Polen hin- und herfährt…
Hunde von Riga:
Mittlerweile lebt Kurt Wallander wieder allein. Durch ein auf der Ostsee in Küstennähe treibendes Schlauchboot mit zwei auffällig tätowierten männlichen Leichen kommt ein Major Karlis Liepa – ein letterischer Kriminalkommissar – aus Riga nach Ystad. Er kann die toten Männer als einschlägig bekannte lettische Drogenkuriere identifizieren, weswegen er bald wieder abreist…
Kaum in Lettland angekommen, wird Major Liepa auf brutalste Weise ermordet. Für Wallander ist es selbstverständlich die offenen Ermittlungen in Riga fortzusetzen bzw. den Kollegen vor Ort „behilflich“ zu sein, weswegen er sich sofort auf den Weg macht. Doch die „Ermittlungen“ dort gestalten sich so ganz anders als erwartet und bald weiß Wallander nicht mehr, wem er noch trauen kann, nur Karlis Witwe Baiba ist ihm wohlgesonnen, denn auch sie will wissen, wer ihren Mann getötet hat….
Vor dem Frost
Dieser Fall setzt sich aus vielen verschiedenen Puzzleteilchen zusammen: Plötzlich taucht bei Wallander zuhause Anna, eine Jugendfreundin seiner Tochter Linda auf.  Sie wirkt gehetzt und verwirrt. Kaum dass Wallander sein Telefon in die Hand genommen hat, um Annas Mutter zu kontaktieren, ist die junge Frau wieder spurlos verschwunden. Und das bleibt sie auch….
Brennende Schwäne über einem Waldsee, eine vermisste Kartographin, ein entflohener Psychiatrie-Insasse und kurz hintereinander stattfindende bizarre Selbstmorde sind weitere Teile dieses Puzzles, das Wallander und sein Team Stück für Stück zusammensetzen müssen, um diesen komplexen Fall zu lösen…..
Was soll ich noch sagen, auch diese Staffel ist spannend und fesselnd gelungen und erneut nah an den „Vorlagen“, die der verstorbene schwedische Autor Henning Mankell geschrieben hat. Die raue Küstenlandschaft dient als Kulisse und man hat das Gefühl, der Autor hatte sie genau so vor Augen, als er seine Krimis schrieb.
Auch diesmal wird der zuletzt etwas melancholische Kurt Wallander wieder bravourös von Kenneth Brannagh verkörpert. Das ihn umgebene gut besetzte Schauspiel-Ensemble hat durch die gleichbleibende Rollenbesetzung einen guten Wiedererkennungswert, so dass man gleich wieder mitten im Geschehen ist und das Dargebotene genießen kann.
Hier gibt es schon mal einen kleine Vorgeschmack auf die 3. Staffel: Trailer
Fazit: Auch Staffel 3 der Wallander-Reihe hält das hohe Niveau an Schauspielkunst und punktet erneut mit passender Kulisse, gelungener Buchverfilmung  und spannender Unterhaltung! Bitte weiter so!
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Krischan Koch: Der weiße Heilbutt

