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Kommissar Wallander – Staffel 1

Edel Motion VÖ 27.11.20

Gelesen habe ich alle Bücher von Henning Mankell über den schwedischen Kommissar Wallander.  In der ersten Verfilmung der Bücher hatte der schwedische Schauspieler Rolf Lassgård diesem Kommissar „ein Gesicht“ gegeben und der Figur Kurt Wallander nachhaltig und mit Wiedererkennungswert Leben eingehaucht, weswegen es für mich eigentlich keinen anderen Schauspieler geben konnte, der diese Figur verkörpert.
Nun hat Kenneth Branagh mich eines besseren gelehrt, denn er hat hier die Rolle des Kommissar Wallander übernommen. Und tatsächlich ist ihm die Darstellung des immer etwas in sich gekehrten, grüblerischen, aber dann und wann auch mal aufbrausenden Kommissars sehr gut gelungen!
Zwar sind alle drei Verfilmungen sehr nah an den Buchinhalten, nur sind sie nicht in chronologischer Reihenfolge gedreht worden, denn die Buchreihe beginnt mit dem Titel Mörder ohne Gesicht und „Kommissar Wallander – Staffel 1“ mit  „Die falsche Fährte (dieser Titel wurde erst als 5. Buch veröffentlicht), was aber nicht unbedingt wichtig ist bei dieser DVD-Sammlung, denn die Kriminalfälle sind jeweils abgeschlossen und die Rahmenhandlung ist gut angepasst worden!
Hier gibt es einen kleinen Vorgeschmack, was man hier zu sehen bekommt:
Die Verbrechen mit denen Kommissar Wallander und sein Team konfrontiert werden, passieren in und um den idyllisch gelegenen Ort Ystad in Südschweden.
„In die falsche Fährte“ läuft ein verängstigte wirkendes Mädchen in ein gelbblühendes Rapsfeld und zündet sich vor den Augen des entsetzten Kommissars an und verbrennt… Den schockierten Wallander treibt die Frage um, wer das Mädchen ist und warum sie so einen qualvollen Selbstmord gewählt hat. Doch lange darüber nachdenken kann er nicht, denn es passieren bizarre Morde u.a. wird der ehemalige Justizminister am Strand vor seinem Haus niedergeschlagen und skalpiert… Gibt es bei dem Selbstmord und den bizarren Morden einen Zusammenhang???
Die Brandmauer“ beginnt mit einem brutalen Mord an einem Taxifahrer. Warum die 17-jährige Sonja den Mann getötet hat, will sie bei der Festnahme nicht preisgeben, sondern sie schaltet auf stur und zeigt keinerlei Reue an der Tat. Dann gelingt der jungen Frau die Flucht aus der Haft und sie verschwindet spurlos –  bis jemand ihre Leiche findet…
Mitsommermord„: Eine Gruppe junger Leute feiert edel kostümiert auf einer Waldlichtung Mitsommer. Doch was danach passiert, davon wissen ihre Eltern nicht wirklich etwas, zwar haben sie sich die jungen Leute nicht „abgemeldet“, aber einige haben durch Postkartengrüße wissen lassen, dass es ihnen gut geht und sie sich auf einer spontanen Reise durch Europa befinden. Doch dann werden einige Monate später ihre Leichen gefunden….
Schon nach kurzer Zeit hat mich Kenneth Branagh’s Interpretation „seines“ Kommissar Wallanders überzeugt. Man hat das Gefühl, er ist mit der Rollenfigur „verschmolzen“ und zeigt damit meisterhafte Schauspielkunst! Auch die weiteren Rollen der Reihe sind darstellerisch sehr gut gelungen und runden das „Bild“ ab.
Um es kurz zu machen: Unbedingt sehenswerte Verfilmung dreier Wallander-Bücher, die man nicht verpassen sollte.
Fazit: Kenneth Branagh „verschmilzt“ mit seiner Rollenfigur Wallander und zeigt hier Schauspielkunst vom Feinsten! Die drei Buchverfilmungen sind gelungen und spannende Unterhaltung ist hier garantiert!
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A Confession

