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Catherine Shepherd: Stummes Opfer

Kafel Verlag

Der mittlerweile 11.(!) Zons-Krimi „Stummes Opfer“, der als E-Book oder auch als Taschenbuch erhältlich ist, lässt einen schon gleich zu Beginn die Nackenhaare hochstehen, denn man wird „Zeuge“ während „das Böse“ sein Unwesen treibt….
Wie bei der „Zons-Reihe“ typisch, gibt es gleich zweimal fesselnde Spannung, denn die Kriminalfälle spielen zum einen in der Gegenwart, wo Kommissar Oliver Bergmann die Ermittlungen leitet und zum anderen befindet man sich nach einem Zeitsprung im Mittelalter bzw. im Jahr 1502, wo dann Bastian Mühlenberg von der Zonser Stadtwache für Recht und Ordnung sorgt.
Zum Inhalt:
Gegenwart: Während der Neubau des „Neuen Archivs“ in Zons eingeweiht wird und eine Delegation das Gebäude besichtigt, entdeckt jemand im Eingangsbereich einen Riss in einer der dortigen Säulen. Nach näherem Betrachten/Untersuchen sind die Feierlichkeiten von jetzt auf gleich beendet, denn in der Säule wird ein eingemauerter männlicher Leichnam entdeckt, der in seiner Hand ein dunkelgrünes Teilstück eines alten Wachs-Siegel hält…
Es bleibt nicht bei dem einen gruseligen Fund, es werden weitere Mordopfer entdeckt.  Alle findet man an markanten Plätzen bzw. Gebäuden und man findet Wachsstücke bei ihnen….
1502: Durch Zons dröhnt ein ständiges Hämmern und die Luft ist sehr staubig, denn durch Hochwasser ist ein Teil der Kirchenmauer eingestürzt. Eine Vielzahl an großen Steinen müssen bearbeitet und unter großen Mühen bewegt werden um die Mauer zu reparieren, doch es ist wie „verhext“, kaum fertig, stürzt sie immer wieder ein….
Bastian Mühlenberg muss sich mit dem Verschwinden von mehreren Bettelweibern befassen, die sonst zum Stadtbild gehören. Dann wird eine der Frauen tot und nur notdürftig verscharrt im Wald gefunden. Unter dem Leichnam liegt ein dunkelgrünes Stück Siegelwachs ….
Neben dem Wachsstück als „Verbindung“ zwischen Gegenwart und Vergangenheit, ist natürlich auch wieder „das Knistern“ zwischen Anna und Bastian in die Gesamthandlung eingewoben, was keinesfalls fehlen darf und diese Thriller-Reihe auch „besonders“ macht.
Die Thematik, die hier den roten Faden in der Handlung bildet, ist gut gewählt, bildet sie doch das „passende Ambiente“ für einen Thriller.  Gut gefallen hat mir, wie die Autorin in beiden Zeitzonen dann daraus eine fesselnde und sehr spannende Geschichte gemacht hat. Im „Nachwort“ erzählt sie übrigens, was und wodurch sie für dieses Buch inspiriert wurde und welche Realität sich dahinter verbirgt.
Wie gewohnt, ist es ihr gelungen, durch geschicktes Fährtenlegen, den einen oder anderen Verdächtigen aufzuzeigen, aber „das Böse“ selbst bleibt bis zum Schluss verborgen und somit der Spannungsbogen lange hochgehalten! Klasse!
Fazit: Die Thematik des spannenden Thrillers ist gut gewählt, die wendungsreiche Handlung punktet ganz besonders durch Unvorhersehbarkeit, so dass der Spannungsbogen bis zu Schluss gehalten wird! Bitte weiter so!

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