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Inga Vesper: In Aufruhr

Der Audio Verlag

Die über zehn Stunden dauernde Lesung dieses Krimis haben Uwe Teschner (Detective Mick Blanke), Denise M’Baye (Ruby Wright) und Rike Schmid (Joyce Haney) übernommen.
Die Handlung von „In Aufruhr“ ist im Sommer 1959 angesiedelt und spielt im idyllischen  Sunnylakes  in Kalifornien, wo gut betuchte „weiße“ Familien in ihren schönen Häusern leben. Für die grobe Hausarbeit leistet man sich eine Haushaltshilfe, die zumeist – wie Ruby Wright – farbig ist.
Ruby arbeitet u.a. für die Familie Haney und ihr großer Traum ist es, durch ihre Putzarbeit einmal so viel Geld zusammen zu sparen, dass sie davon auf College gehen kann…
Als sie diesmal das Haus der Haney’s betritt, entdeckt sie nur die beiden kleinen Mädchen, die sich etwas merkwürdig verhalten bzw. unzusammenhängende Worte von sich geben und neben einer großen Blutlache in der Küche stehen. Ruby ruft mehrfach nach Joyce, der Mutter der beiden, bekommt aber keine Antwort, was sie stutzig macht. Sie sucht nach ihr, findet sie aber nicht, was sie beunruhigt. Sie versteht sich gut mit Joyce, die sie nicht wie ihre Putzfrau behandelt, sondern sie gehen sehr freundschaftlich miteinander um, weswegen Ruby sich langsam ernsthaft Sorgen macht, denn das Blut auf dem Boden lässt Schlimmes vermuten…
Joyce bleibt verschwunden und sie taucht auch in der nächsten Zeit nicht wieder auf…
Mit den polizeilichen Ermittlungen wird Detective Mike Blanke betraut, der erst geraume Zeit in diesem Bezirk arbeitet und auf dem Revier als „Außenseiter“ gilt, da er sich so gar nicht mit den „üblichen“ Gepflogenheiten der Gegend und sich ganz besonders nicht mit dem vorherrschenden und praktizierten Rassismus anfreunden kann…
Als der Detective im Haus der Haney’s eintrifft, um sich selbst ein Bild vor Ort zu machen, sind seine Kollegen bereits da und ohne groß Nachzufragen, was genau passiert ist, haben sie erst einmal aufgrund ihrer Hautfarbe Ruby Wright verhaftet!
Nachdem Mike Blanke mit Ruby Wright gesprochen hat, stuft er sie als wichtige Zeugin ein. Außerdem hat er das Gefühl, sie könne ihm durch ihr Insiderwissen bei der Aufklärung des Verschwindens von Joyce Haney eine große Hilfe sein,  weswegen er sie um ihre Mithilfe bittet. Doch Ruby ist sich nicht sicher, ob sie dem weißen „Cop“ trauen kann, denn sie hat in „ihrer Welt“ ganz andere Erfahrungen gemacht.
Im Verlauf kommt es doch zu einer Art Zusammenarbeit  zwischen den beiden.
Bald brökelt die Fassade vom perfekten Familienglück der Haney’s und es wimmelt von Lügen, Unwahrheiten, tief verborgenen Geheimnissen und als dann noch ein Gegenstand zu Bruch geht, tut sich ein Abgrund auf…
Durch das Lesen mit verteilten Rollen, werden die damalige Zeit und ganz besonders die Figuren lebendig.
Auch wenn die Autorin hier ganz bewusst auf Rassismus und Frauenrechte, bzw. deren Stellenwert zu der damaligen Zeit aufmerksam machen will – was ihr gut gelungen und sicherlich immer noch ein aktuelles und wichtiges Thema ist – hätte für mich der Krimi auch ohne dieses „Beiwerk“  gut funktioniert, denn ihr ganz besonderer Erzählstil ist es, der dieses spannende Buch ausmacht und mir gut gefallen hat.
Obwohl die Autorin viele falsche Fährten eingewoben hat, hatte ich bald eine Idee, wer/was hier zum Verschwinden von Joyce Haney geführt hat und ich lag richtig. Aber das nur am Rande, denn nichtsdestotrotz ist dieses Hörbuch unterhaltsam, spannend und hörenswert.
Fazit: Der besondere Erzählstil ist es, der dieses unterhaltsame, spannende Hörbuch ausmacht und durch das gut gewählte Sprecher-Ensemble, hörenswert zum Leben erwacht!
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Andrea Sawatzki: Woanders ist es auch nicht ruhiger