Edel Motion VÖ 30.10.20

Die sechsteilige britische Krimi-Serie „ A Confession“ beruht auf einer wahren Begebenheit:
Im südenglischen Swindon verschwindet im März 2011 die 22-jährige Sian O’Callaghan. Bilder von Überwachungskameras zeigen Sian nachts allein aus einen Club kommen und nach kurzer Wegstrecke dann im Scheinwerferlicht eines Fahrzeugs verschwinden.
Die polizeilichen Ermittlungen übernimmt Detective Superintendent Fulcher (Martin Freeman).
Während einer großangelegten Suchaktion rückt der Taxifahrer Christopher Halliwell bald in den engeren Kreis der Verdächtigen. DS Fulcher hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Sian noch lebend gefunden werden kann, weswegen er bei der Festnahme von Halliwell das Gespräch mit ihm sucht um ihn dazu zu bringen, den Aufenthaltsort von Sian zu verraten…
Tatsächlich gesteht Halliwell gegenüber Fulcher den Mord an Sian, weswegen Fulcher vorerst darauf verzichtet ihn über seine Rechte zu belehrten, in der Hoffnung er führt ihn zu der Leiche der jungen Frau. Was dieser dann auch tatsächlich tut und während man die sterblichen Überreste birgt, gesteht Halliwell noch einen weiteren Mord. Er bietet Fulcher an, ihn auch zum anderen „Grab“ zu führen, weswegen der DS ihm immer noch nicht seine Rechte „vorliest“.
Während die rechtsmedizinischen Untersuchungen auf Hochtouren laufen, hat Halliwell sich mit seinem Rechtsbeistand besprochen, woraufhin er bei nächster Gelegenheit zu den Mordanschuldigungen schweigt.
Nach der Identifizierung von Sian und der zweiten Toten  – bei ihr handelt es sich um die vor acht Jahren spurlos verschwundene Becky Godden-Edwards – steht die Gerichtsverhandlung an, wo Halliwell weiterhin schweigt bzw. alles abstreitet.
Da man ihn nur den Mord an Sian eindeutig nachweisen kann, wird er auch „nur“ wegen eines Mordes verurteilt, denn vor Gericht ist das gemachte Geständnis von ihm nicht zulässig da DS Fulcher ihm nicht „rechtzeitig“ über seine Rechte informiert hatte.
Für DS Fulcher hat sein Verhalten ein disziplinarisches Nachspiel und er wird degradiert und dann verlässt er bald auf eigenen Wunsch den Polizeidienst.
Doch Beckys Mutter kann nicht damit leben, dass das gemachte Geständnis nicht zulässig ist und sie kämpft mit allen Mittel dafür, dass die Behörden und später auch die Regierung etwas an dem bestehenden Police And Criminal Evidence Act (PACE), der das Vorgehen bei Verhaftungen regelt, geändert wird…
Mehr möchte ich nicht zum  Ausgang des Falls bzw. dieser sehr spannend aufgemachten „Real Crime“- Serie verraten, denn es lohnt sich wirklich, hier etwas Zeit zu investieren. Die darstellerische Besetzung ist erstklassig!
Die Geschichte, die hier verfilmt wurde, ist ja tatsächlich so passiert und das ist bewegend und erschütternd zugleich!
Fazit: Hier gibt es Spannung, erstklassische schauspielerische Darstellung/Besetzung und einen authentischen Kriminalfall, der einen bewegt und noch lange nachwirkt! Unbedingt ansehen!

 

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Der junge Inspektor Morse – Staffel 5

