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Paul Finch: Im Schatten des Syndikats

Piper

Im März 2017 hatte ich hier über den ersten Einsatz der jungen engagierten Streifenpolizistin Lucy Clayburn in „Schwarze Witwen“ berichtet, die nach einigen Anfangsschwierigkeiten dann eine neue Chance sieht um ihrem Ziel, der Arbeit bei der Kriminalpolizei,  näher zu kommen, weswegen sie auch vor einem riskanten Untercover-Einsatz nicht zurückschreckte….
Mittlerweile ist etwas Zeit vergangen und DC Clayburn verrichtet ihren Dienst in einer der Kriminalabteilungen Greater Manchesters  in Crowley…
Immer mehr Raubüberfälle sind an der Tagesordnung, die teils auch mit Mord einhergehen, doch dann wird es spektakulärer, denn ein angesehenes Mitglied des Unterweltverbandes  „Crew“ wird während einer Party auf seinem Anwesen brutal überfallen, ausgeraubt und getötet….
Dieser Raubüberfall ist nur einer von vielen, die doch einen gemeinsamen Nenner haben, wie Lucy bei ihren Recherchen herausfindet, denn alle Opfer sind keine Unschuldslämmer, sondern haben alle etwas auf dem Kerbholz und agieren „Im Schatten des Syndikats
Parallel zu den Raubüberfällen verteilt ein Unbekannter an Obdachlose, gemeinnützige Einrichtungen und in den ärmeren Wohnvierteln der Gegend Geld und Schmuck, was erst einmal im Verborgenen bleibt…
Während die Handlung des Buches erst einmal wirkt wie gewöhnliche polizeiliche Routinearbeit und man hautnah bei den Ermittlungen dabei ist, entwickelt sich langsam die Spannung und bald ist Lucy mitten drin in gefährlichen Situationen, die ihr einiges abverlagen und es kristallisiert sich nach und nach eine bedrohliche Szenerie heraus, wo Lucy kaum noch unterscheiden kann, wer Freund oder Feind bzw. auf wen sie sich überhaupt noch verlassen kann, denn plötzlich ist nicht nur ihr Leben in Gefahr, sondern auch ihre Familie muss um ihr Leben fürchten…
Paul Finch hat für seine geneigten Leser wieder  sehr detaillierte Szenerien und Charaktere erschaffen, wo man sich als Leser z.B. als Beifahrer auf Lucys Ducati befindet und man in atemberaubendem Tempo durch die Straßen rast…. Puh!
Wenn man sich durch die ersten Seiten der Handlung gelesen hat, ist man ganz schnell im Geschehen gefangen, ist hautnah dabei und staunt nicht schlecht, welche Gefahrensituationen Lucy hier meistert  (die ich teilweise etwas zu überzeichnet fand, aber das nur am Rande).
Mir hat dies zweite Buch der Reihe gut gefallen, es ist auf jeden Fall eine Steigerung zum Debütkrimi, so dass ich hier vier von fünf möglichen Punkten geben möchte und ich mir durchaus eine Fortsetzung vorstellen könnte bzw. erhoffe.
Fazit:  Atemberaubende detailliert erzählte Verfolgungsjagden/Szenerien und eine gelungene spannende Fortsetzung der Reihe machen diesen Thriller aus, so dass die Reihe gern fortgesetzt werden darf!

 