Hörbuch Hamburg/Osterwold VÖ 01.03.21

Hatte sich Gundula Bundschuh in Andere machen das beruflich eher unfreiwillig von jetzt auf gleich in die Rolle einer Aushilfslehrerin „katapultiert“, wo sie mit den eher unmotivierten Schülern der Theater AG Shakespeares „Sommernachtstraum“ auf die Bühne bringen sollte, was ihre Nerven schon recht strapazierte, kommt es inWoanders ist es auch nicht ruhiger“ für die gesamte Familie Bundschuh ganz „dicke“:
Der Berliner Flughafen ist nun endlich eröffnet und das Haus der Bundschuhs liegt mitten in der Einflugschneise! Der Lärmpegel ist nicht auszuhaulten, so dass ein Weiterleben im Rotkehlchenweg nicht mehr möglich ist. Also muss eine neue „Behausung“ her, was allerdings nicht ganz einfach ist, denn Gundulas und Geralds Mütter können/wollen nicht alleingelassen werden und auch Gundulas Bruder HaDi nebst Ehefrau Rose und dem kleinen Eddi-Barrak brauchen ja ständig Unterstützung und sind ja eh die meiste Zeit bei Gundula und Gerald zu Gast. Die Bundschuhs sind zu einer Großfamilie mutiert, so dass Geralds Gehalt – er ist ja der einzige, der Geld ins Haus bringt – nicht mehr ausreicht, das Geld ist knapp und eine neue Wohnung in Berlin kommt da nicht in Frage. Kurzerhand ersteigert Gerald einen Dreiseitenhof auf dem Land….
Nachdem der Umzug endlich gelungen ist und jeder in dem von außen recht ansehnlichen Hof eine Unterkunft gefunden hat, können alle erst einmal durchatmen und sie genießen die ländliche Ruhe, was aber nicht von langer Dauer ist, denn schon in den ersten Nächten rumort es im Gebälk, was die Bundschuhs allerdings erst einmal ignorieren, bis es dann kracht….
Nun was für „Abenteuer“ die Bundschuhs mit ihrer neuen Immobilie erleben, ist ein Teil der humorvollen Handlung. Dann werden plötzlich Hühner angeliefert, die nicht zurückgegeben werden können, was  Gundula vor neue Herausforderungen stellt. Und weil das Geld ja bekanntlich knapp ist, verfolgt jedes Familienmitglied einen geheimen Plan, wie sie etwas dazuverdienen könnnen. Ob das gut geht?
Andrea Sawatzki liest ihr Buch selbst und gibt jeder Figur eine eigene Stimme, so dass man sie gut unterscheiden kann. Diesmal hat sie aktuelle Themen, wie die Eröffnung des Berliner Flughafens und die vorherrschende Pandemie mit in die turbulente Handlung mit eingewoben, was mir gut gefallen hat. Auch sind die über acht Stunden Lesung wie im Flug vergangen, denn erneut ist es der Autorin gelungen, „ihre Familie Bundschuh“ in chaotische Alltagssituationen zu schicken, die sie dann sehr kreativ und jede Figur auf ihre ganz besondere Art und Weise, doch immer irgendwie meistern. Herrlich!
Fazit: Auch diesmal meistert Familie Bundschuh alle Widrigkeiten des Alltag auf ihre ganz besondere Art und Weise, was bei den Zuhörern bestimmt zu einigen Lachsalven führt. Durch die Autorenlesung werden die Figuren lebendig, was recht schnell in humorvolles Kopfkino übergeht. Bitte weiter so!
 