Edel Motion VÖ 16.10.20

Zwei Jahre mussten die Fans der Serie warten, bis nun endlich „Der junge Inspektor Morse“ in Staffel 5 ermitteln darf. Schon „Staffel 4“ zeigte den zeitlichen Wandel recht farbenfroh an, denn die 1960ziger Jahre waren damals gestartet…
Aber das lange Warten auf ein Wiedersehen mit Endeavour Morse (Shaun Evans) und seinen Vorgesetzten Fred Thursday (Roger Allam) und dem Rest des Teams hat sich auch ein klitzekleines Bißchen ausgezahlt, denn nicht wie zuvor gibt es vier, sondern diesmal sechs neue 90minütige Folgen der erfolgreichen britischen Krimi-Reihe.
Da ja nun endlich Morse Beförderung zum Sergeant erfolgt ist, heißt es aber für ihn auch mehr Verantwortung zu übernehmen, weswegen ihm nun Anfang 1968 die „Ausbildung“ des neuen Teammitglieds George Fancy von Thursday übertragen wird.
Nicht nur die Welt ringsum befindet sich im Wandel, sondern auch in die Privatleben der Hauptfiguren der Serie kommt neuer Schwung.
Doch über dem umbenannten Polizeirevier Thames Valley schwebt ein Damokles-Schwert und am Anfang der neuen Staffel weiß noch niemand, was „ganz oben“ entschieden wird, wie und ob das Revier weiter bestehen bleibt….
Bis diese Entscheidung kundgetan wird, gibt es aber für das bekannte Team viel zu ermitteln, denn auch in den einschlägigen Verbrecherkreisen stehen Revierkämpfe an, die dann eine blutige Spur durch Oxford und Umgebung ziehen…
Eine Frau wird von ihrem Mann und ihrer Schwester als vermisst gemeldet. Was anfangs wie ein Seitensprung aussieht, entpuppt sich als was ganz anderes…
Was hat ein Fabergé-Ei, das in einer Auktion versteigert werden soll mit mehreren brutalen Morden zu tun?
Gerade ist noch eine Sportveranstaltung mit internationalen Teilnehmern im vollen Gange als einer der Teilnehmer auf der Laufstrecke zusammenbricht, gleichzeitig hört man Hilferufe einer Mutter aus dem Zuschauerraum: ihr kleiner Junge liegt bewusstlos und blutend neben ihr….
Weitere Schauplätze der Ermittlungen sind ein Kino und eine Militärbasis und zu guter Letzt eine Privatschule. Die Ermittlungen vor Ort machen es notwendig, dass Morse nebst seiner Kollegin Trewlove als Lehrerehepaar fungieren und sie undercover nach einem vermissten Lehrer suchen….
Es passiert besonders im Privatleben der Ermittler so einiges, als Zuschauer bangt man mit, wie es in Sachen Umstrukturierung der Polizei weitergeht und wie sich dies auf die Weiterführung der Serie auswirkt.
Die sechs Folgen haben es wieder in sich und sind ausgeklügelt aufgebaut, so dass nichts so ist, wie es anfangs scheint. Die Lösungen der Fälle beinhalten so manches Aha-Erlebnis und punkten in Sachen Spannung von Anfang bis Ende. Der zeitliche Wandel ist in allen Facetten wieder ganz toll ins Geschehen eingewoben und die Macher der Serie haben es erneut geschafft hier eine Krimi-Serie zu kreieren, die ihr hohes Niveau weiterhin mit Bravour hält.
Ich liebe diese Serie, verschlinge die Staffeln meist an einem Stück und hoffe sehr, dass es in absehbarer Zeit eine sechste Staffel gibt!
Als Bonus obendrauf gibt es diesmal Intervies mit Cast und Crew und einen Blick hinter die Kulissen, der sich lohnt!
Fazit: Das hohe Niveau der Serie ist ungebrochen, Spannung, Raffinesse und Zeitgeist vermischen sich hier zu einer Krimi-Serie der Spitzenklasse! Bitte weiter so!
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Follow the Money – Staffel 3 –

