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Keigo Higashino: Ich habe ihn getötet

Ich habe ihn getötet

Der Autor stammt aus Japan und hat offenbar schon einige Kriminalromane mit Erfolg veröffentlicht. Ich hatte zuvor noch nie etwas von ihm gehört bzw. gelesen.
Das Cover und der Titel „Ich habe ihn getötet“ suggerieren schon vorab, dass hier tödliche „Pillen“ eine Rolle spielen…..
Und tatsächlich passt dies zum Inhalt:
Der erfolgverwöhnte und mit allen Wassern gewaschene Drehbuchautor Makoto Hodaka und die ebenfalls durch ihre Gedichte sehr angesagte und erfolgreiche Schriftstellerin Miwako Kanbayashi wollen heiraten. Am Abend vor der Trauung passiert dann etwas Unvorhergesehenes: Im Garten des Bräutigams nimmt sich seine Ex-Freundin mit Hilfe von Giftpillen das Leben. Um kein Aufsehen zu erregen beseitigen Mokato und sein Manager die Leiche…
Als dann die Trauung von Statten gehen soll, schafft es Mokato nicht vor den Traualter, denn er bricht tot zusammen und wie sich später rausstellt, war hier ebenfalls Gift im Spiel….
Schnell kommt der Verdacht auf, dass seine ehemalige Freundin ihre Finger im Spiel hatte, aber auch drei andere Personen geraten in den Verdacht Mokato getötet zu haben. Kommissar Kaga hat eine harte Nuss zu knacken um den Täter zu überführen……
Leider weiß am Ende des Buche nur er, wer der Täter ist, denn dem Leser bleibt diese Erkenntnis verschlossen, da haben mir auch die letzten – erst durch den Einsatz einer Schere zugänglichen – Seiten mit dem Titel „Anleitung zur Lösung“ nicht helfen können.
Eigentlich ist das Buch interessant aufgemacht, da hier gleich drei „erzählende Figuren“ bzw.  Sichtweisen den Leser durch die Handlung führen. Auch die Idee mit den „verschlossenen Seiten“ finde ich an sich nicht schlecht,  doch hier hätte meiner Ansicht nach nicht nur die „Anleitung zur Lösung“ stehen sollen, sondern auch der Täter namentlich genannt werden.
Was mir außerdem im ganzen Buch fehlt sind greifbare Emotionen, denn alle Personen wirken kühl, berechnend bzw. scheinen eine äußere Fassade zu haben, aber von ihren echten Gefühlen bekommt man hier wenig präsentiert bzw. sind thematisch doch sehr grenzwertig……
Als es dann um die „Wanderschaft und Anzahl der Pillen“ geht, muss man genau aufpassen, damit man bei diesem ganzen Hin und Her  nicht den Faden verliert. Auch wenn man es geschafft hat diesem Teil der Handlung zu verfolgen, dem Täter kommt man dadurch nicht auf die Spur, was schade ist…..
Ich hätte mir bei diesem anfangs vielversprechenden Buch dann doch ein nicht so enttäuschendes  Ende gewünscht. Mich zumindest hat „die Anleitung zur Lösung“ kein Stück weitergebracht um den Täter zu erkennen, allerdings auch nicht inspiriert, das Buch noch mal detektivisch zu durchforsten…..
Fazit: Schade, nur Rätselfreunde kommen hier auf ihre Kosten, denn in diesem Krimi, muss man den Täter selbst ausfindig machen!
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Emperor

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Der Untertitel des Films lautet: Kampf um den Frieden, was den Inhalt des Film sehr gut beschreibt.  Der Film erzählt wie 1945 General Mac Arthur im von Amerika besiegten Japan eintrifft.  Er hat den Auftrag  zu klären inwieweit Kaiser Hirohito in das Kriegsgeschehen verwickelt war. Soll er als Kriegsverbrecher hingerichtet werden oder soll der von seinem Volk als lebender Gott verehrte Kaiser anders zur Rechenschaft gezogen werden?
Da dies eine schwierige Aufgabe und das Vorhaben von hoher Brisanz ist, beauftragt Mac Arthur einen seiner Mitarbeiter, nämlich General Bonner Feller. Der hatte sich bereits einige Zeit vor dem Krieg in Japan aufgehalten  und durch die Liebe zu Aya, einer Japanerin,  gilt er als Kenner der japanischen Kultur. Er kennt die Umgangsformen und hatte Einblick in die Tradiotionen dieses Volkes.
Bonner Feller bleiben genau zehn Tage um diese heikle Aufgabe zu meistern. Außerdem will er unbedingt herausfinden, was aus seiner geliebten Aya geworden ist und ob sie überhaupt noch lebt.
Die Ermittlungen sind sehr schwierig und die kaisernahen Berater schweigen zu der Frage, ob Kaiser Hirohito den Befehl zum Angriff auf Pearl Harbor zu verantworten hat.
Der Film ist mit den Schauspielern Tommy Lee Jones als General Mac Arthur und Mathew Fox als General Bonner Feller sehr gut besetzt. „Emperor “ ist auch kein Kriegsfilm im eigentlichen Sinne, sondern er zeigt in eindrucksvoller Weise gespielte Zeitgeschichte. Im Film kommt sehr gut der Gerechtigkeitssinn des amerikanischen Generals Mac Arthur  und die an jahrelange Traditionen geknüpfte japanische Mentalität zum Ausdruck und zeigt dem Zuschauer, was für eine schwierige Aufgabe innerhalb von wenigen Tagen gelöst werden musste, die dann auch in die Annalen der Geschichte eingegangen ist.
Fazit: Geschichte einfühlsam erzählt, was den Film sehr sehenswert macht.
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