 

 

 

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Klaus-Peter Wolf: Ostfriesenzorn – Hörbuch

GoyaLit

Fall Nr. 15 für Ann Kathrin Klaasen und ihr Team
Die ungekürzte Lesung des Buches hat Klaus-Peter Wolf wieder selbst übernommen, was gut passt und in der jetzigen Pandemie-Zeit ein guter „Ersatz“ ist, da ja Live-Events nicht stattfinden können. Durch seine markante Stimme – die ich sofort mit den Ostfriesenkrimis verbinde – kann man die Figuren gut unterscheiden, was durch die angelaufenen Verfilmungen der Reihe noch unterstützt wird, denn jetzt hat man direkt ein passendes „Gesicht“ vor Augen, so dass das Kopfkino schnell startet:
Auf der Nordseeinsel Langeoog geht ein Frauenmörder um, sein erstes Opfer wird in den Dünen gefunden. Im Verlauf stellt sich heraus, dass dieser Mörder sich mit dem Serienkiller Dr. Bernhard Sommerfeldt messen möchte bzw. ihn herausfordern will, denn Sommerfeldt „kann“ ja bekanntermaßen keine Frauen töten!
Allerdings hat der Langeoog-Mörder offenbar eins nicht bedacht, denn Dr. Sommerfeldt sitzt nach seiner Verhaftung durch Kommissarin Ann Kathrin Klaasen gut bewacht für lange Jahre in Lingen im Gefängnis…
Während das Morden auf Langeoog weitergeht, bekommt Dr. Sommerfeldt einen merkwürdigen Brief ins Gefängnis, der diesem hartgesottenen Mann eine Gänsehaut beschert….
Ann Kathrin Klaasen nebst ihrem Team übernimmt die Ermittlungen. Bei diesem Fall ringt sie mit ihrem Gewissen und sie muss schwierige Entscheidungen treffen, die zu unvorhergesehenen Ereignissen führen, so dass ihr Handeln in Frage gestellt wird….
Neben dem „Wettkampf“ der beiden Serienmörder fehlt natürlich der Humor in der Gesamthandlung nicht, da ja Kommissar Rupert wieder mit von der Partie ist und nebst Kollegin Jessie zur Hochform aufläuft, besonders als in seinen Augen „Gefahr in Verzug ist“….
Über den Einsatz von Rupert habe ich mich wieder köstlich amüsiert, der Kriminalfall konnte mich leider diesmal nicht so begeistern und auch hätte es  etwas weniger „Werbung“ sein dürfen.
Fazit: Diesmal punktet der Humor vor der Spannung, nichtsdestotrotz möchte ich die Autorenlesung von „Ostfriesenzorn“ nicht missen, denn allein durch Klaus-Peter Wolfs markante Stimme ist man schnell im Geschehen, die Figuren nehmen Gestalt an und das Kopfkino beginnt! 

 

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Robert Galbraith: Böses Blut