Edel Motion VÖ 04.09.20

Im März letzten Jahres hatte ich Staffel 2 der Reihe hier vorgestellt, die mir wesentlich besser gefallen hatte als die erste.
Nun ist „Follow the Money – Staffel 3“  für das Heimkino erschienen und von den einstigen „Figuren“ aus den vorherigen Staffeln ist nur Alf Ryberg, der bei der Wirtschaftspolizei in Kopenhagen als Ermittler tätig ist, übergeblieben. Allerdings geht es Alf gesundheitlich nach seiner schweren Schussverletzung immer noch nicht besonders gut, auch seine Psyche hat durch die vergangenen Vorfälle gelitten und ihn plagen Schlafstörungen…
Er arbeitet jetzt in einem neuen Team. Während einer Überwachungsmaßnahme, wo es um Drogen geht,  kommt es zu der Verfolgung eines Verdächtigen, der in ein Gebäude flieht. Beim Durchkämmen der Kellerräume stößt Alf auf eine verborgene Tür, wo er dann mehrere Leichen findet….
Die Toten stammten alle aus Rumänien und zumindest augenscheinlich sind allesamt vermögend, was für die Ermittler eine „Geldspur“ bedeutet, die man unbedingt weiterverfolgen sollte, also „follow the money“…
Nicky, einst ein Automechaniker und Familienvater, der sich langsam vom Kleinkriminellen zum „Geschäftsmann in Sachen Drogen“ entwickelt hat, war einige Zeit in Spanien abgetaucht, wo der für seinen „imaginären/sagenumwobenen Boss Marco tätig war. Nun ist Nicky zurück in Dänemark, wo er nach außen hin in einer Saftbar arbeitet und sich bieder gibt, da er unbedingt wieder Kontakt zu seinem kleinen Sohn haben möchte, der zwischenzeitlich bei einer Pflegefamilie untergekommen ist….
Im Verlauf kreuzen sich dann unweigerlich die Wege von Alf und Nicky…
Ein parallel verlaufender Handlungsstrang stellt die Bankangestellte Anna Berg in den Mittelpunkt. Ihr wird die eigentlich seit langem zustehende Beförderung zugunsten einer viel jüngeren unerfahreneren Kollegin verwehrt.
Anfangs ist Anna sauer und total enttäuscht, doch dann wächst sie über sich hinaus, denn die Firma ihres Mannes gerät – wenn sie nicht etwas unternimmt – in bedrohliche Schieflage, denn ihr Bankhaus hat einem Zulieferer ihres Mannes die Konten eingefroren. Und so wird Anna tätig und sie manipuliert das Konto des Zulieferers und rettet so die Firma ihres Mannes. Sie ist selbst erstaunt wie einfach dieses (rechtswidrige) Manöver funktioniert und bald hat sie einige „Kunden“, denen sie unter die Arme greift. Allerdings agieren diese Kunden mit ihren Geschäften am Rande bzw. außerhalb der Legalität, doch anfangs sieht Anna nur das Geld was sie dabei abbekommt und verschmerzt so die Demütigung, die sie in der Bank erlitten hat…
Wie daraus eine spannende Handlung wird, sollte man sich nicht entgehen lassen. Besonders gut hat mir die Rolle des Nicky gefallen, die Espen Smed übernommen hat. Ihm ist es gelungen, dem Charakter des Nicky auch eine sympathische/empathische Seite zu geben und man nimmt ihm sein Bemühen um seinen Sohn ab, auch wenn ihm der Spagat zwischen „privat“ und „geschäftlich“ nicht immer gelingt.
Alfs Part hingegen hat etwas Tragisches und man fragt sich – sollte es eine vierte Staffel geben – ob er dann noch mitwirken kann/sollte.
Wie bereits bei Staffel 2 ist den Machern der Serie auch diesmal noch eine kleine spannende Aufwertung der Reihe durch einige unvorhersehbare „Knalleffekte“ gelungen, was mir gut gefallen hat und ich mir auch noch eine weitere Staffel ansehen würde, aber ob die tatsächlich noch mit Alf Ryberg möglich ist, bleibt dahingestellt….
Fazit: Staffel 3 überrascht mit unvorhersehbaren „Knalleffekten“ und einer durchgehend spannenden Handlung!
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Hidden Agenda