Der Audio Verlag

Beim Blick auf das Cover des aktuellen Hörbuchs wird hier Urlaubsfeeling suggeriert! Und so haben auch fast alle Bewohner von Fredenbüll ihre Sachen gepackt und sind kurz mal rüber auf die Nordseeinsel Amrum, um dort bei schönem Wetter ihre Freizeit zu genießen.  Mit von der Partie sind Dorfpolizist Thies Detlefsen nebst seinen Zwillingstöchtern und Kriminalkommissarin Nicole Stappenbek mit ihrem kleinen Sohn Finn. Und da Wirtin Antje von „De Hidde Kist“ auch auf der Insel „urlaubt“, was bleibt da ihren Stammgästen Bounty, Piet und wie sie alle heißen, anders übrig, als ihr auf die Insel zu folgen….
Während alle ihren Aufenthalt genießen taucht vor Amrums Küste „Der weiße Heilbutt“ auf und versetzt so manchen ortansässigen Koch ins Schwärmen (kommt ja nicht jeden Tag auf den Teller), aber manch anderen wird es  auch Angst und Bange, denn am Strand wird ein abgetrennter Damen-Fuß gefunden, den Finn, der Sohn von Kommissarin Stappenbek beim Sandburgenbauen entdeckt und zum Erstaunen seiner Mutter das ganz „cool“ findet….
Während die Kommissarin nebst Thies erst einmal nicht von Mord ausgehen, sondern auch den aufgetauchten König der Raubfische mit in ihre Ermittlungen einbeziehen, kommt es kurze Zeit später aber zu weiteren unschönen Funden in den Dünen, so dass nun für die beiden Ermittler die schöne „Auszeit“ erst einmal vorbei ist…
Dies ist ein kleiner Einblick in den Kriminalfall, der mit einer turbulenten humorvollen Rahmenhandlung ausgeschmückt ist, die sich mit einer Vielfalt an Themen beschäftigt, die alle am Puls der Zeit sind und die bekannten Fredenbüller in Aktion zeigen. So z.B. wird die mit Kirschen bedruckte Strandtasche von Antje plötzlich der Renner, denn die Influencerin Bibbi Baracuda hat gleich mal ein Bild davon ins Netz gestellt und zum großen Erstaunen von Antje wimmelt es plötzlich von diesen Taschen am Strand. Und damit nicht genug, im Verlauf sind Antje Kochkünste gefragt. Was sie serviert, kann man übrigens auf der Cover-Innenseite des Hörbuch entdecken…
Die ungekürzte Lesung des Inselkrimis hat Krischan Koch wie auch zuletzt in „Friedhof der Krustentiere“ wieder selbst übernommen und durch seine passenden Stimmnuancen tauchen ganz schnell Thies und Co. vor dem inneren Auge auf und die Szenerie wird lebendig und bescheren dem Zuhörer mehr als sechs vergnügliche Stunden.
Hier passt wieder alles gut zusammen, interessanter Kriminalfall, norddeutsches Inselfeeling und urigen Typen, die diese humorvolle Krimi-Reihe ausmachen und die ich auf keinen Fall mehr missen möchte, bitte mehr davon!
Fazit: Einfach nur gelungen – der Autor liest selbst! Durch seine passenden Stimmnuancen werden die „urigen Typen“ unterscheidbar und die Szenerie lebendig, so dass der Zuhörer sich einfach zurücklehnen kann, um diesen humorvollen Inselkrimi zu genießen!

 

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Lone Theils: Falsche Gesichter