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Paul Finch: Schwarze Witwen

Letztes Jahr im November hatte ich hier vom Paul Finch den rundum gelungenen spannungsgeladen Thriller „Totenspieler“ aus der Mark-Heckenburg-Reihe vorgestellt und ihn als bisher bestes Buch aus der Reihe eingestuft.
Nun schickt der Autor die junge engagierte Streifenpolizisten Lucy Clayburn in „Schwarze Witwen“ auf die Straßen Englands. Ihr erklärtes Ziel ist es bei der Kriminalpolizei ihren Dienst zu leisten. Schon ihr erster Einsatz dort läuft völlig schief, was dazu führt, dass sie auch vier Jahre später nach dem Desaster immer noch Streifendienst verrichtet.
Durch eine brutale Mordserie an Männern, bekommt Lucy eine neue Chance in Sachen Kripo, allerdings ist ihr Einsatz undercover, denn offenbar ist eine Frau, die bald den Spitznamen „Jill the Ripper“ von der Presse bekommt,  für die brutalen Morde an den Männern verantwortlich. Um diese besagte Frau ausfindig zu machen, schlüpft Lucy mit einigen weiteren Polizistinnen in die Rolle einer Prostituierten. Lucys Einsatzort ist erst auf einem Rastplatz, wo sie dann zwar erst von den anderen „Damen“ angefeindet wird, aber nach und nach bekommt sie Kontakt zu einer von ihnen, die ihr dann wiederum einen neuen „Job“ als Garderobiere vermittelt, der dann in ein Edel-Bordell führt, wo  alle Unterwelt-Bosse ihr Stelldichein geben…
Erst einmal ist der deutsche Titel des Buches irreführend, obwohl der Originaltitel „Strangers“ auch nicht viel besser für mich klingt, haben doch beide nicht zwingend mit dem Inhalt des Thrillers zu tun.
Aber egal, das nur am Rande. Lucy Clayburn zeigt hier hohen „Körpereinsatz“, der durch ihre Alleingänge nicht besonders gut in den Reihen ihrer Vorgesetzter ankommt. Ohne Blessuren bleiben dann auch für sie die Ermittlungen nicht und ob ihr Traum vom Dienst bei der Kripo in Erfüllung geht, bleibt hier natürlich unerzählt.
Das Buch liest sich gut, auch wenn es handlungsmäßig erst langsam an Fahrt aufnimmt und es mich dann ganz besonders am Ende überrascht hat unter welchem Stein „Jill the Ripper“ nach den umfangreichen Ermittlungen plötzlich auftaucht.  Das Tatmotiv bzw. die Gründe für  diese brutalen Übergriffe füllen im Buch nur sehr wenige Sätze, was schade ist, bei der sonst so auführlich geschilderten Resthandlung.
Also der erste Einsatz von Lucy Clayburn hat noch einige „Wackler“ in der Story, ist aber trotz allem lesenswert. Durch die privaten Entwicklungen (diesmal alles ohne Lovestory!) in die Lucy hineinkatapultiert wird, gibt es noch einige offene Fragen, die vielleicht beim nächsten Einsatz geklärt werden können.
Fazit: Erster Einsatz für Lucy Clayburn, der noch einige Schwachstellen in der Handlung hat, aber durchaus lesenswert ist!
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No Offence – Staffel 1

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Die erste Staffel dieser britischen Krimi-Serie umfasst acht Folgen und einiges Zusatzmaterial wie Trailer, Interwies und geschnittene Szenen. Schon gleich vorweg kann ich verraten, die Staffel ist einfach zu kurz, denn die Serie hat das „Gewisse Etwas“, so daß schon nach kurzer Zeit eine Art Suchtfaktor aufkommt!
Die Handlung spielt in Manchester. Ein ganz spezielles Ermittlerteam zu dem u.a. DC Dinah Kowalska und DC Joy Freers unter der Leitung von DI Vivienne Deering gehören, steht im Mittelpunkt dieser Serie. Diese Truppe ist schon etwas besonders einschließlich ihrer Chefin, die wortgewandt, schlagfertig, aber mit dem Herz auf rechten Fleck sehr unterschiedliche Kriminalfälle bearbeitet.
Die Serie startet damit, dass DC Dinah Kowalska in einem ganz besonderen Outfit einen Straftäter auf offener Straße erkennt und verfolgt, allerdings mit einem nicht so guten Ausgang für den Straftäter und in Folge dessen auch negativ für Dinah, denn durch diesen Vorfall schnappt ihr Joy Freers die Beförderung weg….
Die acht Folgen hindurch ist das Team auf der Suche nach einem Serienmörder, der es besonders auf junge Frauen mit Down-Syndrom abgesehen hat. Als dann wieder ein Mädchen vermisst wird, gehen die Ermittler auch mal unkonventionelle Wege um dem Täter auf die Spur zu kommen…
Während die Suche nach dem Serienmörder weitergeht, gibt es in jeder Folge noch andere Fälle wie z.B. Ermittlungen im Drogenmilieu, denn eine extrem tödliche Substanz macht auf den Straßen von Manchester seine Runde…
So kommt es im Weiteren u.a. zu Undercover-Einsätzen, Ermittlungen bei denen es um Organhandel auf dem Schwarzmarkt geht oder es wird eine Art moderne Sklaverei aufgedeckt.
Bei der im Vordergrund stehenden Frauenpower müssen sich alle Straftäter warm anziehen, denn egal unter welch widrigen Umständen ihr Einsatz gefordert ist, sie krempeln ihre Ärmel hoch und komme was da wolle, der Abschluss eines Falles hat oberste Priorität!
Neben den spannenden Einsätzen, deren Besprechungen auch mal auf dem WC stattfinden, ist alle Episoden hindurch britischer bzw. schwarzer Humor an der Tagesordnung, was „No Offence“ zu einer außergewöhnlichen Serie mit dem „Gewissen Etwas“ macht. Die Rollen sind durchweg sehr gut besetzt! Die spannenden Kriminalfälle sind toll in Szene gesetzt und haben bei mir einen Suchtfaktor ausgelöst, so daß ich auf eine baldige Fortsetzung hoffe!
Fazit: Acht Folgen sind bei dieser speziellen britischen Krimi-Serie viel zu wenig, denn durch das „Gewisse Etwas“ ist hier der Suchtfaktor vorprogrammiert! Unbedingt ansehen!
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Paul Finch: Die Spinne

