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Jens Henrik Jensen:  SØG – Schwarzer Himmel

DAV

Fall Nr. 2 für Nina Portland
Genau wie beim Debüt-Auftritt der dänischen Polizistin Nina Portland in  „SØG Dunkel liegt die See“ hat Britta Steffenhagen auch dieses Mal die ungekürzte Lesung von „SØG – Schwarzer Himmelübernommen, was eine gute Wahl ist, denn mit ihrer wandelbaren Stimme schafft sie schnell die passende Atmosphäre und man hört ihr gebannt zu:  
Der Titel des Hörbuchs passt zum Wetterbild, das sich gleich zu Beginn der Handlung über dem dänischen Örtchen Esbjerg zeigt und Blitz und Donner mit sich bringt. Während Nina mit ihrem Sohn zuhause dieses Wetterspektakel genießt, wird bei der Polizei ein Leichenfund auf der örtlichen Kohlehalde gemeldet. Offenbar hatte es dort einen schweren Blitzeinschlag gegeben, wobei sich Kohlestücke von der Oberfläche gelöst und dadurch die Leiche eines Mannes zu Tage befördert wurde. Nina übernimmt die Ermittlungen in dem Fall.
Um den Toten, den man offenbar vorher gefoltert und dann „zum Schweigen“ gebracht hat, zu identifizieren, braucht es einige Zeit.
Parallel zu den Ermittlungen in diesem Fall, recherchiert Nina noch in einem fragenaufwerfenden Todesfall einer alten Dame, dessen einziger Sohn dann im Verlauf noch einen wichtigen Part in der Geschichte übernimmt. In seinem Besitz befindet sich hochbrisantes Filmmaterial, das nicht in die falschen Hände geraten darf.  Er fühlt sich seit geraumer Zeit verfolgt, weswegen er untertaucht und sich versteckt hält, bis Ninas „Bauchgefühl“ zum Einsatz kommt und sie mal wieder ohne Rückendeckung und auf eigene Faust anfängt nach ihm zu suchen…
Nicht nur der Sohn der alten Dame fühlt sich verfolgt, bald bemerkt auch Nina „merkwürdige“ Gestalten, die an ihren Recherche-Orten auftauchen, so dass ihr der Verdacht kommt, das hier „geheime Dienste und Mächte“ aus irgendwelchen Gründen involviert sind, die nicht nur bei den Ermittlungen in Dänemark immer wieder in Erscheinung treten, sondern auch bei der Spurensuche in der Türkei und Deutschland sie immer im Blick behalten. Während die Dienstreisen nur wenig Aufschluss bei den weitreichenden Ermittlungen bringen, wird es dann in Dänemark plötzlich nicht nur für Nina lebensgefährlich….
Nina Portlands Einsatz Nr. 2 hat auch wieder ein bißchen „James-Bond-Charakter“, denn wie zuvor bei ihrem ersten Einsatz sind geheime Mächte im In- und Ausland involviert, denen sich die engagierte Ermittlerin nicht nur mit Köpfchen und ihrem „Bauchgefühl“ entgegenstellen muss. In die Gesamthandlung hat der Autor aktuelles politisches Geschehen eingewoben, was gut passt und die Szenerie noch besser nachvollziehbar und verständlich macht. Zwar ist die Handlung an manchen Stellen etwas vorhersehbar, was aber den Unterhaltungswert nicht schmälert und man hier gut unterhalten wird.
Fazit: Die spannende bildhaft beschriebene Szenerie des Buches wird durch Britta Steffenhagens Lesung zum Leben erweckt, so dass man hier gut unterhalten wird! 
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Judith Arendt: Unschuldslamm

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Der erste Fall für Schöffin Ruth Holländer
Berlin. Eines schönen Tages bekommt die Bistrobetreiberin Ruth Holländer Post, die ihr Leben in der kommenden Zeit durcheinanderwirbeln wird.  Doch das ist ihr eigentlich gar nicht recht, denn gerade kommt wieder etwas Normalität in ihr Leben. Nach der Scheidung lebt sie jetzt mit ihrer 16-jährigen Tochter zusammen, ihr Sohn studiert und lebt nicht mehr zuhause. 
Besagte Post ist ein Brief vom Gericht, das sie zur Schöffin beruft und ihr erster Fall ist ein gleich ein Mordfall, der sie für längere Zeit nicht mehr loslässt: 
Dem Kurden Aras Demizgül wird vorgeworfen seine eigene Schwester Derya mit unzähligen Messerstichen ermordet zu haben. Als Motiv soll er die westliche Lebensweise seiner Schwester nicht toleriert und sie deswegen ermordet haben.
Ruth verlässt sich auf ihr „Bauchgefühl“ und hegt Zweifel an der Darstellung des Staatsanwalts und kann sich nicht vorstellen, dass Aras tatsächlich diese Tat begangen hat.
Während der Gerichtsverhandlung wird aufgezeigt, das Derya einen deutschen Freund hatte, der dann vor Gericht seine Aussage, die er bei der Vernehmung bei der Polizei gemacht hatte, revidiert, da er auf Druck seiner Mutter zu der Aussage gedrängt wurde. Daraufhin werden die Ermittlungen wieder aufgenommen und bald ist besagte Mutter einer der möglichen Tatverdächtigen, da sie die Beziehung zwischen ihrem Sohn und Derya nicht tolerieren konnte…
Doch die Autorin hat noch so einige weitere Spuren ausgelegt und erst ganz zum Schluss kristallisiert sich heraus, was wirklich zum Tod von Derya geführt hat…..
Ich hatte „Unschuldslamm“ kaum angefangen zu lesen, da war ich schon in der Handlung gefangen und so habe ich das Buch in kurzer Zeit durchgehabt und hoffe nun, Frau Arendt gehen die Ideen nicht aus und es gibt weitere Fälle für die Schöffin Ruth Holländer.
Fazit: Diese Autorin sollte man unbedingt im Auge behalten!
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