Randomhouse Audio

Ein neuer Fall für Cormoran Strike und Robin Ellacott.
Die ungekürzte Lesung – über 32 Stunden ! –  von „Böses Blut“  hat wie auch schon bereits im letzten Fall „Weißer Tod“  Dietmar Wunder übernommen, der mit seiner Stimmenvielfalt hier erneut sein meisterhaftes Können zeigt:
Die Privatdetektei von Strike und Ellacott hat einige Mitarbeiter hinzubekommen, so dass man mit einer Vielzahl von Fällen, die gerade „in Arbeit“ sind, konfrontiert wird.
Den roten Faden liefert ein über 40 Jahre alter Vermisstenfall: Anna, die Tochter der 1974 spurlos verschwunden Ärztin Margot Bamborough bittet Strike darum, sich den Fall noch einmal anzusehen, denn die Polizei hatte den Verbleib ihrer Mutter nie aufklären können bzw.  vermutete,  dass sie ein weiteres Opfer des zur damaligen Zeit sein Unwesen treibenden Serienmörder Dennis Creed sei. Zwar sitzt dieser mittlerweile für einige seiner bizarren Morde gut verwahrt in einem  Hochsicherheitsgefängnis, doch den Mord an der Ärztin hat er nie zugegeben….
Neben der recht schwierigen Suche nach ehemaligen Zeugen, die teils ihre Namen durch Heirat geändert haben, verzogen oder auch schon verstorben sind und der umfangreichen Aufarbeitung des damaligen Geschehens,  geraten die Ermittler immer wieder an Menschen, die offenbar nicht mit offenen Karten spielen und auch nach so langer Zeit nicht mit der Wahrheit herausrücken wollen. Während die erneute „Zeugenbefragung“ ein Teil der Suche nach der verschwundenen Ärztin einnimmt, sichten die Detektive die alten Polizei-Akten und sie müssen sich mit Tarotkarten und Sternzeichendeutungen beschäftigen und geraten dabei in den Dunstkreis „des Bösen“, das im Verborgenen immer noch seine Strippen zieht……
Eingewoben in die Gesamthandlung sind auch Einblicke ins Privatleben von Strike, der zu Beginn der Handlung sich gerade in Cornwall zu Besuch bei seiner Familie aufhält, da seine Ziehmutter/Tante schwer erkrankt ist.
Auch in Robins Privatleben ist immer noch keine Ruhe eingetreten, sie befindet sich weiterhin in schwierigen Scheidungsverhandlungen mit Matthew……..
…….und trotz einiger hefiger Meinungsverschiedenheiten „knistert“ es weiterhin zwischen ihr und Strike
Ich habe die Lesung von Dietmar Wunder genossen. Durch seine Stimmenvielfalt gelingt es ihm, dass man als Zuhörer die vielen  Mitwirkenden richtig einordnen kann, die hier bei den oftmals parallel ablaufenden Ermittlungen der Detektei zu Wort kommen.
Dann und wann hatte ich eine Idee, was mit der verschwundenen Ärztin passiert sein könnte, doch am Ende gab es dann eine Auflösung, die nicht vorhersehbar war. Toll!
Nur eins hat mich bei diesem bis zum Schluss unterhaltsamen und spannend erzählten Buch etwas gestört, dass waren die „astrologischen Einordnungen“, die mich eher verwirrt haben und die Spannung für mich darunter etwas litt, weswegen ich hier einen Punkt abziehe.
Fazit: Gelungene Lesung von Dietmar Wunder, der die Einordnung der vielen Mitwirkenden hilfreich stimmlich nuanciert und man als Zuhörer dieses unterhaltsame und spannende Hörbüch genießen kann!

 

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Charles Dickens: Eine Weihnachtsgeschichte

