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Mons Kallentoft: Das dunkle Herz von Palma

Klett-Cotta VÖ 22.05.21

Nachdem ich vor ein paar Tagen „Verschollen in Palma“ durchgelesen und hier vorgestellt hatte, war passender Weise gerade die Fortsetzung mit dem Titel „Das dunkle Herz von Palma“ des schwedischen Autors Mons Kallentoft erschienen. Da die unermüdliche Suche nach Emme Blanck, die auf Mallorca vor zwei Jahren nach einem Urlaubstrip mit ihren zwei Freundinnen spurlos verschwand, ein bitteres Ende nahm, geht es im aktuellen Buch handlungsmäßig genau da weiter, wo das andere endete. Da mir die „Vorgeschichte“ natürlich noch präsent war, hatte ich keine Schwierigkeiten gleich wieder ins Geschehen einzutauchen.
Und so geht es weiter:
Der ehemalige Polizist und Privatdetektiv Tim Blanck ist nach der zermürbenden zwei Jahre andauernden Suche auf Mallorca nach seiner Tochter zurück in Stockholm bei seiner Frau Rebecka und seiner kleinen Tochter Maia und er versucht sich nach den Strapazen der letzten Zeit etwas zu erholen. Da erreicht ihn ein Anruf der spanischen Polizei. Juan Pedro Salgado, der Ermittler, der Tim immer wieder versicherte, dass die spanischen Behörden nicht aufgehören nach seiner Tochter zu suchen, teilt höchstpersönlich mit, dass die sterblichen menschlichen Überreste, die in einem Waldgebiet gefunden wurden, nicht mit der DNA seiner Tochter Emme übereinstimmen – sie ist es nicht!!!
Auf so eine Nachricht war Familie Blanck nicht vorbereitet! Obwohl nun doch wieder ein Hoffnungsschimmer am Horizont aufblitzt und die Möglichkeit nicht auszuschließen ist, dass Emme immer noch lebt, heißt das aber auch für Tim, dass er Rebecka und Maia wieder verlassen muss, denn er kann gar nicht anders, er muss unbedingt zurück auf die Insel und die Suche fortzusetzen….
Während er anfangs nach seiner Rückkehr auf Mallorca gar nicht genau weiß, wo er noch suchen soll, gerät er dann im Verlauf immer tiefer in Unterweltkreise und in kriminelle Machenschaften, wo Menschenhandel, Korruption und Drogen an der Tagesordnung sind und vertrauen kann er in diesem Milieu niemanden, was er dann auch bald zu spüren bekommt, denn man trachtet ihm nicht nur einmal nach dem Leben…
Wie dieser sehr spannende und von der ersten Seite an fesselnde „Mallorca-Krimi“ ausgeht, bleibt hier natürlich unerzählt. Nur so viel sei noch gesagt, Emme scheint nicht das einzige Mädchen zu sein, das in den letzten Jahren spurlos in der Gegend um Palma verschwand….
Das Buch hat etwa „Sogartiges“, einmal angefangen, kann man nicht aufhören es zu lesen. Die Szenerie und Handlung ist nichts für schwache Nerven und setzt spannungsmäßig zur „Vorgeschichte“ noch  einen „drauf“. Trotz der schönen Landschaftskulisse schwebt über der Handlung eine düstere, beängstigende und unheilvolle Atmosphäre, die man als Leser regelrecht spürt und durch die gut platzierten Wendungen, kann man nicht ahnen wie alles ausgeht, was ein ganz besonderer Pluspunkt ist! Toll!
Fazit:  Rundum gelungener, nervenaufreibender und besonders fesselnd erzählter Page-Turner !

 

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