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Professor T – Staffel 1

EdelMotion VÖ 12.11.21

Ben Miller hat in dieser britischen Version der belgischen Krimi-Reihe (die ich nicht kenne und daher keine Vergleiche ziehen kann) die Hauptrolle übernommen. Was für mich schon mal ein ganz besonderer Anreiz war, um mir diesen „Professor T“ anzuschauen.
Nun, wer noch überlegt, woher er, den auf dem Cover abgelichteten Schauspieler kennt, dem sei verraten, dass er in den ersten Staffeln der Krimi-Reihe „Death in Paradise“ den etwas spleenigen, aber äußerst scharfsinnigen DI Richard Poole verkörperte, der in der Karbik ermittelte und sich mit einem Gecko als Hausgast arrangieren musste. Seit damals bin ich Fan von Ben Millers Schauspielkunst!
Ohne zu viel von der aktuellen Handlung vorwegzunehmen, kann ich nur sagen, mir kommt es vor, als wenn DI Poole seine Identität gewechselt hat, um hier als Kriminologie-Professor Jasper Tempest, wieder aufzutauchen…
Wer auf etwas „schräge“ Typen und unterhaltsame Kriminalgeschichten steht, der kommt in dieser ersten Staffel sicherlich auf seine Kosten:
Auf dem Campus der Universität in Cambridge beginnt der erste Teil der Handlung, wo es zu einem Überfall auf eine Studentin kommt. Da die Polizei bei der Aufklärung des Falls nicht recht weiterkommt, hat die junge engagierte Ermittlerin Lisa Donckers die Idee, ihren ehemaligen „Lehrer“ Professor Tempest, der ja an der Uni immer noch unterrichtet, um Rat zu fragen…
Dieser ist kein einfacher Charakter und hat so seine Eigenarten. Er hält anfänglich auch nicht viel davon als Berater für die örtliche Polizei tätig zu werden.
…doch im Verlauf ändert sich das, sein umfangreiches Fachwissen ist gefragt und er erweist sich als sehr hilfreicher „Kopf“ bei der Verbrechens-Aufklärung.
Auf die einzelnen Fälle möchte ich hier nicht eingehen, denn wer sich auf diese Serie einlässt, der sollte sie auch genießen können.
Ein besonderes „Markenzeichen“ des Professors sind seine in Latexhandschuhen steckenden Hände, er hat einen ausgeprägten Ordnungssinn und er ist stets makellos gekleidet.
Nicht unerwähnt lassen, möchte ich auch noch, die ganz spezielle Mutter-Sohn-Beziehung im Hause Tempest, denn auch wenn er innerlich rebelliert und einige Anstrengungen unternimmt, sich seiner (ebenfalls toll besetzt mit Frances de la Tour) „klammernden“ Mutter zu entziehen bzw. zu entfliehen, gelingt ihm das nicht wirklich….
Neben den polizeilichen Ermittlungen in unvorhersehbaren Kriminalfällen gibt es auch einen „Blick in die Gedankenwelt“ des Professors – sei es nun bei der Analyse der Verbrechen oder auch wenn er sich an seine Kindheit oder andere Ereignisse aus seinem Privatleben erinnert – . Was den Machern der Serie hier dazu eingefallen ist, passt in die etwas „andere Welt“ bzw. zu dieser besonderen Art von unterhaltsamer Krimi-Kost.
Wie bereits erwähnt, lag mein Hauptaugenmerk auf der darstellerischen Besetzung mit Ben Miller in der Hauptrolle. Was sich im Nachhinein als vortreffliche Wahl herausgestellt hat und ich diese Serie genossen habe. Doch da gehen sicherlich die Meinungen auseinander. Ich für meinen Teil mag diese besondere Art von Humor und die eigenwillige titelgebende Figur und hoffe, die Reihe wird fortgesetzt.
Als Bonus gibt es auf der DVD einen umfangreichen Blick hinter die Kulissen nebst Interview mit Ben Miller
Fazit: Ben Miller verkörpert die etwas schräge und eigenwillige Hauptfigur mit einer ganz besonderen und unnachahmlichen Präsenz, was diese britische Kriminal-Serie aus- und sehenswert macht! Gerne mehr davon!

 

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