Audiobuch

Dieses ereignisreiche Jahr geht langsam zu Ende und Weihnachten ist nicht mehr weit, weswegen ich hier heute bereits zur Einstimmung in die  (hoffentlich) besinnliche Jahreszeit diesen Klassiker vorstellen möchte, der ja bereits in vielen Varianten erzählt und mittlerweile vielfältig verfilmt worden ist.
Doch ganz ehrlich, die Original-Version von Charles Dickens, die übrigens 1843 erstmals veröffentlicht wurde,  war mir bis heute nicht bekannt.
Nun ist „Eine Weihnachtsgeschichte“ als Hörbuch-Version erschienen und David Nathan mit seiner unverwechselbaren Stimme (er synchroniesiert u.a. Johnny Depp) hat die dreistündige Lesung übernommen.
Mit seiner ganz besonderen Art Texte vorzutragen, dauerte es nicht lange und man ist in der Geschichte gefangen und ich hatte regelrecht den alten kauzigen Geizkragen Ebenezer Scrooge vor Augen, wie er sich mit seinem Angestellten Bob Cratchit in London in den Tagen vor Weihnachten in seinem kaum geheizten Haus aufhält. Von guter Entlohung seines Angestellten und ganz besonders von Weihnachten hält Srooge überhaupt nichts und Bedürftige zu unterstützen oder gar Weihnachtsgeschenke zu kaufen, kommt ihm gar nicht in den Sinn, er hält es für Geld- und Zeitverschwendung…
Doch in der Nacht zum 25. Dezember, da geschieht im Haus des alten Geizkragen etwas, denn der Geist seines vor sieben Jahren verstorbenen Geschäftspartners Jacob Marley erscheint ihm und dieser versucht ihn vor seinem schrecklichen Schicksal zu warnen, denn auch er war einst durch Geiz und Hartherzigkeit aufgefallen und nun trägt er schwer an der an ihn befestigten Eisenkette.
Um Scrooge vor diesem Schicksal zu bewahren, bietet er ihm einen Ausweg an….
Nun, welcher das sein könnte, werde ich hier nicht verraten, denn obwohl manche Wörter in dem alten Text mir unbekannt waren und ich sie erst einmal nachschlagen musste, hat mich die Lesung und die ganze Geschichte gefesselt und teils auch gegruselt, denn so ganz ohne sind die Schilderungen mancher Szenerien hier nicht.
David Nathan als Vorleser für diesen Weihnachtsklassiker ist eine gelungene Wahl, denn er schafft es schnell den Zuhörer „einzufangen“ und man hört gebannt zu!
Fazit: Dieser Weihnachtsklassiker vor David Nathan vorgetragen, ist immer noch aktuell und ein Hörgenuss für die Ohren!
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Lesley Kara: Das Gerücht

Der Audio-Verlag

Am Anfang ist es nur ein Gerücht, dass in der idyllischen Kleinstadt am Meer Sally McGowan unter einem anderen Namen lebt. Johanna, die gerade mit ihrem kleinen Sohn Alfie, der in der Schule in London gemobbt wurde, hierhergezogen ist, sagt der Name erst einmal nichts. Unbedarft erwähnt sie den Namen bei einem Treffen des Lesekreises, dem sie seit kurzem angehört. Den dort anwesenden Frauen ist der Name sehr gut bekannt, denn Sally hat im Alter von 10 Jahren einen Spielkameraden ermordet. Immer mal wieder war der Fall in den Medien neu aufgerollt worden, besonders auch weil die Mutter des Getöteten immer wieder anklagende Worte fand….
Und nun soll diese Kindermörderin unter einem anderen Namen genau hier wohnen, wo Johanna gerade einen Neuanfang gestartet hat….
Die Gerüchteküche kocht sehr hoch und bald wird jede Frau im Ort eindringlich beäugt, dann kommt es zu Sachbeschädigungen und kurze Zeit später wird  „jemand an den Pranger gestellt“…..
Die Geschichte wird aus der Sicht Johannas erzählt.  Da ihr Sohn es auch hier nicht so einfach in der Schule hat Freunde zu finden, versucht sie durch Kontaktaufnahme mit anderen Müttern hier gegenzusteuern, weswegen sie auch dem Lesekreis beigetreten ist.
Die Geschichte wird sehr anschaulich präsentiert, die Figuren kann man sich gut vorstellen und auch wie schnell so ein Gerücht, die Idylle „verseucht“.
Die leicht gekürzte Lesung von „Das Gerücht“  hat die Schauspielerin Britta Steffenhagen übernommen, was eine sehr gute Wahl ist, denn sie kann ihre Stimme sehr gut nuancieren, so dass die Geschichte lebendig wird und die Mitwirkenden gut zu unterscheiden sind.
Leider hatte ich recht schnell eine Ahnung in welche Richtung das Geschehen driftet, was aber bei der Vielzahl an spannenden Hörbüchern, die ich schon gehört habe, nicht unbedingt verwunderlich ist und es deswegen auch keinen Punktabzug von mir deswegen gibt. Nur leider fehlte mir hier eindeutig die fesselnde Spannung, die nur ab und zu  bzw. zum Ende hin aufflackert,  was schade ist, denn Potential war hier durchaus vorhanden.
Fazit: Britta Steffenhagens Lesung ist gelungen, denn  sie lässt die Geschichte lebendig werden!