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Wer die beiden spannenden Bücher „Mädchenjäger“ und „Rattenfänger“ von Paul Finch mit Detective Mark „Heck“ Heckenburg, der im Dezernat für Serienverbrechen bei New Scotland Yard arbeitet, kennt und auf seinen nächsten großen Einsatz (im Juni 2015!) wartet, dem wird mit dem kostenlosen E-Book „Die Spinne“ die Wartezeit verkürzt und es gibt zusätzlich eine Leseprobe des neuen Falles »Spurensammler«!
Dies ist Hecks erster Fall und er arbeit noch als  Streifenpolizist in Manchester.  Man schreibt das Jahr 1997, als er in den frühen Morgenstunden in seinem Dienstwagen sitzt und zu einem Einbruch gerufen wird.
Der Einbruch entpuppt sich als eine viel schwerwiegendere Straftat, denn der seit langem gesuchte Sex-Straftäter „Die Spinne“ hat wieder zugeschlagen und Heck gelingt es den durch seine akrobatischen Fähigkeiten berühmten Fassadenkletterer, der nachts in die Schlafzimmer seiner Opfer einbricht, zu entdecken und zu verfolgen…..
Was der Autor besonders gut kann, ist Situationen oder Szenen bis ins kleinste Detail aufzuschreiben, so das man als alles direkt vor Augen hat. In dieser Kurzgeschichte ist es dann eine atemberaubende Kletterpartie in deren Mittelpunkt Heck und die Spinne stehen und keiner ohne Blessuren davon kommt..
Fazit: Hier steht die Verfolgung im Mittelpunkt, die restliche Handlung kommt etwas zu kurz, doch um die Wartezeit auf den nächsten Fall zu überbrücken, sicherlich lesenswert!

 

 

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Heisser Verdacht – Die Superbox

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Die englische Kultserie mit Oscarpreisträgerin Helen Mirren gibt es jetzt erstmals als Blu-ray-Fassung. Die Superbox beinhaltet acht Episoden der Krimiserie, nur die finale Folge bzw. der letzte Einsatz von Jane Tennison ist hier nicht enthalten, was etwas schade ist. Aber dafür sind alle Folgen überarbeitet worden und noch fehlende Szenen eingefügt. Als Bonus gibt es Interviews mit  Helen Mirren und einigen weiteren Darstellern sowie ein Making off.
Wer tatsächlich die Serie „Heisser Verdacht“ nicht kennt, für den gibt es hier einen Einblick in die unterschiedlichen Folgen:
Jane Tennison ist Hauptkommissarin in London. Sie muss sich gegen eine harte Männderdomäne durchsetzen, was  nicht leicht ist, doch durch ihre Zielstrebigkeit, besonderen Gerechtigkeitssinn und Hartnäckigkeit auch gegenüber Vorgesetzten,  boxt sie sich durch.

