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Kommissar Wallander – Staffel 2

Edel Motion VÖ 22.01.21

Erneut schlüpft Kenneth Branagh in die Rolle des schwedischen Ermittlers Kurt Wallander, der mit seiner Darstellung bereits in „Staffel 1“ Schauspielkunst vom Feinsten zeigte.
Drei weitere „Fälle“ jeweils in Spielfilmlänge –  beruhend auf den Bestsellern von Henning Mankell –  beinhaltet „Kommissar Wallander – Staffel 2“ – :
 „Mörder ohne Gesicht: Ein älteres Ehepaar lebt allein auf einem abgelegenen, etwas marode wirkenden Bauernhof, wo es zu einem brutalen Überfall auf sie kommt. Während der Mann an seinen schweren Verletzungen stirbt, trifft Wallander gerade noch rechtzeitig vor Ort ein um die sterbende Frau zu fragen, wer sie überfallen hat. Ihre letzten Worte sind kaum verständlich……
Durch ein Leck in den eigenen Reihen der Polizei, bekommt die Presse einen Hinweis auf den/die möglichen Täter. Durch die mediale Berichterstattung wird eine Welle des Hasses ausgelöst, die die Ermittler kaum stoppen können…
Der Mann, der lächelte: Der Kommissar ist durch die letzten Ereignisse traumatisiert, wo er in Folge eines Schusswechsels jemanden tötete. Ein bißchen melancholisch angehaucht war er ja schon von Anfang an, doch dieses Ereignis wirft ihn regelrecht aus der Bahn und er nimmt eine Auszeit vom Dienst und zieht sich monatelang in eine abgelegene Unterkunft zurück, wo Alkohol und Tabletten seinen Alltag bestimmen und er grübelnd und „betäubt“ seinem Dasein fristet.
Irgendwann taucht dann sein alter Freund Sten auf, der ihn bittet einen Blick auf den als Unfall eingestuften Tod seines Vaters zu werfen, woran er große Zweifel hegt. Doch Wallander fühlt sich nicht arbeitsfähig und Sten fährt unverrichteter Dinge nach Haus. Einige Zeit später rafft sich Wallander dann doch auf und macht sich auf den Weg um Sten aufzusuchen, doch da ist es schon zu spät…
Die fünfte Frau: Wallander ist zurück im Polizeidienst. Das gesamte Ermittler-Team bekommt es mit einer Reihe von sehr brutalen Morden zu tun, wo anfangs in einer großen Grube, die auf spitzen Stäben aufgespießte Leiche eines alten Mannes gefunden wird. Kurze Zeit später ereignen sich weitere Morde, bei denen Wallander einen Zusammenhang vermutet, obwohl sie auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben, bis man ihr Privatleben näher durchleuchtet….
Die Dinge, die sich im Verlauf der drei Kriminalfälle ereignen, lassen Kommissar Kurt Wallander eine Achterbahn der Gefühle durchleben, die durch berufliche, aber auch ganz besonders gravierende private Ereignisse ausgelöst werden.
Kenneth Branaghs Gesichtsausdruck ist so wandelbar und wirkt so realitätsnah, dass man das Gefühl hat, die anfängliche Melancholie, die sich dann durch schwerwiegende Ereignisse in Depressivität mit Grübelneigung bishin zum psychischen Ausnahmezustand steigert, hat den Schauspieler selbst befallen, so ausdrucksstark ist seine Darstellung!
Die Verfilmung dieser drei Kriminalfälle ist wieder sehr nah an den Buchvorlagen gelungen. Kenneth Branaghs emotionale Darstellung des schwermütigen Kommissars lässt einen als Zuschauer nicht kalt und verleitet einen dazu, ein Taschentuch griffbereit zu haben…
Fazit: Die Achterbahn der Gefühle des schwermütigen Kommissars darzustellen, ist Kenneth Branagh meisterhaft gelungen. Die Verfilmungen sind wieder dicht an Buchvorlagen, spannend umgesetzt und unbedingt sehenswert! Bitte weiter so!

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