rororo

Ein neuer Fall für die dänische Journalistin Nora Sand, die sich nach ihrem letzten Einsatz in „Hexenjunge“ erst mal eine Auszeit in Thailand gönnt, zumal ihr Privatleben in Schieflage geraten ist und ihr Arbeitsplatz in London bei der dänischen Online-Zeitung Gobalt auf wackligen Füßen steht, denn der neue Geldgeber lässt auf sich warten…
Noch in Thailand erfährt sie aus den Medien über einen möglichen IS-Anschlag auf die Polizei in Toppingham, einer englischen Kleinstadt. Ein Video der Gräueltat kursiert im Netz…
Kurze Zeit später bekommt Nora den Auftrag, genau über diese Vorkommnisse zu berichten….
Während in Toppingham die großangelegten Ermittlungen anlaufen, beginnt auch Nora vor Ort mit ihren Recherchen und sie zweifelt recht schnell daran, dass es sich hier um einen terroristischen Anschlag gehandelt hat, denn das Opfer war nicht bei jedermann beliebt und so mancher atmete jetzt eher auf, als dass man ihn vermisste…
In einem anderen Handlungsstrang gerät Nora durch Zufall an eine Story, wo es um junge Mädchen geht, die man auch als „Problemkinder“ bezeichnet. Eines dieser Mädchen heißt Laura, sie ist alkoholisiert als sie in einen Döner-Laden torkelt. Sie steuert schwankend auf den Wirt zu, beschimpft ihn wüst und bezichtet ihn des Mordes an „Mel“ und dann bricht sie genau vor Noras Füßen zusammen….
Die Ereignisse in Toppingham spitzen sich im Verlauf zu:  Ein weiterer bizarrer Mord geschieht, der Parallelen zum Polizistenmord aufweist und dann verschwindet die Bürgermeisterin spurlos….
Nora hat das Gefühl, dass irgendetwas mit dieser Kleinstadt nicht stimmt und da sollte sie rechtbehalten…
Was für einen brisanten und bewegenden Fall die Autorin in „Falsche Gesichter“  niedergeschrieben hat, lässt einen nicht so schnell los. Wie sie selbst in der „Danksagung“ erwähnt, ist sie durch reale Ereignisse zu diesem Buch inspiriert worden!
Der Kriminalroman liest sich gut, schnell ist man mitten im Geschehen und ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen, so fesselt es einen, weswegen ich hier auch meine Leseempfehlung ausspreche, die volle Punktzahl vergebe und hoffe, die spannende Reihe um Nora Sand wird fortgeführt!
Fazit: Fall Nr. 4 um Nora Sand ist spannend, brisant, bewegend und sehr fesselnd geschrieben, daher gibt es hier die volle Punktzahl dafür!

 

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Klaus-Peter Wolf: Ostfriesenzorn

Fischer Verlage

Fall Nr. 15 für Kommissarin Ann Kathrin Klaasen und ihr Team:
In den Dünen auf der Insel Langeoog wird eine weibliche Leiche gefunden, die offensichtlich ermordet wurde. Während sich die Kommissarin nebst Kollegen/Ehemann Frank Weller auf den Weg nach Langeoog macht, späht der Killer schon sein nächstes weibliches Opfer aus…
Auf der Insel laufen die Ermittlungen an und der  – seit geraumer Zeit in Lingen im Gefängnis sitzende –  berühmt/berüchtigte Serienkiller Dr. Bernhard Sommerfeldt bekommt einen merkwürdigen Brief, der ihm eine Gänsehaut beschert. Damit nicht genug, kurze Zeit später erhält er auf seinem verbotenen, aber gut versteckten Handy eine Mail mit Bildanhang, worauf er eine tote Frau in den Dünen liegen sieht, mit dem Hinweis …..“es ist ganz einfach“….
Nun, wer die Kriminalhandlung um den mordenden Dr. Sommerfeldt kennt, der weiß, dass dieser Frauen niemals töten könnte! Im weiteren Verlauf der Handlung wird Sommerfeldt von dem „Langeoog-Mörder“ zu einem Wettstreit herausgefordert, was Ann Kathrin Klaasen in eine moralische Zwickmühle bringt…
Dies ist ein kleiner Einblick in den Kriminalfall von „Ostfriesenzorn“, den ich diesmal allerdings nicht ganz so gelungen fand. Ich hatte gedacht, dass mit der Inhaftierung des Serienkillers Sommerfeldt nun seine Geschichte erzählt sei und er mit seinem großen Ego nicht wieder „mitmischt“, doch da hatte ich mich wohl geirrt. Auch wenn der Langeoog-Mörder auf eine sehr „unschöne“ Art mordet und seine Gedankengänge „hochfliegend und nach Anerkennung heischend“ sind, fand ich die Figur an sich blass und kaum „ängstigend“, da gab es schon ganz andere Kaliber in den vorherigen Büchern bzw. spannendere Fälle wie zuletzt in „Ostfriesenhölle“.
Gelungen dagegen waren wieder die humorvollen Passagen und Aktionen, an denen Kommissar Rupert mitwirkt, so dass es hier keinen Punktabzug gibt.
Auch wenn es bereits „Tradition“ hat, dass Klaus-Peter Wolf in seine Krimis reale Personen und Orte einwebt, hätte es diesmal durchaus weniger „Werbung“ sein dürfen, da es von der eigentlichen Handlung ja nicht ablenken sollte.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass der ganz besondere Humor wie gewohnt seinen Platz in der Geschichte gefunden hat und die Gesamthandlung wohldosiert durchzieht. Dem aktuellen Kriminalfall fehlt irgendwie der „Pep“ und/oder ist durch das zu große Ego des einen und die „blasse“ Figur des anderen Serienkillers diesmal für meinem Geschmack nicht so gut gelungen.
Fazit: Obwohl mit dem unvergleichlichen Humor durchzogen, sind zwei Serienkiller in einem Krimi einfach zu viel, worunter die Spannung leidet und es daher diesmal leider nicht die volle Punktzahl gibt!