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In der Pilotfolge wartet sie schon lange darauf als leitende Ermittlerin eigenständig einen Fall zu übernehmen. Durch den plötzlichen Tod eines Kollegen bekommt sie tatsächlich die Chance zu beweisen, was sie kann.
Auch bei ihrem Team, das ihr unterstellt ist, muss sie sich erst Respekt verschaffen,  was sie teilweise arrogant und hart erscheinen lässt. Da ihr Privatleben bei den stressigen Ermittlungen immer zu kurz kommt, gehen viele Beziehungen zu Bruch und sie sucht des Öfteren Trost im Alkohol. 
01 Heisser Verdacht
Ein Serienkiller treibt sein Unwesen in London. Auffällig sind Fesselspuren an den Handgelenken der Frauen.  Als Jane dann tatsächlich den Täter George Marlow dingfest macht und er auch die Morde ihr gegenüber gesteht, bröckelt langsam die Ablehnung gegen sie innerhalb des Teams .
02 Operation Nadine
Unter den Bodenfliesen einer Terrasse wird eine skelettierte Leiche gefunden. Es ist ein von vielen Ausländern bewohntes Viertel. Gleich kommt der Verdacht auf, dass es sich um die seit einiger Zeit vermisste Farbige Simone Cameron handeln könnte.  Da es in dem Viertel bereits zu Ausschreitungen wegen Rassismus gekommen ist, sind die Ermittlungen besonders brisant und als dann noch jemand wegen Drogenbesitzes verhaftet wird, droht die ganze Situation zu eskalieren…
03 Aktion Soko
In der ausgebrannten Wohnung des transsexuellen Sängers Vernon Reynolds wird die Leiche eines jugendlichen Strichers gefunden. Jane muss in einem Sumpf von Kinderpornographie und Prostitution ermitteln, besonders heikel wird es als die  Spuren  in die oberen Kreise  der Polizei führen.
04 Kind vermisst
Ein Baby wird aus seinem Bettchen gekidnappt, die Mutter wird dabei schwer verletzt in der Wohnung aufgefunden. Alle Bemühungen das Baby so schnell wie möglich wieder zu finden, schlagen fehl. Ein vor kurzem entlassener Kinderschänder wird deswegen überprüft und bei einer Gegenüberstellung als möglicher Kidnapper identifiziert. Der kann sich der Verhaftung widersetzen. Auf der Flucht nimmt er Geiseln, was zu einem Großeinsatz der Polizei führt…
05 Seilschaften
Ein toter Geschäftsmann ist diesmal der Ausgangspunkt der Ermittlungen. Der Mord schien erst sexuelle Motive zu haben, doch das Blatt wendet sich als herauskommt, dass das Opfer eine hohe Summe an Geld in eine Bauruine investiert hat.
06 Der Duft des Todes
In diesem Teil wird noch einmal auf den ersten Fall mit dem Serienmörder George Marlow zurückgegangen, denn jemand scheint wie er zu töten, aber Marow selbst sitzt ja im Gefängnis. Die Frauen, die getötet werden, haben alle Fesselspuren an den Händen und es umweht sie ein bestimmer Parfümduft. Trotz Suspendierung klärt Jane Tennison den Fall!
07 Tödliche Verstrickung
Diesen Teil finde ich persönlich am spannendsten. Jane Tennison arbeitet jetzt in Manchester. Ein Drogendealer wurde erschossen. Alles dreht sich hier um den unantastbaren „Street“, der zwar offensichtlich der Kopf des Drogenringes ist, doch man konnte ihm bisher nichts nachweisen. Bald kommt der Verdacht auf, dass im Polizeirevier ein Leck ist, denn Street ist ihnen immer ein Stück voraus. Doch Jane lässt nicht locker und bald kommt es zu einem gefährlichen Zwischenfall.
08 Die letzten Zeugen
Eine junge Frau aus Bosnien wird auf einer Baustelle tot aufgefunden, sie wurde schwer mißhandelt. Von ihrer Schwester erfährt die Kommissarin, dass sie als Kinder Zeuge eines Massaker gewesen sind und jetzt aus Angst vor Verfolgung im Untergrund in England leben. Jemand aus ihrer Vergangenheit scheint ihnen immer noch nach dem Leben zu trachten.  
Die Folgen der Kult-Serie „Heißer Verdacht“  kann man nicht oft  genug ansehen. Schon lange bevor Helen Mirren ihren Oscar für besondere schauspielerische Leistungen bekommen hat, ist die erste Folge dieser Serie gedreht worden. Ihr ist es gelungen, durch ihre Darstellung der Kommissarin, dass  Jane Tennison aus der Krimilandschaft nicht mehr wegzudenken ist. Ich weiss nicht wie oft ich die Folgen schon gesehen habe, doch die Fälle fesseln mich immer wieder aufs Neue und durch die Blu-ray-Fassung macht es noch mehr Spaß die Ermittlungen zu verfolgen.
Außerdem gibt es ein Wiedersehen mit bekannten Schauspielern, die jetzt aus dem Filmgeschäft nicht wegzudenken sind wie  Ralph Fiennes oder Mark Strong. 
Fazit: Die Serie sticht auch der Serienlandschaft hervor und ist und bleibt „Kult“!
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