 

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Klaus-Peter Wolf: Ostfriesenhölle – Printausgabe und ungekürzte Autorenlesung –

Fischer Verlage

Aus der „Ostfriesennacht“ schickt Klaus-Peter Wolf sein Ermittlerteam um Kommissarin Ann Kathrin Klaasen nun in die „Ostfriesenhölle“.
Die Handlung des 14. Falls aus dieser Reihe habe ich in der Taschenbuch-Version angefangen zu lesen, die übrigens mit zwei  Zitaten – eins von Kommissar Rupert und eins von Kommissar Weller – beginnt.
Vor den Augen seiner Mutter fällt Cosmo vom Rad und ist kurze Zeit später tot….
Die verzweifelte Mutter ist sich sicher, dass Cosmos Freund Marvin, der es gemeinsam mit ihm zu einer großen Anhängerschar auf You-Tube gebracht hat, für den Tod ihres Sohnes verantwortlich ist. Waren irgendwelche Drogen im Spiel?
Niemand kann sie von diesem festgefahrenen Gedanken abbringen und dann „brennen bei ihr alle Sicherungen durch“ und sie entführt Marvin vor den Augen seiner Großmutter aus deren Wohnung….
Wie gewohnt liest sich das Buch gut, man ist sofort mitten im Geschehen und man kann es kaum aus den Händen legen, da man unbedingt erfahren möchte, wie es weiter geht…..
Fazit: Böse Mächte greifen hier um sich, so dass Realitätsbezug und Spannung von Anbeginn vorhanden sind, aber auch genug Humor ins Geschehen einfließt. Diese ganz besondere Mischung aus Spannung und Humor ist es, was diese Krimi-Reihe ausmacht!

GoyaLit

Dann brachte mir der Postbote die ungekürzte Hörbuchfassung von Ostfriesenhölle ins Haus, weswegen ich ganz schnell den CD-Player startete, der mir dann Meeresrauschen und gesummt den „Ostfriesenblues“ von Bettina Goeschel als Einleitung zur Autorenlesung in die Kopfhörer schickte…
Die Fortsetzung der Handlung gelang mir genau an der richtigen Stelle, denn die nummerierten Tracks der zwei CD’s sind im Cover aufgeführt, die auch die ersten Worte des jeweiligen Abschnitts beinhalten, die man im Buch dann schnell wiederfinden kann, weswegen ich auch unterwegs immer auf die Buchversion zurückgreifen und dann zuhause der Lesung weiter zu folgen konnte.
Neben dem Mord- und Entführungsfall, der „hohe Wellen“ aufwirft, da Marvin neben seinem You-Tube-Ruhm auch noch der Enkel des Innenministers ist, fehlt auch diesmal der Humor in diesem Buch nicht.
Kommissar Rupert ist wieder voll in seinem Element, weswegen hier die Lachmuskeln auch wieder einiges aushalten müssen. Aber seine besondere Art und Weise wird diesmal auch von Kommissarin Klaasen ganz gezielt eingesetzt, was ich gut fand und daher, die kleinen „Wackler“ in der Story hier unerwähnt bleiben, dann dies ist wieder ein „Wohlfühlkrimi“ ganz nach meinem Geschmack, dem gern noch viele weitere folgen dürfen.
Da Klaus-Peter Wolf seit langem mit seiner unverkennbaren Stimme seine Bücher selbst gekonnt vorträgt, dauert es nicht lange und vor den Augen beginnt das Kopfkino, wo es spannend wird, aber auch teils mit wie aus dem Nichts kommenden Humoreinlagen gekrönt wird.
Fazit: Spannung und Humor gehen hier Hand in Hand und machen Lust auf mehr von davon!

 

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