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Ellison Cooper: Totenschrein

Ullstein

 „Todeskäfig“, den Beginn der Reihe habe ich mit Begeisterung gelesen, wo die FBI-Agentin Sayer Altair „ins kalte Wasser“ geworfen wurde und ihren Bereich in der Forschung verlassen musste um direkt von einem Tatort aus die Ermittlungen in einem aufsehenerregenden Mordfall zu übernehmen.
Nun ist mit „Totenschrein“, das dritte Buch der Reihe erschienen. Fall Nr. 2 ist irgendwie an mir vorbeigegangen, was schade ist. Aber auch ohne Vorkenntnisse kann man den aktuellen Thriller problemlos verfolgen.
Das besondere Fachwissen der Autorin im Bereich Anthropologie, Neurowissenschaft oder auch Archäologie wird „sichtbar“, denn dies ist thematisch in die Ermittlungen, die Sayer Altair als leitende Agentin diesmal bewerkstelligen muss, eingewoben.
Während eines Kontrollgangs wird in Washington D.C. ein Polizist erschossen. Beim Auffinden seiner Leiche wird in direkter Nähe eine weitere Leiche entdeckt. Es ist ein bizarrer Anblick, der sich der FBI-Ermittlerin bietet: Ein totes Mädchen mit einer Axt in der Hand liegt drapiert auf den Stufen des Einstein Memorials. Um sie herum im Kreis sind Tierfiguren aufgestellt, eine merkwürdige Textnachricht und weitere Hinweise/Details lassen an einen Ritualmord denken…
Nachdem die Identität des Mädchens feststeht, haben Sayer und ihr Team keine ruhige Minute mehr, denn sie gehörte zu einer Gruppe von 24 Highschool-Schülern, die mit einem Bus zu einem Wissenschaftswettbewerb unterwegs war, den man auf offener Straße entführt hat und von dem und seinen Insassen seit geraumer Zeit jede Spur fehlt….
Das Buch liest sich gut und die Handlung wird spannend erzählt. Was alles weiter noch passiert und warum es für Sayer ein ganz persönlicher Fall wird, darauf möchte ich nicht weiter eingehen, damit der Lesespaß nicht verloren geht.
Alles in allem habe ich den neuen Fall um die FBI-Agentin gern gelesen, allerdings reicht er ans Debüt der Reihe nicht heran. Auch dauerte es nicht lange und ich hatte eine Idee wer sich hinter der Maske „des Bösen“ verbirgt und lag richtig, genau wie bei dem in das Privatleben von Sayer eingreifenden „Teil“ des Geschehens, der mich trotz eingebautem „Überraschungseffekt“ nicht sonderlich verblüfft hat.
Nichtsdestotrotz war die Thematik und der Aufbau der Gesamthandlung spannend, interessant und unterhaltsam. Da es auch einen gewissen Hinweis auf eine Fortsetzung gibt, möchte ich das weitere Geschehen erst einmal noch abwarten und schauen wie sich die Rahmenhandlung weiterentwickel und was für andere Kriminalfälle noch zu lösen sind, weswegen ich hier vier von fünf möglichen Punkten vergebe.
Fazit: Spannender Thriller, der aber an manchen Stellen etwas vorhersehbar ist

 

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