 

 

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Rocco Schiavone: Der Kommissar und die Alpen – Staffel 3

polyband

Vicequestore  Rocco Schiavone wurde aus Rom zwangsversetzt und arbeitet nun im Aosta-Tal in den italienischen Alpen. Er ist ein recht mürrisch wirkender Mann, der Ecken und Kanten hat, sein ein gutes Herz zeigt er nur wenigen.  Seine besten und langjährigen Freunde Sebastiano, Brizio und Furio sind etwas zwielichtig und welcher Arbeit sie nachgehen, bleibt eher im Verborgenen. Die Vier verbindet ein weit zurückliegendes wohlgehütetes Geheimnis und ihre tiefgehende Freundschaft, komme, was da wolle….
Schiavones Ermittler-Team setzt sich aus ganz besonderen „Typen“ zusammen, die Rocco’s Nerven oftmals strapazieren, weswegen er auch eine ganz besondere Sorte „Zigaretten“ raucht, die er auch dann und wann in der Questura bei offenem Fenster genießt….
Auf die einzelnen sehr spannenden Kriminalfälle, möchte ich hier gar nicht eingehen, denn sie haben es in sich und führen oftmals in seelische und auch soziale Abgründe, weswegen so manches Steinchen umgedreht werden muss, bevor sich eine Lösung findet.
Die dritte Staffel „Rocco Schiavone: Der Kommissar und die Alpen“ kann man sich ohne Vorkenntnisse anschauen, die in den vier je 90 minütigen Folgen erzählten Kriminalfälle werden abgeschlossen/gelöst. 
Die Vorgeschichte der zwei zuvor erschienen Staffeln wird durch Rückblenden oder „Erinnerungen“ für den Zuschauer in die Gesamthandlung eingewoben, so dass man das Geschehen verstehen und nachvollziehen kann. 
Allerdings kann ich nur jedem Krimi-Fan empfehlen, sich auch Staffel 1 und 2 anzuschauen, das lohnt sich auf jeden Fall!
Diese bzw. die gesamte italienische Krimi-Serie ist spannend aufgemacht, fesselt von der ersten Minute an und wurde in einer schönen Naturkulisse gedreht. Durch die mitwirkenden markanten „Rollen-Typen“ kommt Situationskomik auf und ein ganz besonderer Humor durchzieht die Gesamthandlung, was gut passt!
Das gesamte Schauspiel-Ensemble ist toll besetzt, allen voran Marco Giallini, der den etwas raubeinigen Vicequestore verkörpert,  der zwar sein Herz „verloren“, es aber immer noch auf dem rechten Fleck hat.
Neben den spannenden Kriminalfällen ist auch ganz besonderer Humor in die Serie eingewoben, den ich hier nicht missen möchte.
Zusammengefasst kann ich nur sagen: Hier passt alles wunderbar zusammen: Tolle Landschaftkulisse, exzellentes Schauspiel-Ensemble, spannende Kriminalfälle nebst wunderbarem Humor, so dass ich hier die volle Punktzahl vergebe und diese italienische Krimi-Reihe für unbedingt sehenswert halte!
Fazit: Unbedingt sehenswerte italienische Krimi-Reihe der Spitzenklasse! Bitte mehr davon!

 

 

 

 

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