Edel Motion VÖ 10.07.20

Ich lese mit Vorliebe schwedische Krimis und schaue genauso gern Filme oder Serien aus dem Hohen Norden, denn bis auf einige wenige Ausnahmen, waren sie immer fesselnd und spannend und die Verfilmungen darstellerisch gut besetzt und hatten hohen Unterhaltungswert wie z.B. „Die Brücke“ oder „Hanna Svensson“.
Nun ist mit „Hidden Agenda“ eine neue sehr spannende schwedische Krimi-Serie an den Start gegangen, die auf dem Roman des Bestseller-Autors Jens Lapidus basiert. Ermittelte in den oben genannten beiden Titeln die schwedische Polizei, ist aktuell alles etwas anders:
1. Hauptfigur:
Die junge engagierte Wirtschaftsanwältin Emily Jansson arbeitet für die große Anwaltskanzlei Leijon in Stockholm. Sie hofft bald zur Partnerin ernannt zu werden, denn dann käme sie aus ihrer misslichen Situation heraus, da sie in großen finanziellen Schwierigkeiten steckt, von denen aber nur ihr direkter Vorgesetzter Magnus weiß….
Dann verschwindet Philip Schale, der gerade frisch ernannte neue Geschäftsführer eines großen Familienunternehmens. Der Vater des Vermissten wendet sich an Magnus, der wiederum Emily beauftragt diskret nach Philip Schale zu suchen…
Tatsächlich stößt Emily auf eine Spur, die allerdings ins kriminelle Milieu zu führen scheint und je weiter sie gräbt um so gefährlicher wird dieser Auftrag für sie….
2. Hauptfigur:
Zehn Jahre saß Teddy (Alexej Manvelov) wegen Entführung mit Todesfolge im Gefängnis, wo er eine heimliche Affäre mit Zara, einer der Aufseherinnen, beginnt. Nun wird er aus der Haft entlassen und sein Vorsatz ist es, Zara zu besuchen und ein neues Leben ohne kriminellen Einfluss zu beginnen. Doch schon kurze Zeit später spüren ihn seine ehemaligen Kumpels auf und Isak, der neue Boss der Gang rekrutiert ihn schon nach kurzer Zeit um eine Anwältin auszuspionieren….
Und hier kreuzen sich zum ersten Mal die Wege, denn besagte Anwältin ist Emily und die ist bei der Suche nach Philip Schale genau ins Revier von Isak vorgedrungen, weswegen Teddy und sie sich dann begegnen….
Mehr möchte ich hier nicht verraten, denn diese Serie ist unbedingt sehenswert, spannend, unvorhersehbar und mit einem ungleichen „Ermittler-Duo“, nämlich Emily und Teddy,  mal eine neue interessante Konstellation in Sachen „Spürnasen“. Auch die Besetzung mit Josefin Aplund, einem (für mich bis dato unbekannten) frischen Gesicht als junge Anwältin Emily und Alexej Manvelov (der mir bereits aus einigen Serien gut bekannt ist) als (charmanter) Gangster Teddy ist passend und gelungen.
Ich habe mir die gesamte Serie an einem Wochenende gegönnt, da durch viele Wendungen die Spannung immer wieder auf den Punkt gebracht wurde und ich einfach wissen wollte, wie die Handlung weitergeht. Echt klasse!
Fazit: Diese Serie ist rundum gelungen und hat unbedingt Potential für eine Fortsetzung, die gern bald erscheinen dürfte!
 
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Brokenwood – Mord in Neuseeland – Staffel 2

Edel Motion VÖ 05.06.20

Im August letzten Jahres startete die sehenswerte Krimi-Reihe “Brokenwood – Mord in Neuseeland” für das Heimkino in Deutschland:
Mike Shepherd, ein Country-Musik liebender Detectiv, der ein besonderes Faible für seinen Oldtimer hat und den privat einige charmante „Geheimnisse“ umwehen, sticht damit sehr sympathisch aus dem gängigen Ermittler-Profil heraus.
Im Verlauf der vergangenen Staffel ermittelte Mike mit der engagierten und scharfsinningen jungen Kollegin Kristin Sims. Sie bilden auch in „Brokenwood – Staffel 2“ erneut ein tolles Team, das noch durch Sam Breen und die Pathologin Gina komplettiert wird. Auch Jared Morehu, Mike’s Grundstücksnachbar hat wieder kleine, aber feine Auftritte in der Handlung, was gut passt.
Mittlerweile hat sich Kristin auch an Mikes Musikgeschmack gewöhnt und sie verstehen sich so gut, dass Kristin sogar ab und zu sein heißgeliebtes Auto fahren darf….
Auf das Ermittler-Team warten diesmal vier auf den ersten Blick nicht zu durchschauende Kriminalfälle, die ich hier kurz vorstellen möchte:
Das ortansässige Rugby-Team, dem auch Sam Breen angehört, macht eine schreckliche Entdeckung auf dem Spielfeld: Ihr Trainer wurde nackt an einen Pfosten gefesselt und ermordet. Bei der Obduktion wird ein tief in seinem Rachen steckendes Dessous entdeckt….
Brokenwoods Schauspielensemble –  zu dem auch Jared gehört und weswegen Mike mit Kristin im Zuschauerraum sitzt – zeigt in ihrer Premieren-Vorstellung „Hamlet“.  Während der Schlussakkord erklingt, bricht auf der Bühne ein Schauspieler tot zusammen. Während Mike sich dem Toten nähert, sagt ihm sein „Näschen“, hier stimmt was nicht….
Im nächsten Fall findet Jared am Strand einen angespülten Fangkorb. Allerdings befinden sich keine Krebse darin, sondern eine abgetrennte Hand. Die Besitzer dieses Fangkorbs  gehören zu der alteingesessenen und berüchtigten Familie Keely, die aber alle noch ihre Hände haben. Doch irgendetwas scheinen die Familienmitglieder zu verbergen, zumal auch der Unfalltod des Familienoberhaupts  vor fünf Jahren immer noch Fragen aufwirft….
Mikes Lieblingssängerin Holly Collins gibt mit ihrer Band ein Konzert in Brokenwood, was er sich natürlich nicht entgehen lässt. Dabei verkündet Holly zu aller Überraschung, die Auflösung der Band, da sie eine Solokarriere anstrebt und nach Nashville ziehen will. Doch dort kommt sie nicht an, denn am nächsten Morgen findet man sie tot in der Badewanne ihres total verwüsteten Hotelzimmers…
Ich fand die erste Staffel schon gelungen und unterhaltsam. Doch Staffel 2 kann durchaus „noch einen draufsetzen“, denn die unvorhersebaren Fälle sind spannend, den Schauspielern merkt man die Spielfreude an und durch die eingewobenen humorvoll gewürzten Dialoge/Szenen macht das Anschauen dieser Krimi-Reihe einfach nur Spaß und ich hoffe sie wird in dieser Form noch weiter fortgesetzt.
Fazit: Noch eine Spur besser als Staffel 1, so dass Spannung, Humor und ein tolles Darsteller-Ensemble hier punkten können und die Serie gern fortgeführt werden darf!
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Grantchester – Staffel 4 –

Edel Motion VÖ 15.05.20

Im Februar d. J. gab es ja in „Staffel 3“ der britischen Serie schon anklingende Veränderungen im Privatleben von Sidney Chambers (James Norton), die sich dann in der aktuellen „4. Staffel Grantchester“ auch tatsächlich darstellen, denn es ist einige Zeit vergangen und Sidney und Amanda sind kein Paar mehr. Sidney hadert mit sich und der Welt, zwar versucht er sich auf seine beruflichen Pflichten als „Mann Gottes“ der Gemeinde zu konzentrieren, doch glücklich wirkt er dabei nicht und immer wieder sucht er Trost im Alkohol, so dass sich seine Umgebung und Freunde große Sorgen um ihn machen…
Im weiteren Verlauf der sechs Folgen übernimmt dann Will Davenport (Tom Brittney) als neuer Pfarrer die Gemeinde…
Doch bis es soweit ist, gibt es rund ums Pfarrhaus und in der Gemeinde reichlich Trubel und auch kriminelle Energie, wo Schüsse fallen, Menschen sterben und der Mann für „Recht und Ordnung“ Geordie Keating reichlich Arbeit bekommt. Unterstützt wird er anfangs noch von Sidney, dann von Lenard, der vorübergehend die Amtsgeschäfte von Sidney in der Gemeinde übernimmt,  bis dann Will Davenport mit seinem Motorrad vor dem Pfarrhaus eintrifft und sich nach einigen anfänglichen Schwierigkeiten gut mit allen Beteiligten versteht. Nur bei dem „Polizeikram“ will er Geordie nicht unterstützen, doch ehe er sich versieht schlittert er von einer Situation in die andere und bald braucht er dann Geordies kriminalistisches Gespür und fortan stimmt die Chemie auch in dieser Hinsicht zwischen den beiden….
Zeitlich spielt die Serie inzwischen Mitte/Ende der 1950ziger Jahre, was hier wieder in Kulisse und Ausstattung wunderbar zu erkennen ist. Besonders Geordie hat mit der „neuen Musik“ und der Emanzipation seiner Ehefrau, die jetzt als Verkäuferin in einem Bekleidungsgeschäft arbeitet, so seine Schwierigkeiten, aber durch die Kriminalfälle, die sich ereignen, kommt er kaum dazu, darüber nachzudenken.
Obwohl ich es mir kaum vorstellen konnte, dass man einen Ersatz für James Norton findet, muss ich sagen, den Filmemachern ist im Tom Brittney hier ein toller Clou gelungen und sein Charme und das Zusammenspiel mit den anderen Mitgliedern der Serie ist angenehm und sehenswert, so dass ich mir gut auch in dieser neuen Konstellation eine weitere Staffel wünsche würde!
Fazit: Trotz wehmütigem Abschied von James Norton, schafft es „der neue Pfarrer“ die entstandene Lücke mit Charme, Witz und Ausstrahlung zu füllen, so dass auch Staffel 4 wieder unbedingt sehenswert ist und auch gern die Serie noch weiter fortgesetzt werden darf!

 

 

 

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